Das Project Sunrise von Qantas ist seit langem im Fokus der australischen Airline. Durch die Pandemie hat sich der Zeitpunkt für den Linienbetrieb dieser Flüge nun auf das Jahr 2025 verschoben. Doch das eingesetzte Flugzeug steht fest.

Schon seit Jahrzehnten ist es Qantas’ Ziel, eine Direktverbindung von Sydney nach London durchzuführen. Mittlerweile ist es schon möglich, von den australischen Städten Darwin und Perth linienmäßig nach Europa zu fliegen; doch von Sydney und Melbourne sind bisher nur Testflüge zu sehen. Der Plan für die Aufnahme der Ultralangstrecke steht nach zweijähriger Pandemieverschiebung nun fest. Ebenfalls ist die Entscheidung für das eingesetzte Fluggerät getroffen, wie onemileatatime berichtet. Die Australier haben sich für diese Flüge für einen Airbus A350-1000 entschieden und möchten dieses Jahr noch bis zu zwölf Stück bestellen, damit der Linienbetrieb ab 2025 beginnen kann.

Was ist das Project Sunrise?

Qantas träumt schon lange davon, Direktverbindungen der Drehkreuze Sydney und Melbourne nach Europa und die US-Ostküste anzubieten. Ziele, wie New York und London, sollen in Zukunft auch ohne Zwischenstopp in Dubai, Darwin oder Los Angeles durchgeführt werden. Für die Aufnahme solcher Ultralangstrecken hat die Airline im Jahr 2017 die Flugzeugbauer Airbus und Boeing herausgefordert, ein Flugzeug für Strecken über 10.000 Meilen anzubieten. Dabei wurden die Flugzeugtypen A350 von Airbus sowie die Boeing 777X auf Modifikationen zur Steigerung der Reichweite untersucht. Die Herausforderung bei der Weiterentwicklung der Flugzeuge besteht dabei Extratanks einzubauen und das maximale Abfluggewicht zu steigern, damit die Maschine voll betankt und vollbesetzt mit Passagieren und Fracht die halbe Weltreise durchführen kann.

Neben den technischen Herausforderungen, muss ebenfalls an der Kabine gearbeitet werden. Auf Langstrecken dieser Entfernungen muss besonders viel Wert auf Komfort, Licht und Essen gelegt werden, da Flüge von 17 bis 21 Stunden physisch und psychisch für die Passagiere herausfordernd sind. Qantas ist für das Project Sunrise dazu bereit mehr zu investieren, weshalb auf diesen Flügen auch eine First Class angeboten wird.

Unbenannt
Die ersten Ultralangstrecken des Project Sunrise – gcmap.com

Im Dezember 2019 hat Qantas den Airbus A350-1000 angekündigt einzusetzen, solang Airbus den Anforderungen der Australier gerecht werden kann. Der Plan war es, die Flugzeuge im März 2020 zu bestellen und die Routings im Jahr 2023 aufzunehmen. Durch die Pandemie und dem dramatischen Einsturz des Umsatzes musste dieses Thema jedoch kurzfristig auf Eis gelegt werden. Doch das änderte sich nun und Qantas kündigt einen neuen Plan für Fluggerät und Routen beginn an.

Mit dem A350-1000 werden ab 2025 die ersten Destinationen angeflogen

Nach zwei Jahren Pandemie sieht sich Qantas wieder dazu in der Lage weiter in das Project Sunrise zu investieren. Die neuen Pläne für Flugzeugbestellung und Aufnahme der Ultralangstrecken stehen vorerst fest.

Noch im Sommer dieses Jahrs möchte Qantas die Bestellung von bis zu zwölf Airbus A350-1000 in der Ultralangstreckenvariante beim europäischen Flugzeugbauer aufgeben. Das ermöglicht den Australiern eine Aufnahme der Direktverbindungen nach London und New York im Jahr 2025.

A350-1000 Qantas
Bild: Qantas

Nach erfolgreicher Aufnahme dieser Strecken in drei Jahren stehen auch weitere Destinationen, wie Paris und Frankfurt auf der Agenda. Sogar neue Regionen mit den Zielen Rio de Janeiro und Kapstadt sollen von Down Under aus erschlossen werden.

Fazit zur Wiederaufnahme des Project Sunrise

Es ist das Projekt, von dem Qantas seit Jahrzehnten träumt und nun in die finale Phase geht. Durch eine zweijährige, pandemiebedingte Verspätung können im Jahr 2025 die ersten Nonstopflüge von Sydney und Melbourne nach London und New York im Linienbetrieb durchgeführt werden. Durch die enorme Zeitersparnis und die besonderen Herausforderungen, welche für diese Flüge extra bewältigt werden müssen, wird es interessant, wie viel teurer der Flug im Vergleich zur Umsteigeverbindung sein wird. Könnt ihr euch vorstellen über 20 Stunden in einem Flugzeug zu sitzen oder seid ihr lieber länger unterwegs und habt dafür einen Zwischenstopp?

Autor

Sobald Adrian einen Flughafen betritt, ist er glücklich. Es begeistert ihn in den Flieger zu steigen, aus dem Flugzeugfenster zu schauen und unsere Welt von oben zu sehen. Nach der Landung fasziniert es Adrian neue Orte, neue Kulturen zu erleben, gut zu essen und Menschen aus aller Welt zu treffen.

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  • Also ich bin immer wieder froh wenn ich mir in SIN oder DOH zwischendurch mal die Beine vertreten kann, mich frisch machen kann und in der Lage bin eine Lounge zu genießen. Ich würde für einen 20 Stunden Flug nicht mehr Geld ausgeben, aber ich fliege auch ausschließlich privat. Ich denke für Geschäftsleute könnte das eher interessant sein.

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