Die Airline hat sich auf dem Kapitalmarkt rund 500 Millionen Euro im letzten Halbjahr beschafft. Dafür wurden unter anderen acht Airbus Flugzeuge als Sicherheit eingesetzt.

Die Coronakrise zehrt weiter an den Nerven und finanziellen Mitteln vieler Unternehmen. Auch die Lufthansa Group hat trotz hoher Staatshilfen weiter mit den hohen Verlusten durch die Pandemie zu kämpfen. Aus diesem Grund benötigt sie weitere Mittel um zu überleben und hat seit Juli 2020 auf verschiedenen Wegen eine halbe Milliarde Euro beschafft, worüber einige Branchenportale bereits berichteten.

Fünf A350 und drei A320 als Pfand hinterlegt

Die Lufthansa Group benötigt weitere finanzielle Mittel. Durch die Coronakrise hat die Airline gemeinsam mit ihren Tochter-Fluggesellschaften alleine in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres einen Verlust von mehr als sechs Milliarden Euro eingeflogen. Im dritten Quartal 2020, von Juli bis September betrug der Verlust zwei Milliarden Euro und lag damit höher, als von Experten erwartet. Auch wenn der Kranich noch liquide Mittel in Höhe von 10,1 Milliarden Euro zur Verfügung hat (Stand: September 2020), muss die Airline weiter sparen und weitere Finanzierungsquellen suchen. In den Mitteln enthalten sind auch die noch nicht abgerufenen Gelder aus den Sta­bilisierungsmaßnahmen aus dem gemeinsamen Paket von Deutschland, der Schweiz, Österreich und Belgien in Höhe von insgesamt 6,3 Milliarden Euro.

Lufthansa A320neo
Bild: Lufthansa

Seit Juli 2020 hat sich die Lufthansa somit weitere 500 Millionen Euro auf dem Kapitalmarkt beschafft. Dafür wurden auch acht Airbus Flugzeuge aus der eigenen Flotte verpfändet. Dazu zählen fünf Airbus A350 und drei Airbus A320 Modelle. An der Finanzierung beteiligt haben sich Banken, Pensionsfonds und Unternehmensinvestoren, vor allem aus Europa und Asien. Bei der Beleihung handelt es sich um im Rahmen der Sale und Lease Back-Finanzierung besicherte Kredite.

Oberstes Ziel des Konzerns ist es, die zwei Anleihen durch den Staatseinstieg, die mit 1,6 Millionen Euro platziert wurden, so schnell wie möglich zurückzuführen und die Kredite zurückzuzahlen. Bei den Anleihen handelt es sich um eine Wandelan­leihe und eine Unternehmensanleihe.

Fazit zu den weiteren Finanzierungsquellen der Lufthansa

Seit Juli letzten Jahres hat sich die Lufthansa durch eine Beleihung einiger ihrer Flugzeuge, rund 500 Millionen Euro auf dem Kapitalmarkt besorgt. Die Zeiten bleiben aktuell weiter schwierig und es ist noch nicht absehbar, wann vor allem Langstreckenflüge wieder problemlos möglich sein werden. Aufgrund der aktuellen Lage hat die Airline bereits im vergangenen Jahr reagiert und ihre Kapazitäten über die Wintermonate auf 25 Prozent zurückgefahren. Damit soll sichergestellt werden, dass der Flugbetrieb trotz alledem einen positiven Cashbeitrag leistet. Sobald die Airline die finanziellen Mittel wieder zur Verfügung hat und die Staatsanleihen, sowie Kredite zurückgezahlt hat, kann sie die Flugzeuge, vermutlich mit Zinsen zurücknehmen.

Autorin

Seit sie 4 Jahre alt ist, reist Julia um die Welt und besucht gerne exotische Orte und weiße Strände. Am liebsten entspannt sie irgendwo am Strand in der Sonne oder genießt beim Windsurfen die Grenzenlosigkeit des Meeres. Nebenbei studiert sie in Berlin Tourismusmanagement. Bei reisetopia möchte sie ihre Erlebnisse gerne mit Euch teilen!

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