Derzeit befindet sich Deutschland in einem harten Lockdown, der vorerst bis Mitte Februar verlängert wurde, doch der Präsident des RKI sieht die größte Ansteckungsgefahr weiterhin bei Reisen innerhalb Europas.

Die Fallzahlen in Europa sind weiter auf einem sehr hohen Niveau. Die Ende des letzten Jahres aufkommende Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr zur Normalität, dank der Impfungen, ist in weiten Teilen kaum noch zu spüren. Besonders in Deutschland hapert es gerade an zu wenig Impfstoff-Dosen, weshalb viele Impfzentren wieder schließen mussten oder erst gar nicht öffneten. Auch hier hofft die Bundesregierung auf eine schnelle Besserung.

Weitere Einschränkung der Reisefreiheit?

Aussicht auf Besserung, die gibt es vorerst nicht. In Deutschland wurde erst am Dienstagabend eine Verlängerung des Lockdowns beschlossen. Noch bis Mitte Februar bleibt alles geschlossen und auch die Schulen verzichten weiter auf Präsenzunterricht. Schon der Tourismusexperte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, machte gegenüber n-tv Frühstart deutlich, dass er touristische Reisen innerhalb Deutschlands erst zu Pfingsten und über den Sommer als realisierbar sieht. Die Hoffnung auf einen Osterurlaub? Die wurde damit vielen genommen. Auch in den Nachbarländern ist die Reisefreiheit weitestgehend eingeschränkt. So gab erst vor kurzem die niederländische Regierung bekannt, ihre Einreisebestimmungen zu verschärfen. Einige dürfen gar nicht erst einreisen und wenn, dann nur mit einem doppelten Test und einer Quarantäne.

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Natürlich sind auch weiterhin in vielen Ländern, wie eben den Niederlanden, Österreich und hier in Deutschland, alle Hotels für touristische Zwecke und Restaurants geschlossen. Auch hier sind die Öffnungen weiterhin nicht wirklich absehbar. Die Angst vor der Virusmutation aus Großbritannien lässt auch den Präsidenten des deutschen Robert-Koch-Institutes zu schärferen Maßnahmen verleiten. Geht es nach dem Präsidenten des RKI, Lothar Wieler, sollen Reisen innerhalb Europas noch weiter eingeschränkt werden, sagte er in einem Gespräch mit dem Verein der ausländischen Presse in Deutschland (VAP).

Mein Wunsch wäre, dass alle Menschen nur reisen, wenn es unbedingt notwendig ist. Jede Infektion ist eine zu viel.

Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Institutes

Durch die grenzüberschreitenden Kontakte kann sich das Virus immer weiter und wiederholt ausbreiten. Genau das müsse man verhindern, betont Lothar Wieler. Seiner Meinung nach wären Grenzschließungen auch eine Option.

Fazit zur möglichen Reisebeschränkung innerhalb Europas

Ein öffentliches Leben findet kaum mehr statt, nicht in Deutschland und auch nicht in vielen anderen Ländern Europas. Dennoch sind die grenzen offen und Reisen, zwar mit vielen Bestimmungen, durchaus möglich. Genau hier sieht der Präsident des deutschen Robert-Koch-Institutes Professor Lothar Wieler, einen Grund für die weiterhin hohen Zahlen und auch seine Sorge vor einer stärkeren Verbreitung des mutierten Covid-19 Erregers. Geht es nach ihm, sind sogar Grenzschließungen eine Möglichkeit, die Reisen innerhalb Europas einzustellen.

Autorin

Seit sie 4 Jahre alt ist, reist Julia um die Welt und besucht gerne exotische Orte und weiße Strände. Am liebsten entspannt sie irgendwo am Strand in der Sonne oder genießt beim Windsurfen die Grenzenlosigkeit des Meeres. Nebenbei studiert sie in Berlin Tourismusmanagement. Bei reisetopia möchte sie ihre Erlebnisse gerne mit Euch teilen!

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