Mit einer Boeing 737 MAX 8 führte United Airlines jüngst ihren ersten SAF-Flug durch, der dabei rein kommerziell stattfand. „Luftfahrtgeschichte“ sagt die Airline.

United Airlines hat ihren ersten SAF-Flug durchgeführt. Dabei schrieb die Fluggesellschaften nach eigenen Angaben „Luftfahrtgeschichte“, da es sich um einen kommerziellen Flug handelte, mit Passagieren an Bord. Für diesen trotzdem als „Demonstrationsflug“ bezeichneten Trip wurde ein Triebwerk der eingesetzten Boeing 737 MAX 8 mit SAF und das andere mit herkömmlichem Treibstoff betankt, wie United Airlines in einer Pressemitteilung bekannt gab.

„Vorreiterrolle bei der Bekämpfung des Klimawandels“

Am Mittwoch, dem 1. Dezember, schrieb United Airlines nach eigenen Aussagen Luftfahrtgeschichte. Denn die Airline vollzog nicht nur ihren ersten rein mit SAF betankten Flug durch. Dieser wurde auch noch rein kommerziell durchgeführt, sprich mit Passagieren an Bord. Kein Sonderflug, kein Testflug, sondern ein normaler Linienflug – das hat es so laut der US-Airline noch nicht gegeben. Dennoch handelte es sich dabei natürlich um einen Demonstrationsflug, der mit 100 Passagieren vom O’Hare International Airport in Chicago zum Reagan National Airport in Washington, D.C. führte. Eingesetzt wurde dabei eine Boeing 737 MAX 8.

United continues to lead from the front when it comes to climate change action. Today’s SAF flight is not only a significant milestone for efforts to decarbonize our industry, but when combined with the surge in commitments to produce and purchase alternative fuels, we’re demonstrating the scalable and impactful way companies can join together and play a role in addressing the biggest challenge of our lifetimes.

Scott Kirby, United Airlines-CEO

Die 737 nutzte demnach für das eine Triebwerk ausschließlich SAF und für das andere Triebwerk herkömmlichen Treibstoff, um zu beweisen, dass es „keine betrieblichen Unterschiede zwischen den beiden gibt, und um die Voraussetzungen für eine skalierbare Verwendung von SAF durch alle Fluggesellschaften in der Zukunft zu schaffen“. Derzeit dürfen Airlines maximal 50 Prozent an SAF auf einem Flug auch tatsächlich verwenden.

USA bereit für SAF?

United bezeichnet sich inzwischen denn auch selbst als „weltweit führend bei der Nutzung und Unterstützung der Entwicklung von SAF“. Das Unternehmen gab zudem bekannt, „Vereinbarungen zum Kauf von fast doppelt so viel SAF abgeschlossen“ zu haben, „wie die bekannten Vereinbarungen aller anderen globalen Fluggesellschaften zusammen“, so United Airlines. Laut der Airline habe SAF das Potenzial, die gleiche Leistung wie erdölbasierter Düsenkraftstoff zu haben.

United Airlines Boeing 737 MAX
United Airlines hat ihren erstem SAF-Flug durchgeführt. | Bild: Boeing

Allerdings dafür nur mit „einem Bruchteil“ beim ausgestoßenen Kohlenstoff. Und nicht nur das, würden die „riesigen Rohstoffressourcen des Landes“ ausreichen, „um den prognostizierten Kraftstoffbedarf der gesamten US-Luftfahrtindustrie zu decken“, wie sich United auf Angaben des US-Energieministeriums beruft.

Fazit zum erstem SAF-Flug von United Airlines

United Airlines ist merklich stolz auf ihren ersten mit SAF durchgeführten Flug. Die besonderen Aspekte dabei waren sicherlich die Verwendung vom nachhaltigen Treibstoff in dem einen und herkömmlichen Treibstoff in dem anderen Triebwerk der eingesetzten Boeing 737 MAX. Zudem handelte es sich um einen normalen Linienflug, mit Passagieren an Bord. Laut United Airlines handelte es sich dabei gar um „Luftfahrtgeschichte“. In jedem Fall scheint die Airline denn auch ihren geplanten Beweis erbracht haben zu können, dass SAF zu keinen betrieblichen Besonderheiten in einem herkömmlichen Flugzeug führt.

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Max saß irgendwann häufiger in einem Flugzeug als in einer Straßenbahn, und kam so nicht umhin sich immer mehr mit den Themen rund um das Sammeln von Meilen, sowie den besten Flug- und Reisedeals zu beschäftigen. Auf reisetopia teilt er mit euch die neusten Deals und wichtigsten Tipps!

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  • Klar muss man alles probieren.

    Bei diesen neuen Kraftstoffen – die wohl vorwiegend aus Algen produziert werden – scheint es aber immer noch gewaltig zu klemmen. Das Konzept erscheint eigentlich verlockend. Sonnige, kaum oder überhaupt nicht bewohnte Gegenden in Wassernähe gibt es nicht wie Sand, aber eben wie öde Gegenden am Meer. Meinethalben die Skelettküste in Namibia. Für die Algen kann man ja Meerwasser direkt verwenden.
    Woran hakt es? Das Konzept wird ja schon einige Jahrzehnte verfolgt.
    So richtig kann man das mir zugänglichen Informationen nicht entnehmen. Ich vermute einmal, dass die Monokultur – wenn auch aus Algen – sehr empfindlich gegen Fremdorganismen reagiert.

    Lassen wir uns überraschen. Die Notwendigkeit besteht ganz klar, ein Weg hat sich in solchen Situationen noch immer gefunden.

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