Im November müssen sich die Deutschen auf zeitlich begrenzte, aber harte Einschränkungen einstellen – das geht aus einem Entwurf für eine Beschlussvorlage des Bundes hervor, auf das sich jetzt alle 16 Bundesländer geeinigt haben, wie aus Medienberichten hervorgeht.

Die aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus sorgen dafür, dass nicht nur in Deutschland, sondern europaweit wieder stärkere Regeln zur Eindämmung der Pandemie gelten. Leichtere Eingriffe in Deutschland konnten den Anstieg der Zahlen dabei zuletzt nicht bremsen, weswegen die Bundesregierung nun vorprescht und wieder Restriktionen ähnlich denen im Frühjahr einführen möchte. Stark eingeschränkt wird damit auch der Tourismus, der laut der Beschlussvorlage im November erneut zum Erliegen kommt, wie unter anderem die Zeit unter Berufung der dpa berichtet. Unter den Länderchefs galten einige vorgeschlagene Maßnahmen als umstritten. Jetzt sind alle 16 Bundesländer mit den Vorgaben der Bundesregierung einverstanden.

Touristische Übernachtungen sind ab dem 2. November verboten

Die Beschlussvorlage der Bundesregierung ist jetzt bindend und wurde vor kurzem gemeinsam mit den Ministerpräsidenten beschlossen. Neben Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der Schließung von Restaurants sowie Freizeitangeboten wie Kinos, muss sich nun nach dem Willen der Bundesregierung auch der Tourismus auf einen harten November einstellen. Ab dem 2. November bis voraussichtlich Ende des Monats, hat die Bundesregierung ein Verbot von inländischen Übernachtungsangeboten zu touristischen Zwecken durchgesetzt.

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Dabei sollen für Aufenthalte in Hotels und anderen Unterkünften ab dem 2. November wieder die Regeln gelten, die bereits im Frühjahr angewandt wurden. So dürften entsprechende Betriebe weiterhin geöffnet bleiben, allerdings nur noch Übernachtungen für “notwendige Zwecke” anbieten. Konkret bedeutet das, dass Geschäftsreisen sowie in bestimmten Fällen auch wichtige private Reise (beispielsweise wegen Todesfällen in der Familie) weiterhin möglich bleiben würden. Verboten werden soll voraussichtlich nur die Übernachtung zu primär touristischen Zwecken. Genauere Details sollten im Laufe des Tages bekanntwerden, sofern sich die Länderchefs auf die scharfen Regeln der Bundesregierung einigen können.

Nicht verboten werden nach der Vorlage der Bundesregierung voraussichtlich Reisen als solche, sondern nur entsprechende Übernachtungsangebote zu touristischen Übernachtungszwecken. Gleichwohl geht aus der Vorlage nach der Pressemitteilung hervor, dass die Bundesregierung von jeglichen Reisen und Besuchen, auch bei Verwandten, abrät. Das ist zwar kein Verbot, aber ein starkes Gebot, generell auf Reisen zu verzichten.

Schließung des Tourismus gilt als sehr umstritten

Dass die Ministerpräsidenten der vorgeschlagenen Linie der Bundesregierung folgen werden, gilt keineswegs als gegeben. Gerade die Einschränkungen für den Tourismus gelten als zweifelhaft und wurden in den Diskussionen der letzten Tage immer wieder als Symbolpolitik beschrieben. So heißt es etwa in einem zwei Wochen alten Strategiepapier des Robert-Koch-Instituts: “erhöhte Mobilität (berufliche oder private Reisetätigkeit) bedeutet erweitertes Risiko; jedoch ist dieses Risiko nicht primär an den Ort der Reise oder ein spezifisches Gebiet gebunden, sondern hängt wesentlich von dem Verhalten des Einzelnen in einem Gebiet mit Virusübertragungen ab.” Darüber hinaus hält sich die Zahl der Infektionen, die sich offensichtlich in touristischen Betrieben ereignet haben, stark in Grenzen. Dennoch stellten sie sich nun geschlossen hinter die beschlossenen Maßnahmen der Bundesregierung, sodass die Vorgaben in allen 16 Bundesländern umgesetzt werden.

