Mit Beginn der Osterferien kann es am Flughafen Berlin Brandenburg zu längeren Wartezeiten kommen.

Der Flughafen Berlin Brandenburg kämpft schon seit längerem mit Personalmangel. Aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen und den begonnenen Osterferien kann es zu längeren Wartezeiten kommen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Längere Wartezeiten sind möglich

Innerhalb der zweiwöchigen Osterferien erwartet der Hauptstadtflughafen rund eine Million Fluggäste. Der Betreiber rechnet mit 50.000 bis 65.000 Passagieren pro Tag. Für den Flughafen selbst ist es ein gutes Signal, dass so viele Reisenden wieder unterwegs sind. Jedoch brauchen Reisende am BER, wie auch am Frankfurter Flughafen, Geduld. Grund für Verzögerungen ist das knapp bemessene Personal in vielen Bereichen des gesamten Airports. Aletta von Massenbach, CEO der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, sieht an zwei Punkten die zentralen Probleme im Betriebsablauf, welche zu Verzögerungen führen können. Der erste Punkt ist die geringe personelle Besetzung an den Sicherheitskontrollen. Dort sollten Passagiere auf jeden Fall mit längeren Warteschlangen und -zeiten rechnen. Der andere kritische Bereich sind die Bodenverkehrsdienste, welche sich um die Abfertigung der Flugzeuge am Boden kümmern.

Grundsätzlich ist die Personaldecke bei vielen Partnern zum Osterreiseverkehr ausreichend, aber nicht komfortabel […]

Das war zum Jahresbeginn von Januar bis März noch in Ordnung. Aber für diese Spitzen, die wir jetzt erwarten, kann an neuralgischen Punkten des Flughafens wie bei den Bodenverkehrsdiensten und bei der Sicherheit der Puffer beim Personal fehlen.

Aletta von Massenbach, CEO der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Neben der dünnen Personaldecke muss sich der Flughafenbetreiber auch auf weitere personelle Ausfälle vorbereiten. Auftretende Covid-Infektionen von Mitarbeitenden des Hauptstadtairports können zu weiteren Personalausfällen führen und weitere Verzögerungen im Betriebsablauf verursachen.

Fazit zum Personalmangel am Berliner Flughafen

Der Flughafenbetreiber freut sich über die steigenden Passagierzahlen in Berlin und hofft auf eine weitere Normalisierung im Luftverkehr. Doch der Personalmangel ist schon seit längerem ein Problem am Hauptstadtflughafen. Dem Betreiber ist die Situation bewusst, jedoch ist das Rekrutieren von neuem Personal eine Herausforderung, so von Massenbach. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich das Personalproblem bis zum Beginn des verkehrsreichen Sommerflugplans gelöst hat.

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Sobald Adrian einen Flughafen betritt, ist er glücklich. Es begeistert ihn in den Flieger zu steigen, aus dem Flugzeugfenster zu schauen und unsere Welt von oben zu sehen. Nach der Landung fasziniert es Adrian neue Orte, neue Kulturen zu erleben, gut zu essen und Menschen aus aller Welt zu treffen.

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  • Und auch hier die Auswirkungen von jahrelangen Sparmaßnahmen. Das erfahrene Personal ist weg. Wenn dann der Bewerberstrom ausbleibt, könnte das auch am BER an mangelnder Attraktivität liegen. Das Management beschränkt sich scheinbar aufs Vertrösten der Passagiere und hofft, dass sich schon noch ein paar finden, die bereitwillig zu am besten noch schlechteren Konditionen arbeiten. Alles dafür, dass man weiterhin für 30€ nach Malle return fliegen kann.

    Zitat von der Flughafen Homepage:
    “An manchen Punkten wie dem Check-in oder an der Pass- und Sicherheitskontrolle sind Passagiere aufgefordert, mehr Zeit als vor der Pandemie einzuplanen.”
    Ein frühzeitiges Erscheinen bringt natürlich gar nichts, wenn der CheckIn erst geöffnet wird, wenn schon 50 Leute in der Schlange stehen.
    Und der angepriese VorabendCheckIn der LH? Der schließt nach offiziellen Angaben bereits um 19:30. Nicht mal in der jetzigen Situation scheint man hier ein größeres Zeitfenster anzubieten. In TXL dagegen war die Gepäckabgabe früher bis 21:00 möglich.

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