Bereits Mitte August wurde bekannt, dass Ryanair ihre Kapazitäten um 20 Prozent kürzen muss. Aufgrund der aktuellen Reisebeschränkungen wird die Billigfluggesellschaft ab Oktober diese erneut um 20 Prozent reduzieren.

In den vergangenen Wochen kletterten die Fallzahlen an Coronafällen europaweit wieder in die Höhe – Tendenz steigend. Damit einhergehen auch erneute Reisebeschränkungen, die nicht spurlos an den Airlines vorbeiziehen. Diese reagieren erneut mit Kürzungen ihrer Kapazitäten – so auch Ryanair, wie aus einer offiziellen Pressemitteilung herausgeht.

Ryanair rechnet im Oktober mit 40 Prozent Kapazität des Vorjahresniveaus

Aus einer Pressemitteilung von Ryanair geht hervor, dass die Airline ihre Kapazitäten im Monat Oktober um weitere 20 Prozent kürzen muss. Grund dafür seien die aktuellen Reisebeschränkungen- und richtilinien sowie die ständige Änderung dieser, welche einen großen Schaden bei der Airline hinterlassen – gerade weil diese in letzter Zeit oft kurzfristig eingeführt wurden und so die “Bereitschaft der Kunden zu Neubuchungen untergraben”.

Ryanair On Ground

So sieht sich die Airline gezwungen, das Angebot weiter herunterzufahren, weshalb Ryanair nur noch eine Kapazität von 40 Prozent im Vergleich zum Oktober 2019 erwartet. Zuvor ging die Airline von 50 bis 60 Prozent des Vorjahresniveaus aus. Trotz allem erwartet die Airline, dass die Auslastung im Flugzeug sich nicht verändern wird, womit die aktuellen 70 Prozent bestehen bleiben sollten.

Wir sind enttäuscht, unsere Oktober-Kapazität von 50% auf 40% im Vergleich zum Vorjahr zu reduzieren. Da die Zuversicht der Kunden jedoch durch das Missmanagement der Regierung in Bezug auf die Covid-Reiserichtlinien geschädigt wird, können viele Ryanair-Kunden aus geschäftlichen oder dringenden familiären Gründen nicht reisen, ohne ineffektive 14-tägige Quarantäneregelungen einhalten zu müssen.

Pressemeldung der Ryanair

Ryanair sieht Missmanagement der EU für Kürzungen verantwortlich

Sichtlich ärgerlich zeigt sich die Fluggesellschaft zudem gegenüber der irischen Regierung und der EU. Denn Ryanair macht ebendiese für die aktuellen Probleme und die erneuten Kapazitätskürzungen verantwortlich.

So fordert der Low-Cost-Carrier die EU dazu auf, die Reisebeschränkungen innerhalb dieser aufzuheben und fordert zusätzlich einen koordinierten Ansatz von allen EU-Staaten, damit “EU-Bürger die notwendigen Buchungen für Geschäfts- und Familienreisen vornehmen können, ohne sich Sorgen über Flugannullierungen und/oder ineffektive Quarantänevorschriften machen zu müssen”.

Irland

Weiterhin sieht die Airline bei keiner Einführung einer EU-weiten Lösungen weitere Abstriche im Bezug auf den Winterflugplan. So seien dann weitere Kapazitätskürzungen zu erwarten.

Es ist zwar noch zu früh, um endgültige Entscheidungen über unseren Winterflugplan (von November bis März) zu treffen, doch wenn sich die derzeitigen Trends und das Missmanagement der EU-Regierungen hinsichtlich der Rückkehr des Flugverkehrs und der normalen Wirtschaftstätigkeit fortsetzen, könnten ähnliche Kapazitätskürzungen über die Winterperiode hinweg erforderlich sein.

Besonders hart geht die Airline jedoch mit dem Handeln des irischen Verkehrsministers Eamon Ryan in’s Gericht, der allen Einreisenden im Land bis heute eine 14-tägige Quarantäne auferlegt. So sieht Ryanair Deutschland und Italien als positives Beispiel, das bezeugt, dass der Flugverkehr innerhalb der EU ist nicht das Problem sei, weswegen die “ineffektiven Reiseverbote keine Lösung darstellen”.

Fazit zu den Kapazitäts-Kürzungen von Ryanair ab Oktober

Nachdem bereits einige große Airlines in den vergangenen Tagen und Wochen angekündigt hatten, ihre Kapazitäten zu kürzen, verwundert es nicht, dass auch Europas größte Airlines Einschnitte vornehmen muss und nur noch 40 Prozent des Vorjahresniveaus bedienen kann. Dass die Airline zudem so hart mit der irischen Regierung und der EU in’s Gericht geht, ist ebenfalls kaum überraschend. Es bleibt spannend, ob sich an den Reisebeschränkungen innerhalb der EU in den kommenden Monaten etwas verändern wird, sodass Ryanair und auch andere Airlines keine Kürzungen mehr vornehmen müssen.

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Autorin

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