Das Robert-Koch-Institut hat mehr als zwanzig weitere Regionen in Europa zum Risikogebiet erklärt. Mittlerweile sind fast alle Länder betroffen, neu tauchen etwa zwei Regionen in Italien auf der Liste auf.

Das Coronavirus breitet sich aktuell in Europa wieder in einer rasanten Geschwindigkeit aus. Die Folge dessen sind auch in Deutschland zahlreiche Städte und Regionen, die über den Grenzwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen kommen. Betroffen sind unter anderem mehrere Metropolen, aber auch andere Landkreise. Die Ausbreitung in Europa sorgt gleichzeitig dafür, dass die Liste der Risikoländer und Regionen immer länger wird, wie aus einem neuen Update des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Erstmals greift die Einstufung als Risikogebiet allerdings nicht sofort, sondern erst ab 17. Oktober um Mitternacht.

Frankreich, Niederlande, Malta und Slowakei komplett zum Risikogebiet erklärt

Das neueste Update des Robert-Koch-Instituts ist bislang die umfangreichste Ausweitung der Risikogebiete, was an der grassierenden Verbreitung des Virus in vielen Ländern liegt. Mehrere zuvor schon teilweise zum Risikogebiet erklärte Länder stehen nun komplett auf der Liste. Das betrifft unter anderem Frankreich und die Niederlande, inklusive der entsprechenden Überseeregionen. Damit sind unter anderem die Regionen Zeeland und Curacao in den Niederlanden sowie Grand Est in Frankreich nun auch ein Risikogebiet nach Definition des RKI. Komplett neu auf der Liste ist nach einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen zudem mit Malta auch ein weiteres beliebtes Urlaubsziel. Dasselbe gilt für Finnland, wo die Region Österbotten ab sofort ein Risikogebiet ist. Außerdem komplett zum Risikogebiet erklärt wurde die Slowakei, in der zuvor schon einige Regionen zu einem Risikogebiet erklärt wurden.

River Ill Straßburg

Darüber hinaus sind auch zahlreiche weitere Länder erstmals auf der RKI-Liste zu finden. In Polen gelten ab sofort die Regionen Kujawsko-pomorskie, Małopolskie, Podlaski, Pomorskie und Świętokrzyskie als Risikogebiet. Betroffen sind dadurch unter anderem die Großstädte Krakau und Danzig. In Italien trifft es die Regionen Campania und Ligurien und damit unter anderem auch Neapel. In beiden Ländern hatte sich das Coronavirus in den letzten Wochen etwas langsam ausgebreitet als anderswo in Europa, mittlerweile sind sowohl Polen als auch Italien allerdings stärker betroffen. Es erscheint entsprechend möglich, dass in den nächsten Wochen auch weitere Regionen in beiden Ländern zum Risikogebiet erklärt werden, sollte die zuletzt verstärkte Ausbreitung weitergehen.

Stockholm, Zürich und weitere Teile der Schweiz betroffen

Die Liste der neuen Risikogebiete geht allerdings noch deutlich weiter. Enorm ausgeweitet wurden unter anderem die Risikogebiete in der Schweiz. Besonders die Einstufung von Zürich als Risikogebiet dürfte für viele Reisende ein Problem sein, darüber hinaus sind auch die Kantone Fribourg, Jura, Neuchâtel, Nidwalden, Schwyz, Uri und Zug ab sofort ein Risikogebiet nach RKI-Definition. Neu als Risikogebiet eingestuft wurden zudem weitere Regionen in Irland, konkret Mid-West, South-West, Mid-East, West und Midlands. Dasselbe gilt für Großbritannien, wo ab sofort auch East Midlands und West Midlands Risikogebiete nach RKI-Definition sind.

Porto

Neue Risikogebiete gibt es außerdem auch in Kroatien, Portugal (unter anderem die Stadt Porto in der Region Norte), Slowenien sowie Ungarn. Relevant ist zudem auch die Einstufung von relevanten Teilen Schwedens als Risikogebiet. Neben der Hauptstadt Stockholm sind auch die Regionen Jämtland, Örebro und Uppsala ab sofort Risikogebiet. Die einzige positive Nachricht ist, dass das afrikanische Land Namibia ab sofort kein Risikogebiet mehr ist. Ansonsten bleiben alle Länder und Regionen, die zuvor auf der Liste vertreten waren, bis auf Weiteres auf dieser.

