Während es an vielen Flughäfen über Weihnachten zu Ausfällen und Verspätungen verkam, meldeten Deutschlands Flughäfen ruhige Feiertage.

Schlagzeilen machten kurz vor Weihnachten vor allem die USA, wo krankheitsbedingt zahlreiche Flüge ausfallen mussten. Hier gaben bereits zuvor die beiden US-Fluglinien United Airlines und Delta Air Lines zahlreiche Streichungen im eigenen Flugprogramm bekannt. Auch bei der Lufthansa kommt es zu Einschränkungen beim Personal aufgrund zahlreicher Krankheitsfälle. Während der Flugbetrieb in Deutschland über Weihnachten so gut wie ohne Probleme verlief, waren auch beim Kranich überwiegend Flüge in die USA betroffen. Auch bei der Bahn gab es trotz winterlichem Wetter im Norden kaum Probleme, wie das Portal berlin.de mitteilte.

10.000 Flüge zur Weihnachtszeit in München

Der letzte Weihnachtsfeiertag steht vor der Tür. Für wen es möglich ist, der genießt in diesem Tagen die Zeit mit den Liebsten, der Familie und Freunden. Dabei wohnen die oft in ganz Deutschland verteilt. Die Sorge vor stressigen Reisen, Ausfällen, Verspätungen und vielen mehr war somit auch in diesem Jahr groß. Doch Reisende über die Weihnachtsfeiertage konnten sich freuen, wie die beiden größten Flughäfen Frankfurt am Main, München und auch die Deutsche Bahn bekannt gaben. Nirgendwo kam es zu wetterbedingten Problemen oder größeren Einschränkungen. Im Gegenteil, auch trotz der neuen Omikron-Variante, die für neue Beschränkungen und Hochrisikogebiete sorgt, erwartet der Flughafen München beispielsweise deutlich mehr Flüge über die Weihnachtsferien als noch 2020.

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Flughafen München

Wie ein Sprecher des Flughafens gestern mitteilte, sei der erste Weihnachtsfeiertag stressfrei abgelaufen. Auch bei den Impf- und Genesennachweisen kam es zu keinen langen Schlangen und das soll auch so bleiben, denn München rechnet in diesen Ferien mit 10.000 Flügen. Verglichen mit letztem Jahr, wo es nur 2.300 Flüge gab, ein deutlicher Anstieg, wenn auch noch lange nicht die Zahlen, die der Flughafen in der Weihnachtszeit vor Corona verbuchte. Auch das Wetter spielte in diesem Jahr mit, zumindest für den Winterdienst. Statt weißer Weihnacht kam es im Süden Deutschlands zu Eisregen und Regen, der am Flughafen allerdings für keinerlei größere Verspätung sorgte.

Dabei ging es für viele Reisende auch diese Weihnachten in die Sonne. Ganz oben auf der Liste der 145 Ziele standen Dubai, Spanien, Italien und die USA.

Ruhige Feiertage in Frankfurt und Berlin

Auch am Flughafen Frankfurt am Main rechneten die Betreiber mit ruhigen Feiertagen. Dort herrschte auch am Abend des 24. Dezembers noch reger Reisebetrieb. So größeren Probleme kam es dennoch nicht. Auch die Abstände beim Check-in und bei den Sicherheitskontrollen wurden eingehalten:

Am Vorweihnachtstag lief alles ohne Probleme, und wir rechnen damit, dass es auch an den Weihnachtstagen gut für die Passagiere läuft.

Statement Flughafen Frankfurt

Doch wie sieht es bei Deutschlands größten Sorgenkind aus? Dort kam es im Herbst zu massiven Gedrängel, langen Schlangen und verpassten Flügen aufgrund von Personalmangel, unzureichender Koordination und teils aufwendigen Prozessen. Nach Angaben einer Sprecherin zählte der BER am Tag vor Heiligabend circa 43.000 Passagiere. An Heiligabend rechnete man mit rund 36.000 Reisenden. Die Zahlen dürften weiter abnehmen – zumindest bis zum 2. Januar. Zum Ferienende erwarten die Fluggesellschaften wieder einen größeren Strom Reisende. Circa 45.000 Passagiere werden dann wieder am BER erwartet.

