Kürzlich gab der Premierminister Boris Johnson einen Fahrplan für die angeschlagene Reisebranche bekannt, die zumindest etwas Hoffnung erweckt.

In Großbritannien sollen schon in naher Zukunft Hotels eröffnen und auch der internationale Reiseverkehr soll wieder aufgenommen werden. Diese Planungen werden für den 17. Mai angestrebt und geben der Reisebranche zumindest einen kleinen Lichtblick, wie simply flying verkündet

Reisebranche in Großbritannien steht weiterhin still

Neben geschlossenen Gastronomiebetrieben, Schulen, Kitas, Einzelhändlern, Friseuren und Museen trifft der aktuelle Lockdown die gesamte Reisebranche wohl am härtesten. Lockerung der strengen Einschränkungen, die momentan für alle Akteure der Reisekette gelten, werden seitens der Reisebranche erhofft. Die Dringlichkeit der Wiederaufnahme des Reiseverkehrs steht im Angesicht des Stillstandes seit Anfang Januar in Großbritannien außer Frage. Aus diesem Grund ist die Ankündigung seitens Premierminister Johnson, den internationalen Reiseverkehr nicht vor dem 17. Mai aufzunehmen, ein herber Rückschlag für die Reisebranche. Dieser bringt jedoch trotz allem etwas Hoffnung, denn ein Datum ist in Sicht. Obwohl die Wiederaufnahme des Tourismus in Großbritannien noch kurze Zeit warten muss, kann diese als Neustart gesehen werden, denn zumindest durch die voranschreitenden Impfungen ist ein Licht am Ende des Tunnels hin zur Normalität erkennbar. Planungen zu Folge soll die Pandemielage des Landes trotzdem am 12. April nochmals überprüft werden, um dann den 17. Mai offiziell als Startdatum für die Wiederaufnahme des internationalen Reiseverkehrs Großbritanniens festlegen zu können. Eine Vorverlegung dieser Entscheidung sei dabei ausgeschlossen, wie nach Aussage Johnsons deutlich wurde. Dadurch ist abzusehen, dass auch das hoffnungsvoll erwartete Ostergeschäft nicht stattfinden wird, was eine frühzeitige Entlastung der ohnehin schon belasteten Reisebranche ausschließt.

Zumindest andere Branchen des Landes können den Verkündungen zu möglichen Lockerungen positiv entgegenblicken. Aufgrund der stetig voranschreitenden Impfdurchführungen in Großbritannien konnte somit die Wiederaufnahme des Schulbetriebes ab dem 8. März oder die Eröffnung des nicht lebensnotwendigen Einzelhandels ab dem 12. April seitens des Premierministers, Boris Johnson, angekündigt werden. Ausgenommen von diesen hoffnungsbringenden Lockerungen ist jedoch die Flugbranche. Durch die strikte Verlängerung der Stilllegung des internationalen Reiseverkehrs bleiben die Reisebüros, Hotels und Flughäfen weiterhin leer – zumindest bis zum 17. Mai. Die geplante Wiederaufnahme des internationalen Flugverkehrs zu diesem Datum würde einen wichtigen Schritt in Richtung Optimismus für die Flugbranche bedeuten.

Johnsons unmissverständliche Bedingungen

Das Vorantreiben einer Wiederaufnahme des internationalen Flugverkehrs wurde durch die Lobbygruppe “Save Our Summer” weiter in den Vordergrund gerückt. Ausgehend von dem notwendigen Handlungsbedarf, nahm sich die Gruppe der Herausforderung an einige Lockerungen bereits ab dem 1. Mai durchsetzten zu können – ohne Erfolg. Auch der 17. Mai darf nicht endgültig als Termin zur Freigabe des internationalen Flugverkehrs gesehen werden, wie man Aussagen Johnsons entnehmen kann. Um Zuversichtlich auf diesen Termin blicken zu können, müssen einige Forderungen des Premierministers erfüllt werden. Diese sehen wie folgt aus:

  • die Einführung des Impfstoffes muss zügig fortgesetzt werden
  • es sollen eindeutige Beweise vorgelegt werden können, die die Wirksamkeit des Impfstoffes bestätigen
  • ein Anstieg der Infektionsraten darf nicht mit einem Anstieg der Krankenhauseinweisungen einhergehen
  • die Risikoeinschätzung sollte nicht mehr durch das Auftreten neuer Varianten des Virus beeinflusst werden

Erst bei Erfüllung jener Bedingungen kann sowohl für die Industrie, aber auch vor allem für die Reisebranche Hoffnung auf eine Rückkehr zum normalen Geschäft gesetzt werden. Bis dahin gehören die dreifachen Tests, die Aufrechterhaltung der Quarantänehotels für einreisende Passagiere aus Ländern der roten Liste, sowie die zehn-tägige Selbstisolierung in den eigene vier Wänden weiterhin zum alltäglichen Ablauf.

Fazit zu Großbritanniens Maßnahmen

Die aktuellen Ankündigungen aus Großbritannien mögen zum jetzigen Zeitpunkt nicht positiv scheinen. Trotz allem gibt das angekündigte Datum Hoffnung für zukünftige Reisen, denn bis Mitte Mai ist es doch nicht mehr allzu lange. Hier lässt es sich nur hoffen, dass dieser Termin gehalten werden kann und sich die Lage nicht mehr verschlimmert. Denkt Ihr der 17. Mai ist realistisch?

Autor

Seit Ann-Cathrin ihr erstes Praktikum in der Reisebranche absolviert hat stand fest, dass sie beruflich in die Welt des Reisens eintauchen möchte. Ihr Tourismusstudium und viele Kurztrips während der Semesterferien haben ihr bereits viele Einblicke in die Hintergründe und Abläufe und genauso die wunderschönsten Orte in den verschiedensten Ländern gezeigt.

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