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Entsprechend hatten die meisten Verbände und Betriebe gehofft, dass sie mit Blick auf ein strenges Hygienekonzept trotz weiterer Einschränkungen auch in den nächsten Wochen und Monaten geöffnet bleiben dürfen. Die neuen Regeln der Bundesregierung werden nun also von den Ländern mitgetragen und kommt für viele Betriebe de facto einer Schließung gleich. Ein rentabler Betrieb mit reinem Fokus auf notwendige Reisen war schon im Frühjahr für kaum ein Hotel möglich. Dazu kommt, dass die Reserven bei vielen Hoteliers nach mehreren Monaten Schließung sowie auch im Sommer deutlich niedrigeren Gästezahlen aufgebraucht sind und ohne weitere Hilfen die Insolvenz droht.

Fazit zu den geplanten Maßnahmen der Bundesregierung

Die neuen Regelungen der Bundesregierung mit Blick auf das Verbot von touristischen Übernachtungen im Inland sind deutlich schärfer, als es der Tourismus vermutlich erwartet hätte. Mit der Umsetzung der Regeln ab dem 2. November, müssen erneut zahlreiche Betriebe schließen und endgültig um ihre Existenz bangen. Ob die Maßnahmen tatsächlich nur vier Wochen, also bis Ende November gelten oder doch noch weiter verlängert werden, lässt sich noch nicht absehen! Wir halten Euch auf dem Laufenden!

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Moritz liebt nicht nur Reisen, sondern auch Luxushotels in aller Welt. Auf der Suche nach neuen Erlebnissen hat Moritz schon dutzende Airlines getestet und mehr als 100 Städte erkundet. Auf reisetopia lässt er Euch an seinen Erlebnissen & Tipps teilhaben!

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  • Ich habe im November noch einen offenen Flug von Frankfurt zu meiner Freundin in Berlin. Fällt der Besuch unter touristische Übernachtungen? Der Besuch von Lebenspartnern etc. ist ja erlaubt meines Wissens. Will nur keine bösen Überraschungen oder Strafen bekommen am Flughafen.

  • Hallo, habt ihr schon Infos ob man die Hotels am Sonntag, 01.11 bereitd verlassen muss oder erst am Montag, 02.11 morgens normal zum Check-Out? Also Bzw. kann man von Sonntag auf Montag noch eine Nacht im Hotel verbringen oder muss man dann ab 00:00 nachts raus?

    • Hallo Moritz, ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher. Das wird vermutlich auch von Land zu Land unterschiedlich sein, sobald die entsprechenden Maßnahmen jeweils besprochen wurden. Ich gehe aber davon aus, dass ein Check-out am Montag weiterhin generell kein Problem ist, da das Verbot touristischer Übernachtungen erst ab dem 2. November (Check-in) gilt.

    • Stimmt und nicht nur Prof Hendrik Streeck sagt das. Gestern habe ich verschiedene Meinungen der Kassenärztlichen Vereinigung gehört und gelesen, die dasselbe sagen: es kommt Welle zwei, drei, vier… und was jetzt gemacht wird, hilft nicht. Es wird damit auch nicht das beabsichtigte Ziel der Maßnahmen erreicht. Die Akzeptanz in der Gesellschaft dafür wird mehr und mehr abnehmen und am Ende steht Angela Merkel mit Markus Söder einsam und verlassen da (vielleicht klatscht von links Karl Lauterbach und von rechts Christian Drosten).

