Das Deutschlandticket soll in den nächsten Jahren eine Preiserhöhung bekommen. Um wie viel Euro das Abonnement steigen muss, ist laut VDV noch unklar.

Erst letzte Woche wurde bei der Sonderkonferenz der Verkehrsminister ausgehandelt, dass der Preis für das Deutschlandticket im Jahr 2024 bei 49 Euro bleibt. Jetzt soll ein Anstieg des Preises in den kommenden Jahren allerdings sehr wahrscheinlich sein. Obwohl die Zahl der Deutschlandticket-Nutzer letzten Dezember auf 10 Millionen gestiegen ist, scheint die alleinige Finanzierung damit nicht geklärt zu sein, wie die Bahnblogstelle bekannt gibt.

Der Tarif muss angepasst werden

Seit Mai letzten Jahres ermöglicht das monatlich kündbare Deutschlandticket die bundesweite Verwendung des Regional- und Nahverkehrs. Doch bereits seit Beginn dieses Abos wurde über einen notwendigen Preisanstieg debattiert. Denn sowohl Bund als auch Länder steuerten jeweils 1,5 Milliarden Euro jährlich bei, damit die Verluste der Verkehrsunternehmen ausgeglichen werden. Es ist jedoch nicht klar, ob die Ausgleichszahlungen dafür auch ausreichen.

Deutschlandticket
Im Dezember 2023 nutzen rund 10 Millionen Menschen das Deutschlandticket

Ingo Wortmann, der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), sprach in diesem Zusammenhang von einer erforderlichen Anpassung des Tarifs. Das Deutschlandticket sei im Gegensatz zum 365-Euro-Ticket eines, das an die Kosten angepasst werden muss. Des Weiteren wäre eine Aufrechterhaltung dieses Angebotes im öffentlichen Personennahverkehr mit dem aktuellen Tarif ohne finanzielle Unterstützung kaum möglich.

Die Bevölkerung hat viel Verständnis für Streiks und viel Verständnis auch für sehr hohe Lohnsteigerungen, auf der anderen Seite gibt es kein Verständnis für Ticketpreiserhöhungen.

Ingo Wortmann, VDV-Präsident

Wie hoch der Preis des Deutschlandtickets steigen müsste, hängt von mehreren Faktoren ab. Unter anderem, wie weit die finanzielle Förderung des Bundes ausgebaut oder die Entwicklung der Fahrgastanzahl aussehen wird. VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff rechnet hierbei nach momentanem Stand von einer monatlichen Preiserhöhung des Tickets um fünf bis 15 Euro.

Deutsche Bahn Keine Streiks
Die VDV ist auf finanzielle Förderungen angewiesen

Weitere hinzukommende finanzielle Faktoren sind zum einen die steigenden Energiepreise der letzten Jahre als auch die Umrüstung auf digitale Systeme. Im Vergleich zu 2020 zahlte der VDV im abgelaufenen Jahr 54 Prozent mehr für Dieselkraftstoff und 57 Prozent mehr für ihren Strom. Im Gegenzug dazu sanken die durchschnittlichen Ticketpreise aufgrund des Deutschland- und 9-Euro-Tickets in demselben Zeitraum um 23 Prozent.

Fazit zur möglichen Preiserhöhung des Deutschlandtickets

Die Zukunft des Deutschlandtickets bleibt nach wie vor ungewiss. Trotz einer Expertenmeinung, die das Abonnement jetzt schon als zu teuer erachtet, soll der Preis in den nächsten Jahren doch erhöht werden. Dahingehend bleibt es spannend, wann und wie hoch diese Änderungen sein werden.

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Autor

Durch sein erstes Flugerlebnis mit zehn Jahren hat Samuel die Liebe zum Verreisen für sich entdeckt. Seither lässt er keine Möglichkeit mehr aus, verschiedene Kulturen und neue Orte zu erkunden - egal ob mit dem Rucksack, per Roadtrip oder vom Hotel aus.

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