Nach diversen beinahe Kollisionen in den USA warnt die US-Untersuchungsbehörde vor eine Überlastung und möchte das Gesetz anpassen.

Ende Oktober 2023 deckte die US-amerikanische Luftfahrtbehörde FAA psychische Krankheiten bei US-Piloten auf. Aus diesem Grund hat die Behörde 60 Piloten angewiesen, nicht mehr zu fliegen. Nun äussert sich die US-Untersuchungsbehörde National Transportation Safety Board (NTSB) zu den Gefahren des Personalmangels der US-Luftfahrt und weist insbesondere auf die fehlenden Fluglotsen hin, wie Aerotelegraph schreibt.

“Deutliche Anzeichen von Überlastung”

2023 kam es in den USA beinahe täglich zu Fast-Unfällen. So sind Ende Oktober zwei Privatjets in Houston kollidiert und Anfang Februar kollidierten beinahe eine Boeing 767F und 737 in Austin. Ein weiteres Beispiel stellt die Beinahe-Kollision am New Yorker Kennedy Airport Mitte Januar 2023 dar, um nur ein paar wenige Geschehnisse aufzulisten. Diese Häufigkeit ist auch der US-Untersuchungsbehörde NTSB aufgefallen. Entsprechend wart die Behörde vor einer Überlastung.

Das NTSB hat allein in diesem Jahr Untersuchungen zu sieben Vorfällen eingeleitet, bei denen sich Flugzeuge bis auf mehrere hundert Meter genähert haben. […] Unser Sicherheitssystem zeigt deutliche Anzeichen von Überlastung, die wir nicht ignorieren.

Jennifer Homendy, Chefin von NTSB
Airplane Sky

Dabei stellt die Behörde klar, dass die Überlastung zu einem großen Teil des Personalmangels geschuldet ist. Während der Mangel übergreifend in der Luftfahrt spürbar ist, ist die Problematik besonders bei den Fluglotsen akut. Das hat eine Vielzahl an Überstunden, Überlastung bis hin zu psychischer Probleme als Folge. Die US-Untersuchungsbehörde NTSB möchte nicht tatenlos zusehen und fordert eine Änderung des Gesetzes. So sprach die Chefin von NTSB vor dem Kongress, um den anstehenden Federal Aviation Administration Reauthorization Act, auf deutsch das Gesetz zur Wiederzulassung der Bundesluftfahrtbehörde, zu überarbeiten. Denn Ende des Jahres 2023 läuft die aktuelle Regelung aus.

Fazit zur Überlastung des US-Flugsicherheitssystem

Dieses Jahr kam es in den USA wie auch anderen Ländern zu diversen (beinahe) Kollisionen. Entsprechend reagiert die US-Untersuchungsbehörde NTSB und spricht von einer Überlastung des Systems sowie den Folgen des Personalmangels. Aus diesem Grund fordert die Behörde eine zeitnahe Gesetzesänderung.

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Autorin

Livia Güntert ist Country Managerin Switzerland und seit September 2021 Teil des reisetopia Teams. Nach ihrem Studiengang in Marketing und Kommunikation ist die gebürtige Züricherin voller Vorfreude nach Berlin gezogen. Fasziniert von der Reisebranche und der Nähe zu ihrer Heimat, schreibt Livia leidenschaftlich gerne Artikel, Kolumnen und Deals rund um die Schweiz.

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    • Hallo Youku, danke für deinen Kommentar. Das kann ich verstehen, aktuell hat die US-Untersuchungsbehörde NTSB leider noch keine konkreten Maßnahmen bekannt gegeben, wie sie das Gesetz ändern möchte. Die Quelle Scrippsnews schreibt übersetzt jedoch folgendes “Die Finanzierung der Flugsicherheit ist eine der vielen großen Debatten, die im Kongress nach dem Thanksgiving-Feiertag erwartet werden, wobei sich die Gesetzgeber derzeit über die Höhe der Dollarbeträge und die tatsächlichen Hilfsprogramme uneinig sind.” Sobald konkrete Maßnahmen bekannt sind, veröffentlichen wir gerne einen neuen Artikel dazu. Viele Grüße, Livia

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