  • Ich hab im November mal wieder Urlaub irgendwie trifft es immer mich wenn ich Urlaub habe gibt es einen Lockdown beziehungsweise eine Übernachtungsverbot😢😢😢

  • Leider kann ich die Formulierungen der Regeln von gestern nicht sicher interpretieren. Ich lese nur von Übernachtungsverbot in Hotels. Wie sieht es mit Reisen im Wohnmobil aus? In Bayern beginnen erst dieses Wochenende die Schulferien! Wird uns jetzt das Reisen im eigenen Wohnmobil und Übernachten auf Wohnmobil-Stellplätzen verboten? Die offizielle Formulierung lautet, dass touristische Reisen unterlassen werden SOLLTEN. Ist das als Verbot oder als “Wunsch” zu sehen?

  • Wie ist es denn, wenn ich meinen Urlaub in Deutschland im Oktober bereits gebucht und angetreten habe, und dieser bis Mitte November läuft? Muss ich diesen dann ab Sonntag 1. November abbrechen? Und wer kommt für die Kosten auf?

    • Hey Robin, ich gehe davon aus, dass du ihn ab dem 1. November abbrechen musst, ja. Zudem gehe ich auch davon aus, dass du das Geld vom Hotel wiederbekommst, hier würde ich aber direkt nochmal nachfassen. Viele Grüße

    • Ja so ist es, denk ich mal …
      Was für Kosten meinst du ?
      Die Hotelkosten dürften sie ja nicht in Rechnung gestellt werden da das Hotel ja den Vertrag nicht nachkommt, also zahlst du nur die Übernachtungskosten bis zu deiner Abreise

  • Sind Reisesn ins Ausland ab 02.11.2020 generell verboten? Auf der Seite das Auswärtigen Amtes bzw. der Bundesregierung nämlich offiziell nicht. D.h. ich kann wegfliegen?

  • Ich bin verunsichert. Was ist denn nun, wenn ich bereits in Urlaub BIN?
    Ich habe hier ein ganzes Haus für mich und meine Frau gemietet. Muss ich hier ab Montag abbrechen oder gilt die Regelung für alle Buchungen ab Montag?

    • Auch bisher war das so, dass man per Stichtag ziemlich unsanft zurückgeschickt worden ist… und der Hotelier hat ziemlich teure Folgen zu fürchten, wenn der sich nicht an die Vorgaben hält, er wird sich also mutmaßlich (wenn er kein fanatischer Überzeugungstäter ist) auf nichts einlassen.

  • Leider hat die Bundeskanzlerin bei allem Alarmismus und Aktionismus, den sie in den letzten Wochen ununterbrochen verbreitet, die erste und wichtigste Wahrheit vergessen: Das Virus ist weder nach den 4 Wochen Lockdown (anders kann man es nicht nennen) weg, noch wird es uns dann Ende des Jahres verlassen oder Anfang 2021… Es ist dann immer noch da und wir müssen damit leben (lernen)!

    Wie wird es jetzt weiter gehen: erstmal alles swchließen und in vier Wochen sind die Zahlen wieder niedriger. Dann kann man ja wieder öffnen (hoffentlich nicht mehr so zögerlich wie im Spät-Frühjahr / Früh-Sommer), dann gehen nach einigen Tagen, Wochen die Zahlen wieder hoch und man schließt erneut alles… Am besten wäre doch in Zukunft wohl in ungeraden Monaten alles zu schließen und in geraden Monaten alles hochzufahren und sich am Monatsende über die hohen Infektionszahlen aufzuregen, weil das böse Virus leider nicht die Flocke gemacht hat von diesem Planeten.

    Was die Bundeskanzlerin auch immer unter den Tisch fallen lässt: es gibt nur sehr wenig gesicherte Erkenntnisse über den Infektionsweg, worüber sich ein positiv getesteter angesteckt hat. Weil sich die Leute nach drei, vier Tagen schlichtweg nicht mehr erinnern können, mit wem sie alles wann wie lange Kontakt hatten. Die weit überwiegende Mehrheit der Infektionen bleibt einfach im Nebel des täglichen Lebens irgendwo stecken und sind nicht nachverfolgbar. (Ist übrigens auch die Aussage vom RKI.)
    Besser wäre ein Schutz von Risikogruppen und nicht die minutengenaue Erkundung des täglichen Lebens von Infizierten. Davon haben die anderen nichts. Wer Symptome hat, geht doch von sich aus zum Test. Den brauche ich nicht mehr dazu auffordern mit dem Anruf vom Gesundheitsamt und bis die geschafft haben, sich zu demjenigen durchzutelefonieren, werden die auch schon da sein.

