Eurowings machte in den letzten Jahren kontinuierlich Verlust. Doch nun berichtete die Lufthansa-Tochter, dass sie trotz der Corona-Krise im Jahr 2021 bereits schwarze Zahlen schreiben möchte. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es auch schon grobe Pläne.

Aufgrund der Corona-Krise machten alle Airlines Verlust, manche gingen sogar in die Insolvenz. Auch wenn jeder damit rechnet, dass sich die Flugbranche nicht in naher Zukunft erholen wird, bleibt die Lufthansa-Tochter Eurowings optimistisch und möchte bereits 2021 aus der Verlustzone kommen. Dies könnte jedoch nichts gutes für die BIZclass der Airline beudeten, wie die fvw berichtet.

Eurowings braucht schnelle Lösungen

Im Zuge der Corona-Krise hört man wohl überwiegend negative Einschätzungen der aktuellen Lage, gerade in der Airline Branche. Doch so nicht bei Eurowings. Denn der CEO Jens Bischof, sagte am Donnerstag ganz klar, dass es das Ziel der Airline sei, nächstes Jahr keinen Verlust mehr zu machen.

“Unsere Ambition bleibt, im nächsten Jahr den Break-even zu schaffen.”

Jens Bischof, Eurowings CEO
Eurowings Airplane

Auch wenn dies sehr ambitioniert wirkt, hat die Billigairline bereits einige Pläne dieses Ziel zu erreichen. So möchte sich die Airline den neuen Gegebenheiten anpassen und die Anzahl der Mitarbeiter verkleinern. Bereits vor Kurzem berichteten wir darüber, dass die Jobs in der Verwaltung um ein Drittel gekürzt werden sollen. Zudem sind neue Beschäftigungsmodelle in Überlegung, wobei vor allem eine schnelle Lösung für die Germanwings Belegschaft im Fokus steht, nachdem Germanwings aufgrund der Corona-Krise früher geschlossen wurde als erwartet. Ebendiese Lösung scheint eine Voraussetzung zu sein, um überhaupt 2021 schwarze Zahlen schreiben zu können.

Aus für Eurowings Business Class?

Darüber hinaus berichtet der CEO von neuen Produktangeboten, die die Airline entwickeln möchte. Darunter zählt zum Beispiel, dass der Mittelsitz im Flugzeug bei Eurowings wieder buchbar sein soll.

“Gäste sollen den freien Mittelsitz zubuchen und sich die Kosten im besten Fall mit einem Reisenden aus derselben Reihe teilen können.”

Jens Bischof, Eurowings CEO

Damit möchte Eurowings dem Kunden allgemein mehr Kontrolle überlassen, sodass dieser mehr Einfluss auf das Produkt und den Preis bekommt.

“Der Reisende erhält künftig mehr Kontrolle, er kann sein Produkt und damit den Preis selbst bestimmen”

Jens Bischof, Eurowings CEO
Eurowings BIZclass Sitz

Doch auch wenn diese Nachricht im ersten Moment positiv klingt, könnte dies für Vielfliegende in der Business Class von Eurowings, der sogenannten BIZclass nichts positives bedeuten. Denn mit der Ankündigung leitet der Eurowings CEO Bischof langsam den Abschied der Business Class ein. Wann diese Maßnahmen umgesetzt werden sollen, ist jedoch noch nicht bekannt.

Hintergründiges Ziel der Airline ist es, aus der Billig-Airline eine “Value Airline” zu machen. Dabei sollen natürlich in der aktuellen Situation Gesundheit und Sicherheit im Fokus stehen, aber auch Vertrauen und Solidarität bilden wichtige Säulen. Damit möchte sich die Airline von Billig-Konkurrenten wie beispielsweise Ryanair abheben. Die Tickets sollen jedoch weiterhin preiswert bleiben.

Um aktuell die Kunden auf dem neusten Stand zu halten hat Eurowings zudem ein neues Tool eingeführt, den sogenannten Reiseinformationsassistenten, der über die Website der Airline und über die App über aktuelle Entwicklungen berichtet. So soll man dort aktuelle Einreisebestimmungen für Länder und auch Hygienemaßnahmen in der Destination und in Hotels vorfinden können.

Fazit zu den Eurowings Plänen

Die Ziele von Eurowings klingen in der aktuellen Krise sehr ambitioniert. Ob die Airline wirklich die Gewinnschwelle in 2021 erreichen wird, bleibt abzuwarten. Trotz allem scheint die Airline Veränderung anzustreben – ob dies letztendlich positiv oder negativ für den Kunden sein werden, wird sich ebenfalls zeigen. Wir sind gespannt und berichten natürlich über die aktuellsten Entwicklungen. Was haltet Ihr von den Plänen der Billig-Lufthansa-Tochter?

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Autorin

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