100 Millionen Dollar, umgerechnet gut 89 Millionen Euro, möchte Boeing Hinterbliebenen und betroffenen Gemeinden nach den zwei verheerenden Flugzeugabstürzen der Boeing 737 MAX-Modelle zur Verfügung stellen.

Dabei soll das Geld komplett unabhängig der nebenher laufenden zahlreichen Klagen betroffener Personen ausgezahlt werden. Neben Familien, sollen damit auch diverse Förderprogramme unterstützt werden.

Geld für Angehörige, Gemeinden und Projekte

Nach den kurz hintereinander folgenden Abstürzen zweier Flugzeuge des Typs Boeing 737 MAX mit insgesamt 346 Toten, möchte der amerikanische Flugzeugbauer Boeing Hinterbliebenen und Gemeinden, die direkt oder indirekt von den Abstürzen betroffen waren und sind, 100 Millionen Dollar zukommen lassen. Das Geld soll dabei komplett unabhängig der parallel laufenden Gerichtsverfahren, die gegen Boeing laufen, ausgezahlt werden. Neben Familienangehörigen, soll das Geld auch in Projekte fließen, zum Beispiel im Bereich Ausbildung und Entwicklung. Die Finanzierung soll dabei in Zusammenarbeit mit Nicht-Regierungsorganisationen und örtlichen Behörden geschehen.

737 Max Cockpit
Bildquelle: Boeing

Vor Gericht verhandelt Boeing momentan mit Hinterbliebenen der Abstürze über einen Vergleich. Einig ist man sich indes bereits über einen möglichst raschen Ausgang der Verhandlungen, um etwaige Entschädigungen schon nach kurzer Zeit an die Angehörigen ausgeben zu können, um jahrelange Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden, zum Wohle aller Parteien, so Boeing. Konkret wird noch über den ersten 737 MAX-Absturz, der am 29. Oktober letzten Jahres in Indonesien geschah, verhandelt. Anschließend geht es um den zweiten MAX-Absturz vom 10. März diesen Jahres in Äthiopien. Boeing wird seit der beiden Totalverluste vorgeworfen, die Sicherheit gänzlich vernachlässigt zu haben. Dadurch befindet sich der amerikanische Flugzeugbauer aktuell in einer tiefen und schier endlosen Krise.

Fazit zu Boeings Entschädigung

100 Millionen Dollar, oder 89 Millionen Euro, klingen erstmal nicht schlecht. Natürlich dürfte das wohl kaum die Trauer und den Schmerz der Hinterbliebenen in irgendeiner Form lindern, aber immerhin ist es eine kleine Stütze. Allerdings ist jedoch fraglich, wie viel nach der Aufteilung auf alle Angehörigen und die ganzen Gemeinden, inklusive der diversen Projekte, letztlich für “den Einzelnen” übrig bleibt. Immerhin tut Boeing überhaupt endlich etwas für die betroffenen Personen und Gemeinden und das nebst der noch laufenden Klagen gegen den Flugzeugbauer, auf dessen Ausgang noch mit Spannung gewartet wird.

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Max saß irgendwann häufiger in einem Flugzeug als in einer Straßenbahn, und kam so nicht umhin sich immer mehr mit den Themen rund um das Sammeln von Meilen, sowie den besten Flug- und Reisedeals zu beschäftigen. Auf reisetopia teilt er mit euch die neusten Deals und wichtigsten Tipps!

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