    • Es glaubt auch niemand, dass das Virus durch die Maßnahmen “weg” geht, es geht einzig darum eine Überbelegung der Krankenhäuser und ITS zu verhindern. In anderen Ländern in Europa ist es dort teilweise schon zu spät. Und klar, wenn man im Dezember wieder lockert werden die Zahlen auch wieder steigen, das ist jedem bewusst.
      Risikogruppe sind übrigens ca. 40 % der Bevölkerung. Und es geht nicht darum Konktaktpersonen ohne Symptome zu testen einfach nur um sie zu testen, sondern um festzustellen ob sie für andere Personen, vor allem für Risikogruppen, ansteckend sind. Und dazu braucht’s eben die Kontaktverfolgung.

      • wieder völlig unklare Aussage ohne Quelle: “Risikogruppe 40% der Bevölkerung” Woher hast du diese Zahl? Das wären 32 Mio und Risikogruppe für was? zu sterben (kann nicht sein!), zu erkranken und ins Krankenhaus zu müssen?

        Wer mit diesen Zahlen (die aus der Bildzeitung oder sonstigen Panikmachern stammen dürfen) um sich wirft bewirkt das Gegenteil: Auswegslosigkeit und Angst wird generiert!

        Kontaktverfolgung kannst du vergessen, der Aufwand wäre ein Überwachungsstaat und den wollen die wenigsten hier (ausser K44 vielleicht?)

        Übirgens: das Übernachtungsverbot wird gekippt werden. Schon dreist einfach auf Bundesebene was zu verkünden, was zuvor von Ländern versucht wurde und von Gerichten gekippt wurde.

        Ich bin auch in einer Ferienwohnung, allerdings in Italien und da kam bisher keiner auf die Idee Touristen zu vertreiben – Mittagsessen ist noch erlaubt, was eh gesünder ist. Also auf ins Ausland!

      • Die Bilder im Frühjahr habe ich auch gesehen. Es wurde sogar am Rande erwähnt, dass Deutschland damals mit 28 Intensivbetten je 100.000 Einwohner gestartet ist in die erste Infektionswelle und in Italien gab es eben nur 5 Intensivbetten je 100.000 Einwohner. Das erklärt vielleicht einiges und auch in Deutschland wurden damals Patienten per Intensivtransporte in andere Krankenhäuser geflogen und gefahren. Nur wurde eben nicht großartig darüber berichtet.

        Es wurde und wird teilweise immer noch, eine Schreckensvision verbreitet, die nicht dem entspricht, was tatsächlich passiert. Natürlich gibt es Corona und natürlich ist diese Virus-Erkrankung bis heute nur in den Symptomen behandelbar (wie andere auch). Aber die wenigsten werden davon sterben und vorher auch keinen schweren Verlauf haben. Nur, wenn ich mir die Reden so anhöre (nicht nur von Karl Lauterbach der von 50.000 Toten bis Weihnachten geredet hat – mehr als bis jetzt irgendwie daran gestorben sind) tritt aber so ziemlich genau das bei jedem ein.

        Was fehlt, ist eine ordentliche Debatte um die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen, die man durchaus hinterfragen und in Frage stellen darf in einer Demokratie. Damit gehört man nicht automatisch zu Aluhut-Trägern und auch nicht in die rechte Ecke. Das war übrigens bei den Anti-Corona-Demos nur ein verschwindend geringer Teil, die da mitgelaufen sind.