Keine Bahnstörung trotz Wintereinbruch

Während sich die Hauptstadt noch am 23. Dezember über weiße Straßen freuen konnte, schmolz der Föhn an Heiligabend wieder alles weg. Kaum einen Tag später waren es dann wieder eisige Minusgrade bei blauem Himmel und Sonnenschein. So richtig wusste das Wetter in diesem Jahr nicht, wie Weihnachten gefeiert werden soll. Dennoch kam es, nach Angaben der Bahn, trotz Wintereinbruchs im Norden und wechselndem Wetter in der Mitte und im Süden Deutschlands, zu so gut wie keinen Einschränkungen im Reiseverkehr. Ruhige Feiertage also auch bei der Deutschen Bahn.

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Wie angekündigt, setzte die Deutsche Bahn vor den Weihnachtsfeiertagen auch mehr Züge ein. So gibt es in diesem Jahr rund 550.000 Sitzplätze, das sind 50.000 mehr als noch 2020 und auch die Passagierzahlen stiegen wieder an. Zwar liegen die immer noch 35 bis 40 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau, doch gerade am Donnerstag, dem 23. Dezember sowie am 27. Dezember, dem Montag nach den Feiertagen, verbucht die Bahn besonders viele Reisende und sieht sich gewappnet. So wurden auf stark frequentierten Strecken, wie Berlin – Stuttgart, München – Köln oder Düsseldorf – Berlin schon am Mittwoch Sonderzüge eingesetzt, die noch bis zum 2. Januar 2022 fahren sollen.

Fazit zum ruhigen Reise-Weihnachten in Deutschland

Erst gestern berichteten wir über zahlreiche Flugausfälle und Verspätungen auf der Welt, wobei die USA besonders stark betroffen waren. So sollen am ersten Weihnachtsfeiertag weltweit rund 1.400 Flüge gestrichen worden sein. Während das für viel Frust bei den Reisenden sorgte, konnten Passagiere in Deutschland aufatmen. Trotz deutlich mehr Reisenden an den Flughäfen München, Frankfurt, Berlin und bei der Deutschen Bahn über die Feiertage kam es dort zu kaum nennenswerten Problemen. Während der Ansturm jetzt größtenteils vorbei ist, erwartet die Bahn morgen sowie viele Fluggesellschaften am 2. Januar wieder eine große Reiserückkehrer-Welle. Hoffentlich verläuft auch an diesen Tagen alles ruhig, entspannt und ohne Einschränkungen!

Autorin

Seit sie 4 Jahre alt ist, reist Julia um die Welt und besucht gerne exotische Orte und weiße Strände. Am liebsten entspannt sie irgendwo am Strand in der Sonne oder genießt beim Windsurfen die Grenzenlosigkeit des Meeres. Nebenbei studiert sie in Berlin Tourismusmanagement. Bei reisetopia möchte sie ihre Erlebnisse gerne mit Euch teilen!

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  • Kaum nennenswerten Probleme am BER?

    Ich war am 24.12. dort. Am Check In und im SiKo-Bereich waren die Schlangen am Vormittag tatsächlich überschaubar.
    Allerdings gab es gegen 12:30 eine riesige Schlange vor der Treppe nach oben zur Ausreisepasskontrolle, die quer durch den gesamten “Marktplatz” bis zur gegenüberliegenden Treppe zum oberen FoodCourt reichte. Zum Glück musste ich da nicht lang, aber unter 30min Wartezeit (wenn nicht noch deutlich länger) dürfte man da wohl nicht durchgekommen sein.

    • Hallo Mike,
      Das ist natürlich weniger erfreulich zu hören. 30 Minuten sind schon eine längere Spanne, wenn man seinen Flug erreichen will. Es wird wohl gerne mal was “unter den Teppich gekehrt”.

      LG

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