Die Lufthansa hat offiziell bestätigt, dass Erstattungen von Flugtickets über die Online-Plattform nicht mehr möglich ist. Angeblich soll eine kostenfreie Stornierung aber zu einem späteren Zeitpunkt möglich sein.

Wie das Portal airlines.de berichtet, hat die Lufthansa die Funktion zur Erstattung von Tickets nun auch offiziell deaktiviert. Dies gilt nicht nur für die Lufthansa, sondern auch für deren Töchter Swiss, Austrian, Eurowings sowie Brussels Airlines. Damit können Passagiere für den Moment kein Geld für bereits bezahlte Tickets zurückfordern.

Keine Erstattungen für Tickets bis auf Weiteres

In einem Statement im Expert-Newsletter an Reisebüros und registrierte Partner der Lufthansa hat die Airline zu Protokoll gegeben:

Die Erstattungsfunktionalität für Tickets der Lufthansa Group Airlines wurde vorübergehend in allen Reservierungssystemen sowie auf den Webseiten der Airlines und auf lhgroup-agent.com deaktiviert. Bereits eingereichte Refunds werden zu einem späteren Zeitpunkt bearbeitet.

Klarer wird die Fluggesellschaft allerdings nicht. So wird nicht konkret erwähnt, ob und wann eine Erstattung wieder möglich sein soll. Das Aussetzen der Funktion zur Erstattung von Tickets hat dabei nicht nur für Passagiere, sondern auch für Reisebüros Konsequenzen, was wiederum für Kunden zu einer unangenehmen Situation führt.

eurowings airbus a320 landeanflug
Auch für die Lufthansa-Töchter gilt die entsprechende Regelung

Weder diejenigen, die direkt bei der Lufthansa gebucht haben noch alle, die ein Ticket über ein Reisebüro oder ein Online-Reisebüro gekauft haben, können aktuell eine Erstattung anfordern. Dabei sind Drittanbietern genauso die Hände gebunden wie allen Kunden, die selbst aktiv werden wollen, um ihr Geld zurückzubekommen.

Erstattungen über die Servicecenter angeblich möglich

Gegenüber airliners.de hat die Airline ansonsten allerdings vermerkt, dass das Aussetzen der Funktion zur Erstattung nicht bedeutet, dass Stornierungen mit Rückerstattungen nicht mehr möglich sein. Vielmehr müssten diese über das Servicecenter erfolgen, ergo über die Hotline. Hier allerdings erhalten Verbraucher ebenfalls seit Tagen die Auskunft, dass eine Erstattung vorerst nicht möglich ist und sie nur die Möglichkeit hätten, ihr Ticket umzubuchen. Auch hier heißt es in der Kundenkommunikation zwar nicht, dass Erstattungen grundsätzlich nicht möglich sind, sie seien für den Moment nur ausgesetzt.

Die Lufthansa verweist zwar darauf, dass bei ihr und allen Tochter-Airlines kein akuter Handlungsbedarf besteht, doch Kunden wird das nicht unbedingt glücklicher machen. Eine Umbuchung oder Erstattung sei für alle Tickets noch bis zum 31. August 2020 gegeben, auch wenn der Flug deutlich davor liegt. Das heißt für Kunden allerdings auch, dass sie in dieser Zeit der Fluggesellschaft einen kostenfreien Kredit geben. Dazu kommt: Wann und ob eine Erstattung wirklich wieder möglich ist, steht weiter in den Sternen. Dass dieses Vorgehen zur Sicherung der Liquidität nicht von der geltenden Rechtslage gedeckt ist, haben wir bereits in einer ausführlichen Analyse dargestellt.