        Die Kontaktverfolgung ist übrigens auch nicht unbedingt in jedem Bundesland als sinnvoll angesehen worden oder warum hat man in Sachsen-Anhalt nur freiwillige Listen in der Gastronomie eingeführt?
        Was hat man in Berlin nach der Kapitulation der Gesundheitsämter zur Kontaktnachverfolgung erklärt? Wer ein positives Testergebnis bekommt, soll doch bitte seine möglichen Kontakte der letzten Tage selbst informieren und zum Test auffordern. Wo liegt da der Fehler?

      • @Jimmy
        Dir auch einen guten Morgen. Leider kann ich dir nicht direkt antworten aber ich hoffe du liest es trotzdem.
        Bei den 40 Prozent hab ich mich leider verlesen, das war mein Fehler. Ich hatte gelesen, dass 40 Prozent der Coronapatienten (in der Schweiz) nicht zur Risikogruppe gehören [1]. Wenn man sich allerdings die Altersstruktur in Deutschland anschaut sieht man, dass ~ 40 Prozent der Menschen über 50 Jahre alt sind [2] und damit zur Risikogruppe gehören. Bedenkt man dann, dass dazu noch die Menschen mit Vorerkrankung kommen die jünger als 50 sind wird die Zahl sogar ein gutes Stück höher liegen.
        Kontaktverfolgung funktioniert übrigens ziemlich gut solang die Zahlen nicht über 50 / 100.000 in 7 Tagen steigen. Und sie ist auch einer der effektivsten Wege die Infektionsketten zu brechen. Einen Überwachungsstaat brauchst du dazu nicht. Noch einfacher wäre es wenn alle die Coronaapp installiert hätten aber leider ist das nicht der Fall.
        Ich hoffe übrigens auch, dass das Beherbergungsverbot gekippt wird, da stehen wir auf der gleichen Seite.
        Schade find ich allerdings, dass du nicht an einer sachlichen Diskussion interessiert zu sein scheinst. Stattdessen haltlose Unterstellungen (Zahlen aus der Bildzeitung, ich wolle einen Überwachungsstatt). Ich kann dir versichern, beides ist nicht der Fall. Die Springerpresse boykottier ich seit Jahren konsequent. Und ich war von Anfang an bei den Demonstrationen von Freiheit statt Angst dabei, ich würde mich als freiheitsliebend bezeichnen. Am Coronavirus zu sterben, ob nun selbst oder meine Verwandten oder Freund, oder auch jemanden damit anzustekcen ist für mich allerdings das Gegenteil von Freiheit. Deswegen sind wirkungsvolle und temporäre Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus für mich eine gute Sache.

        [1] https://www.mittellaendische.ch/2020/05/30/40-prozent-der-covid-19-patienten-gehören-nicht-zur-risikogruppe
        [2] https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61538/altersgruppen

    • Micha, gute Antwort, genau meine Meinung, leider sind Politker an der Macht irgendwie uneinsichtig und bekommen ja von der eigenen Wählerschaft sogar noch Applaus – andererseits kenne ich kennen im Freundeskreis, der Merkel&Söder Massnahmen gut finden, alle schütteln den Kopf!

    • “Mit dem Virus leben lernen” heisst ja eben genau, die Massnahmen zu akzeptieren und mit ihnen zu leben. Es ist letztlich ganz einfach: Wenn die Intensivstation voll ist, dann ist sie voll. Da gibt es kein upgrade auf eine andere Station, eher ein Downgrade in die Friedhofsklasse.

      • die Frage ist, OB die Intensivstation voll wird und ob man einfach akzeptieren muss, dass Menschen sterben, wie an Krankheiten auch?

        Oder Tsumani 2004 tötete 204.000 Menschen, einfach so – wieso hat man da nichts gegen gemacht? Wer ist verantwortlich?

        Jeder Flugzeugansturz ist eine Tradgödie, aber wird deshalb Fliegen verboten?