Alle neuen Risikogebiete im Überblick:

  • Finnland: die Region Österbotten gilt als Risikogebiet.
  • Frankreich: es gilt nun gesamt Kontinentalfrankreich sowie auch das franz. Überseegebiet Martinique als Risikogebiet.
  • Irland: es gelten nun auch die Regionen Mid-West, South-West, Mid-East, West und Midlands als Risikogebiete.
  • Italien: die Regionen Campania und Ligurien gelten als Risikogebiete.
  • Kroatien: es gelten nun auch die Gespanschaften Grad (Stadt) Zagreb und Međimurska als Risikogebiete.
  • Malta: das gesamte Land Malta gilt als Risikogebiet.
  • Niederlande: es gilt nun das gesamte Land Niederlande (inkl. autonome Länder) als Risikogebiet.
  • Polen: die Regionen Kujawsko-pomorskie, Małopolskie, Podlaski, Pomorskie und Świętokrzyskie gelten als Risikogebiete.
  • Portugal: es gilt nun auch die Region Norte als Risikogebiet.
  • Schweden: die Provinzen Jämtland, Örebro, Stockholm und Uppsala gelten als Risikogebiete.
  • Schweiz: es gelten nun auch die Kantone Fribourg, Jura, Neuchâtel, Nidwalden, Schwyz, Uri, Zürich und Zug als Risikogebiete.
  • Slowakei: es gilt nun das gesamte Land Slowakei als Risikogebiet.
  • Slowenien: es gelten nun auch die Regionen Jugovzhodna Slovenija, Pomurska und Podravska als Risikogebiete.
  • Ungarn: es gilt nun auch die Region/Komitat Veszprém als Risikogebiet.
  • Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland: England: es gelten nun auch die Regionen East Midlands und West Midlands als Risikogebiete.

Rückkehr aus Risikogebieten bedeutet Quarantäne

Die Einstufung als Risikogebiet mit gleichzeitiger Reisewarnung des Auswärtigen Amts hat verschiedene Folgen. Zum einen greifen Reiseversicherungen in vielen Fällen nicht, wenn vor Beginn der Reise eine Reisewarnung vorliegt. Darüber hinaus gilt bei der Rückkehr nach Deutschland schon jetzt eine Pflicht zur Quarantäne, sofern kein negatives Ergebnis eines PCR-Tests auf das Coronavirus nachgewiesen werden kann. Bei der Rückkehr ist zudem ein Test zwingend erforderlich, erst wenn das Ergebnis dessen vorliegt, kann die Quarantäne bei einem negativen Bescheid beendet werden.

Rückkehr aus Risikogebieten bedeutet Quarantäne

Die Einstufung als Risikogebiet mit gleichzeitiger Reisewarnung des Auswärtigen Amts hat verschiedene Folgen. Zum einen greifen Reiseversicherungen in vielen Fällen nicht, wenn vor Beginn der Reise eine Reisewarnung vorliegt. Darüber hinaus gilt bei der Rückkehr nach Deutschland schon jetzt eine Pflicht zur Quarantäne, sofern kein negatives Ergebnis eines PCR-Tests auf das Coronavirus nachgewiesen werden kann. Bei der Rückkehr ist zudem ein Test zwingend erforderlich, erst wenn das Ergebnis dessen vorliegt, kann die Quarantäne bei einem negativen Bescheid beendet werden.

Ab dem 8. November ist bei Rückkehr aus einem Risikogebiet grundsätzlich eine Quarantäne erforderlich, die mindestens fünf Tage dauert. Die Testpflicht fällt damit weg. Wer die Quarantäne, die dann nur noch 10 statt 14 Tagen andauern soll, vorzeitig verlassen möchte, muss nach fünf Tagen einen PCR-Test machen. Fällt dieser negativ aus, kann die Quarantäne vorzeitig beendet werden. Eine Reise in ein Risikogebiet ist damit besonders ab November für die meisten Deutschen nur noch schwerlich möglich, denn bei einer Pflichtquarantäne von mehreren Tagen wird eine entsprechende Reise enorm unattraktiv. Mit Blick auf die hohen Infektionszahlen in den jeweiligen Regionen ist von einer Reise in diese Gegenden aber natürlich sowieso abzuraten.

Fazit zur Einstufung zahlreicher weiterer Regionen als Risikogebiet

Reisen innerhalb von Europa werden von Tag zu Tag schwieriger. Die Liste der Risikogebiete wird immer länger und nur noch sehr wenige Regionen in Europa sowie weltweit kommen ohne die entsprechende Einstufung daher. Gerade wer in den nächsten Wochen noch einen Urlaub plant, dürft es schwer haben, eine passende Region zu finden, zumal die Infektionszahlen in den meisten Ländern weiter wachsen.

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Autor

Moritz liebt nicht nur Reisen, sondern auch Luxushotels in aller Welt. Auf der Suche nach neuen Erlebnissen hat Moritz schon dutzende Airlines getestet und mehr als 100 Städte erkundet. Auf reisetopia lässt er Euch an seinen Erlebnissen & Tipps teilhaben!

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