Fazit zu ausbleibenden Erstattungen für Lufthansa-Tickets

Die Lufthansa ist zwar eine von vielen Airlines, die aktuell keine Erstattungen mehr zulassen, doch besser macht es dieser Umstand nicht. Die Erklärung, warum die Online-Funktion zur Erstattung nicht mehr existiert, erscheint ebenfalls hanebüchen – zumal die Service-Center ebenfalls keine Erstattung bieten. Für den Moment können Kunden und auch Reisebüros leider nur abwarten und hoffen, dass die Lufthansa die Option wieder freigibt oder den Rechtsweg gehen.

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Moritz liebt nicht nur Reisen, sondern auch Luxushotels in aller Welt. Auf der Suche nach neuen Erlebnissen hat Moritz schon dutzende Airlines getestet und mehr als 100 Städte erkundet. Auf reisetopia lässt er Euch an seinen Erlebnissen & Tipps teilhaben!

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  • Daher weht also der Wind, da kann ich noch so oft auf mein Konto schauen und warten bis der Betrag erstattet wird. Habe den Flug MUC-CPH am 13.3 storniert und habe mein Geld immer noch nicht erhalten!

    • Ich habe am 17.03.2020 von Lufthansa eine Erstattungsinformation des Inhalts erhalten, dass mir anläßlich meiner Stornierung von Flügen Frankfurt-Berlin und zurück Steuern und Gebühren in Höhe von 200,– Euro erstattet werden. Natürlich habe ich das Geld noch nicht und weiß der Himmel, wann ich es bekomme. Bei allem Verständnis für die Situation, auch ich habe allerlei Kosten und Verluste zu tragen und kann trotzdem die Zahlungen nicht einfach einstellen. Statt, dass der Vorstand Aktien des Unternehmens kaufen muss (!!!??? haha, damit verdienen die Herrschaften noch gewaltig, da der Kurs nach derzeit sehr niedrig ist), sollten sie dieses Geld lieber in Erstattungen stecken. Ich hoffe, dass der Vorstand und die sonstigen Großkopferten der Lufthansa keinerlei Boni, Gehaltserhöhungen oder sonstwas erhalten, bis die Rückerstattungen erfolgt sind. Hat man von diesen Herrschaften schon was zu Gehaltssteilverzicht gehört??
      Im übrigen handelt es sich bei dem Rückforderungsbetrag um Steuern und Gebühren, die durch die Stornierung sowieso von Lufthansa nicht abgeführt wurden oder werden!!!!

  • Hallo Moritz,
    ich verstehe etwas nicht – was meinst du mit “Funktion zur Erstattung auf der Onlineplattform”?

    Bis dato konnte man sich ja online mit seinem Buchungscode in seine Buchung einloggen und seinen Flug von sich aus stornieren und erhielt die Steuern und Gebühren zurück – geht das jetzt nicht mehr?

    Wurde ein Flug seitens LH annulliert, war ja bis dato noch nie die Möglichkeit gegeben, eine Erstattung des vollen Flugpreises einzuleiten; LH will hier ja, das man umbucht.

  • Hallo Lena,
    vertrittst Du jetzt die Lufthansa in ihrem ganz offensichtlichen Betrug?
    Auch die Kunden haben u.U. Liquiditätsprobleme und sind lange in Vorleistung gegangen. Dies ist eh schon ein eingenwilliges Merkmal von Geschäftsbeziehung.

    • Hallo Hans, natürlich nicht! Ich finde es ebenfalls ein Unding der Lufthansa und befürworte diese Maßnahme nicht! Ich wollte damit nur aufmerksam darauf machen, dass der Großteil der Airlines diese Situation LEIDER so handhabt und dies kein Einzelfall ist. Dass man bei touristischen Leistungen jedoch in Vorkasse gehen muss, ist schon seit jeher der Fall. Viele Grüße

      • Aktuell geht es ja ähnlich weiter: soeben hat mir MAD-DUS gestrichen. Soll anrufen. Mittlerweile die 4. Änderung und meine Telefonkosten aus den USA gehen gegen € 200.
        Wer übernimmt denn das?
        Eine Frechheit, keine kostenlose Leitung anzubieten!