  • Hier wird leider vollkommen vergessen, dass bereits früher Gerichte die Verbote gekippt haben, weil eine Verhältnismässigkeit nicht nachgewiesen werden konnte.

    Letztlich sorgt allein die Diskussion über dieses Thema zu einem “shutdown” ohen den zu so zu nennen oder anzuordnen. Das ist Taktik und Kalkül der ganzen Angst und Panikszenerie:

    – wer reist, soll ein schlechtes Gewissen bekommen, also besser gar nicht reisen!
    – wer reist, soll von den Angsthasen unter den Freunden auf die “Gefahr” hingewiesen werden. Weil die dann keinen Kontakt mehr mit dem jenigen wollen, der nicht das macht was die Obrigkeit empfiehlt und weil ja “die Gefahr” da ist, dass der sich auf seinen Reisen infiziert hat, wird sich der disziplinierte Deutsche das genau überlegen (ob er die Freundschaft riskieren will) – Folge: nicht reisen, oder inkognito also weder Facebook, noch Instagramm posten.

    Bei Rückkehr, erst 14 Tage später was von erzählen etc.

    Oder halt gleich zuhause bleiben, wie die Angie das so will.

    Zur Info: ich sehe weder einen nationalen Notstand noch einen Grund nicht mehr zu reisen, denn oft treffe ich auf Urlaubsreisen weniger Menschen als im normalen Alltagsleben. Geschäftsreisen zu erlauben widerspricht sich übrigens: denn dort gibt’s in aller Regel mehr Kontakte!

    • Stimmt, was fehlt ist die Verhältnismäßigkeit und vor allem eine Diskussion darüber, die man durchaus führen darf. Manches erinnert mich an das Jahr 2015. Da gab es ein anderes Problem und wohin das in der Gesellschaft geführt hat, sieht man heute. Das werden die wenigsten damals gewollte und voraus gesehen haben. So wird es meiner Meinung nach wieder kommen und dann will es niemand gewesen sein.

  • Na Klasse, ich wollte am 06. November nach Frankfurt fliegen, dort den Coronatest machen und am nächsten Tag weiter ins Ausland (wo ich den Test brauch). Das kann ich dann wohl vergessen.

    • @K44 Das könnte vielleicht bei Ihnen unter “Transit” gehen- vielleicht gibt es da Ausnahmen bzw. würde ich empfehlen, dass mit ihrem Hotel abklären.

    • es sind viele hirnrissige entscheidungen. was ist mit denen wo der flug verschoben wird und sie am airport ins hotzel müssen ? ab mit oma auf die parkbank für 24 stunden ?

      uns haben sie den flug um 1 tag verschoben so dass 1 hotewlübernachtung am airport notwendig wird. was geht was nicht. eine hotelübernachtung am airport als touristisch einzustufen ist grenzwertig, 1 woche an der ostsee ist was anderes.

      lauter kram wird in die luft geworfen ohne zu konkretisieren oder am ende wird doch was anderes gemacht. meinen oktober urlaub hatte ich abgesagt wegen der 5 tages zwangsquarantäneankündigung .. und ? wo war sie, alles umsonst und viel geld weg.

      die politiker baucne zu viel bockmist und die maskenverweigerer bekommen tüten mit gummibärchen mit bitte-maske-bitte-aufdruck statt bussgelder .. usw..usw,,

    • Hallo Werner, der aktuelle Vorschlag würde Reisen ins Ausland nicht verbieten. Das wäre schon rechtlich sowieso nur dann möglich, wenn eine Ein- und Ausreise verboten wird, weil die Bundesregierung offensichtlich keinen Einfluss darauf hat, was andere Länder zulassen und was nicht. Grenzschließungen werden allerdings voraussichtlich vermieden, sodass ich mir hier keine größeren Sorgen machen würden. Einzig mögliche Quarantänebestimmungen bei der Einreise wären zu beachten.

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