Die nicht mehr ganz neue Luxusairline Beond wird einen neuen Airbus A321 erhalten. Das Schmalrumpfflugzeug wird als zweite Maschine die entstehende Flotte der Fluggesellschaft ergänzen.

Nachdem zuletzt vermehrt Schwierigkeiten am Beond-Luxushimmel gemeldet wurden und Flüge im Januar 2024 gestrichen werden mussten, kommt jetzt eine positive Nachricht aus den Kreisen der Premium-Freizeitfluggesellschaft. Beond wird einen neuen Airbus A321 anmieten, wie fvw berichtet.

Das zweite Flugzeug der Flotte

Der Airbus A321 wird das zweite Flugzeug der noch sehr kleinen Beond-Flotte. Bislang findet sich ein Airbus A319 im Besitz der Luxusairline. Dieser flog zuletzt für Sundair und wurde für Beond zu einer reinen Business Class Maschine umgebaut. Nun kommt ein weiteres Schmalrumpfflugzeug (Narrow-Body) hinzu. Tero Taskila, Chairman und CEO von Beond blickt der Einflottung mit Vorfreude entgegen:

Wir freuen uns, die Lieferung unseres zweiten Flugzeugs entgegenzunehmen. Unsere neuen Kunden in Mailand, Dubai und Bangkok werden beeindruckt sein, dieses atemberaubende Flugzeug an ihren Heimatflughäfen zu sehen.

Tero Taskila, Chairman und CEO von Beond
Beond A319
Beond Airbus A319

Beond positioniert sich auf dem europäischen Markt als Luxury-Leisure-Airline, die ihren Passagieren ausschließlich Business Class Plätze an Bord bietet. Erst im November des letzten Jahres fand der Jungfernflug mit ihrem Airbus A319 von München nach Malé statt. Neben der Verbindung ab München bietet die Premium-Freizeitfluggesellschaft auch Flüge ab Zürich auf die Malediven. Auf beiden Strecken mussten jedoch Frequenzen eingespart werden, sodass es auf der Route München – Riad – Malé nur ein einziger Flug anstelle von ursprünglich neun geplanten angeboten wird. Auf der Strecke Zürich – Dubai – Malé kommt es immerhin zu sechs anstatt neun vorgesehener Frequenzen. Die Anpassungen waren vornehmlich auf zu geringe Auslastungen zurückzuführen.

Beond A319 Sitze
Beond Airbus A319 Business Class Sitz

Wenngleich Beond mit einigen Rückschlägen zu kämpfen hatte, hegt die Boutique-Airline ambitionierte Wachstumspläne. Binnen der nächsten fünf Jahre möchte Beond ihre Flotte um 32 Maschinen erweitern und 60 neue Reiseziele ansteuern. Ab März 2024 sollen beispielsweise Dubai und Mailand in das Streckennetz mit aufgenommen werden. Ferner möchte Beond im Juli 2024 Bangkok ansteuern. An Investoren-Interesse mangelt es schließlich nicht, was die Airline großspurige Zukunftspläne anpeilen lässt.

Fazit zum Flottenneuzugang bei Beond

Beond hat die Anmietung eines neuen Flugzeugs bestätigt. Dahingehend soll die Flotte um einen Airbus A321 erweitert werden. Auch hier finden sich ausschließliche Business Class Sitze an Bord. Nähere Informationen zum Auslieferungsdatum des Schmalrumpfflugzeugs sind noch nicht bekannt. CEO Taskila implizierte jedoch, dass der Airbus A321 in Mailand, Dubai und Bangkok zu sehen sein wird. Die Premium-Freizeitfluggesellschaft hegt überdies ambitionierte Expansionspläne. Es bleibt spannend, welche weiteren Ressourcen für die Bedienung der genannten Strecken hinzukommen. Mit zwei Narrow-Bodies könnte das Programm ansonsten sportlich werden.

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Autorin

Bereits zu ihrer Schulzeit an der Kärntner Tourismus Schule hat Beate das Reisen für sich entdeckt. So verbrachte sie jeden Sommer im Ausland. Auch während ihres Tourismusmanagement-Studiums in Wien war Beate viel unterwegs. Bei reisetopia kann sie nun ihre Leidenschaft zum Schreiben und Reisen perfekt miteinander kombinieren.

Fragen? In der reisetopia Club Lounge auf Facebook beantworten wir Eure Fragen.

  • Wirkt auf mich wie eine Verlegenheitsexpansion, um Verluste im Tagesgeschäft in eine “Wachstumsstrategie” einzukleiden, die man wiederum neuen Kapitalgebern verkaufen kann. Das Problem: Das Geschäftsmodell “Boutiqueairline” ist ein brutaler Nischenbereich der Luftfahrt und bis auf die französische La Compagnie hat hier noch kein Wettbewerber lange überlebt. Kann Beond das wiederholen: Mit ziemlicher Sicherheit nicht, denn auch LC bedient Warmwasserziele nur saisonal und fokussiert sich ansonsten darauf New York mit Paris und Mailand zu verbinden, also zwei klassische Businessstrecken. Von den wesentlich geeigneteren A321Neos fange ich gar nicht an. Denke nicht, dass Beond über den Sommer hinaus noch fliegen wird. Schade um die schicke Lackierung.

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