Nachdem immer mehr US-amerikanische Fluggesellschaften die Mitnahme sogenannter Emotional Support Animals statt gratis kostenpflichtig machte, folgt mit American Airlines nun die nächste große US-Airline mit eben jenem Schritt. Dadurch werde diese nicht mehr als solche anerkannt und quasi verbannt.

Bei American Airlines kosten ’Emotional Support Animals‘ künftig ab 125 Dollar Gebühren und können somit nicht mehr kostenfrei in der Kabine mitgeführt werden, was einem Verbot aufgrund der Nicht-Anerkennung gleichkommt. Weiterhin erlaubt sind natürlich richtige Servicetiere. Das berichtet unter anderem The Points Guy.

Hilfstiere kosten künftig ab 125 Dollar Gebühr

American Airlines wurde die jüngste Fluggesellschaft, die nun ebenfalls sogenannte Emotional Support Animals vom kostenlosen Fliegen ausschließt, etwa einen Monat nachdem das Verkehrsministerium den Fluggesellschaften grünes Licht dafür gegeben hatte.

American Airlines 3

Die neue Regel, die am 1. Februar in Kraft tritt, verlangt von Passagieren, die mit einem emotionalen Hilfstier reisen, dass sie es als Handgepäck mitbringen, was mit einer Gebühr ab 125 Dollar verbunden ist, oder sogar als Aufgabegepäck, wie die Fluggesellschaft mitteilte. American Airlines beschränkt auch die Arten von Tieren, die in der Kabine reisen können, auf bestimmte Hunde- und Katzenrassen.

Our team is motivated by a purpose to care for people on life’s journey, and we believe these policy changes will improve our ability to do just that. […] We’re confident this approach will enable us to better serve our customers, particularly those with disabilities who travel with service animals, and better protect our team members at the airport and on the aircraft.

Jessica Tyler, Präsidentin der Frachtabteilung bei American Airlines

Servicetiere werden unter der neuen Richtlinie weiterhin akzeptiert, aber Reisende mit Behinderungen müssen mindestens 48 Stunden vor ihrem Flug das entsprechende Formular ausfüllen, das das Verhalten, das Training und die Gesundheit des Hundes bestätigt. Die Genehmigung ist ein Jahr lang gültig oder bis die Impfungen des Tieres ablaufen. Die Regeländerung kommt einen Monat nach der Ankündigung des US-Verkehrsministeriums, emotionale Unterstützungstiere nicht mehr als Servicetiere zu betrachten und definiert ein Servicetier als einen Hund, der individuell darauf trainiert ist, Arbeit zu verrichten oder Aufgaben zugunsten einer Person mit einer Behinderung auszuführen.

Delta Air Lines erkennt Pitbulls als Servicetiere an

Am Donnerstag schloss sich Delta Air Lines anderen Fluggesellschaften an und gab ebenfalls bekannt, dass die Airline ab dem 11. Januar keine emotionalen Unterstützungstiere mehr akzeptieren werden – zumindest nicht kostenlos. Die Fluggesellschaft wird auch ihr Verbot von Hunden vom Typ Pitbull aufheben, die sich als ausgebildete Servicetiere qualifizieren.

We applaud the DOT [US-Verkehrsministerium] for making this change and acknowledging the concerns that Delta and many other stakeholders have raised for the past several years. […] The DOT’s final rule enables airlines to put the safety of all employees and customers first, while protecting the rights of customers who need to travel with trained service animals.

Allison Ausband, Senior Vice President des Bordservice bei Delta Air Lines

Nächste Woche wird Alaska Airlines eine ähnliche Änderung der Richtlinien vornehmen, wird aber weiterhin emotionale Unterstützungstiere auf bereits gebuchten Reservierungen bis zum 28. Februar akzeptieren. Das Reisen mit Haustieren kann durchaus sinnvoll sein, erfordert aber einige zusätzliche Schritte und eine Vorausplanung, einschließlich der Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Impfnachweises, der Einarbeitung in die Richtlinien der einzelnen Fluggesellschaften und der Mitnahme aller wichtigen Utensilien.

Fazit zur Änderung der Support Animals-Richtlinie bei American Airlines

Seitdem es in den USA möglich war, Emotional Support Animals kostenlos an Bord im Flugzeug mitzuführen, gab es einige Kritik aus Richtung der Airlines, aber auch der Passagiere. Schließlich war es ein leichtes, das eigene Haustier als solch ein emotionales Unterstützungstier zu deklarieren und schon flog es gratis mit. Das nutzten natürlich etliche Passagiere aus. Dem schieben immer mehr US-Airlines nun jedoch einen Riegel vor und das ist mehr als verständlich. Schließlich fliegen die wirklich dringend benötigten Servicetiere, etwa für sehbehinderte Passagiere, weiterhin kostenlos mit.

Autor

Max saß irgendwann häufiger in einem Flugzeug als in einer Straßenbahn, und kam so nicht umhin sich immer mehr mit den Themen rund um das Sammeln von Meilen, sowie den besten Flug- und Reisedeals zu beschäftigen. Auf reisetopia teilt er mit euch die neusten Deals und wichtigsten Tipps!

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