Der BER hat eine neue Chefin, nachdem Daldrup sich in die Rente verabschiedet hat. Und die macht auch gleich klar, dass der Hauptstadtflughafen mit einigen Problemen zu kämpfen hat.

Der Flughafen Berlin Brandenburg hat eine neue Chefin und die übernimmt den Airport zu Zeiten der Krise – und das liegt nicht nur an der Pandemie. Dennoch weiß die neue Zügelführerin Aletta von Massenbach scheinbar, auf was sie sich eingelassen hat und benennt die aktuellen Baustellen klar, wie aero.de berichtet. Derzeit strebe man am BER wohl auch nicht an, alsbald zu einem Drehkreuz zu avancieren, schließlich liege der Fokus derzeit ganz woanders.

Keine Konnektivität über Europa hinaus

Der Flughafen Berlin Brandenburg hat mit Aletta von Massenbach eine neue Chefin. Diese macht bei ihrer Vorstellung deutlich, dass ihr die weiterhin bestehenden Probleme des Hauptstadt Airports durchaus bewusst sind und im gleichen Zuge klar, dass man derzeit keine Ambitionen habe, zu einem Drehkreuz ähnlich Frankfurt oder München zu wachsen – ausschließen wolle man dies aber auch nicht. Denn so erklärte von Massenbach zur Drehkreuz-Thematik:

Wir haben eine sehr, sehr gute Abdeckung in Europa, aber wir habe keine Konnektivität in die Welt darüber hinaus. […] Wir hätten natürlich nichts dagegen, wenn jemand hier sein Hub errichtet, und könnten das in der Infrastruktur auch abbilden. Aber es liegt jetzt nicht auf dem Weg.

Aletta von Massenbach, BER-Chefing

Zudem würde es sich beim Großteil der Airlines, die ab dem BER fliegen, nicht um sogenannte Hub-Airlines handeln. Deshalb dürfte der Berliner Flughafen wohl auch nicht in absehbarer Zeit zu einem Drehkreuz avancieren, wenngleich man eine möglichst gute Anbindung an die Welt anstrebe, wie von Massenbach erklärte, die vor ihrer Beförderung Finanzchefin des BERs war.

BER hat weiterhin mit einigen Problemen zu kämpfen

Ohnehin hat der Flughafen Berlin Brandenburg derzeit auch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Neben den weiterhin enormen – und besonders finanziellen – Auswirkungen der Corona-Krise, sieht sich der BER auch mit Problemen ganz anderer Natur konfrontiert. Dazu gehören kleinere Baustellen wie der Ausfall der Laufbänder im Mainpier, der Windfang am Bahnhof (der seinen Dienst offenbar nicht richtig tut), aber auch die Brandmelder, die bei zu starker Sonneneinstrahlung teilweise ausgelöst wurden. Immerhin ist dieses Problem jedoch inzwischen behoben.

Flughafen BER, Berlin Brandenburg

Schwerer wiegen dürfte dagegen das Terminal T2, dass weiterhin aufgrund fehlender Auslastung nicht in Betrieb ist. So werden alle Flüge derzeit über das Hauptterminal T1 abgefertigt. Doch hier gibt es weitere Probleme. So, und das gibt von Massenbach auch unverhohlen zu, fehle es an Platz, um mehr Passagiere an den Sicherheitskontrollen parallel abfertigen zu können. „Dafür fehlt uns jetzt der Platz“, stellt die neue BER-Chefin fest.

Fazit zur Vorstellung der neuen BER-Chefin

Die Nachfolgerin des Neurentners Engelbert Lütke Daldrup, Aletta von Massenbach, übernimmt den BER zu einem denkbar schwierigen Zeitpunkt. Der Flughafen steckt immer noch tief in der Misere, fehlende Fluggäste bedeuten fehlende Einnahmen. Deshalb ist der Hauptstadtflughafen auch auf milliardenschwere Finanzhilfen der Eigentümer – Bund, Berlin und Brandenburg – angewiesen. Aufgrund der Situation rechnet von Massenbach in diesem Jahr mit weniger als zehn Millionen Passagieren. Dennoch wolle man das Unternehmen „endlich […] auch finanziell auf eine gesunde Bahn“ bringen. Es bleibt nur zu hoffen, dass das irgendwann gelingt.

Autor

Max saß irgendwann häufiger in einem Flugzeug als in einer Straßenbahn, und kam so nicht umhin sich immer mehr mit den Themen rund um das Sammeln von Meilen, sowie den besten Flug- und Reisedeals zu beschäftigen. Auf reisetopia teilt er mit euch die neusten Deals und wichtigsten Tipps!

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  • Es fehlt der Platz. …. Das sagten Viele schon vor Eröffnung und bei der Planung 😂😂😂 aber nein, man wollte der Flughafen durchdrücken…. Und baute immer kleiner.

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