      • Hey Hans, das tut mir wirklich sehr leid! Leider wirst du dafür keine Erstattung bekommen, angemessen wäre es aber allenfalls! Viele Grüße

      • Ganz aktuell: sollte wieder bei Iberia anrufen, da Teilflug storniert.
        Nach 1 Stunde 20 Minuten USA – BRD “deutsche” Leitungabgebrochen und erneut auf die “englische” Version…und wieder Warteschleife…natürlich USA-BRD…
        Könnte ko…..en

  • Scheint gang und gebe zu sein, AC hat den Flug storniert, Gutschein bis 31.12.2020……Es kann keine Entschädigung geben, völlig ok, aber den bezahlten Ticketpreis sollte man bekommen….Man hat schliesslich keine Leistung konsumiert.

  • TAP hat mir auch einfach einen Gutschein geschickt statt meine angeforderte Erstattung. Und der Gutschein ist zudem auch nur ein Jahr gültig.

    • Und 1 Jahr ab Ticketausstellung, nicht ab Reisedatum. D.h. wenn du Mitte 2019 gebucht hast, läuft der GS Mitte 2020 aus.
      Aktuell hilft nur schriftlich / per email mit Erstattung nach EU261/2004 mit Fristsetzung von 7 Tagen Aufforderung full refund.
      Danach Chargeback einreichen.

      • Absoluter Saftladen! Habe bei Swiss 2 Business Tickets gekauft. Diese sind einfach verschwunden aus meinen Profil. Keine Mail nichts. Auf Nachfrage hieß es anhand der Buchungsnummer kann man dann ja nachkommen…
        Geld wird nicht gezahlt, man weiß auch nicht wann und ob das möglich sein wird in Zukunft.
        Seit Anfang Februar hat Swiss einen höheren 4 stellige Betrag von mir, erbringt keine Leistung, ja dazu noch einen Grottenschlechten Service!

      • Ich habe gestern Lufthansa schriftlich aufgefordert, mir innerhalb von 14 Tagen alles zu erstatten. Sollten die sich bis dahin nicht gemeldet haben, werde ich auch ein Chargeback einleiten. Ich finde es echt unverschämt, die Kunden so zu verarschen und deren Geld einzubehalten und mit Gutscheinen oder Umbuchungen abzuspeisen. Mich als Kunden haben die auf jeden Fall verloren.

  • Ich empfehle allen betroffenen Betrogenen i.d.A. (Ticketbesitzer und Reisebüros) nur den letzten drei Worten dieses Artikels zu folgen: … den Rechtsweg gehen !
    Also: Rechtsschutzversicherung checken und dann Lufthansa & Co. auf sofortige Rückzahlung des Ticketpreises zzgl. Schadensersatz für Rechtsweg- und sonstige Kosten zu verklagen.

  • Man kann eigentlich sagen, dass die LH hier Gelder unterschlägt. Verständnis hab ich dafür Null. Es gibt auch Kunden, die Selbstständig sind und jetzt Liquiditätsprobleme haben. Das bei so einem Verhalten die Lufthansa mal wieder ganz vorne mit dabei ist, wundert mich allerdings nicht…

    • So is es. Vielleicht sollte der Laden tatsächlich abgewickelt werden und in erheblich kleinerem Umfang mit einer SERIÖSEN Geschäftsführung und fairem Kundenservice neu gestartet werden.

      • Hey PeKa, ich verstehe deinen Frust. Trotz allem hat jede Airline zum Kämpfen, Lufthansa stellt hier leider keine Ausnahme dar..

      • Ob eine Airline zu kämpfen hat ist kein Argument dafür, dass man Geld unterschlägt. Hat man mir den Arbeitsweg zu kämpfen weil man zu Fuß geht und sich kein Auto leisten kann, kann man sich auch nicht einfach eines nehmen das rumsteht. Also klauen.

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