Die Bundesregierung hebt ab dem 1. Juli die Reisewarnung für touristische Reisen in Corona-Risikogebiete auf. Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich heute zu dieser Entscheidung geäußert.

Über ein Jahr ist es nun schon her, dass die Bundesregierung Reisewarnungen für Risikogebiete ausgesprochen hat, um touristische sowie nicht zwingend notwendige Reisen ins Ausland so gering wie möglich halten zu können. Diese Reisewarnungen stehen dabei immer in Verbindung mit gewissen Ein- und Ausreisebestimmungen, die sich in Hinblick auf das Infektionsgeschehen schnell ändern können. Nun werden jegliche Reisewarnungen für touristische Reisen in Corona-Risikogebiete ab dem 1. Juli entfallen, wie unter anderem die Tagesschau, das Handelsblatt und die Welt berichten.

Aufhebung der Reisewarnungen ab dem 1. Juli

Der Bundesaußenminister Heiko Maas von der SPD hat sich am heutigen Freitag in Berlin zu den neuen Beschlüssen hinsichtlich der Abschaffung von Reisewarnungen für Risikogebiete geäußert. In seiner Ansprache verkündet er neue Reisefreiheiten nach monatelangen Beschränkungen infolge des Lockdowns.

Europäische Kommission

Dennoch warnt Maas vor naivem Verhalten, denn die Pandemie sei noch nicht überwunden und die Lockerungen sollen nicht zu sorglosem Agieren verleiten. Als konkretes Beispiel verweist der Politiker auf die Zustände in Südamerika und Asien. Aus diesem Grund leitet Maas die diesjährige Sommersaison unter dem Motto „Reisen mit Vernunft und Augenmaß” ein.

Nach langen Monaten des Lockdowns dürfen wir uns auf mehr Normalität freuen, das gilt auch für das Reisen. […] Bei aller berechtigten Zuversicht ist das Fehlen einer Reisewarnung aber eines nicht: die Einladung zur Sorglosigkeit.

Heiko Maas, Bundesaußenminister Deutschlands

Die Lockerungen betreffen rund 100 Länder weltweit, die bislang noch seitens Deutschland als Corona-Risikogebiete eingestuft worden sind. Konkret bedeutet das, dass die Bundesregierung ab Juli nicht weiter von touristischen Reisen abrät, sondern künftig in den Informationen des Auswärtigen Amts nur noch „um besondere Vorsicht” geboten wird.

Flughafentransfer Airport München
Bild: Munich Airport

Das wird dann die Länder der EU – darunter beispielsweise Italien, große Teile Spaniens und ab kommenden Sonntag auch ganz Österreich – sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz betreffen.

Deshalb werden wir auch in Zukunft vor Reisen warnen, wo es Sinn macht: bei Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten.

Heiko Maas, Bundesaußenminister Deutschlands

Derzeit gelten die Reisewarnungen für alle Destinationen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 50. An besagtem 1. Juli wird die Warnung dann nur noch ab einer Inzidenz von 200 oder in Regionen, die von gefährlichen Virusvarianten betroffen sind, bestehen bleiben. Dazu zählen momentan weltweit lediglich rund 40 der insgesamt rund 200 Länder.

Fazit zu den neuen Beschlüssen der Bundesregierung

Die neuen Beschlüsse bedeuten gute Neuigkeiten für Reiseliebhaber und Familien, die einen Urlaub in den bevorstehenden Sommerferien kaum mehr abwarten können. Denn durch die Aufhebung der Reisewarnungen können auch wieder weite Teile Europas bereist werden. Natürlich müssen in den jeweiligen Destinationen weiterhin alle Corona-Auflagen beachtet werden und die Regierung appelliert an die Vernunft der Reisenden, nicht zu übermütig zu werden. Aussagen über die Quarantäne- und Testpflicht, die Reisende bei Rückkehr nach Deutschland aus einer als Risikogebiet deklarierten Region bislang einhalten mussten, wurden derzeit noch nicht getroffen.

Autor

Emily reist schon seit sie denken kann und ist fasziniert von der Luftfahrt. Den Traum, Flugbegleiterin zu werden, hat sie erst einmal hinten angestellt und studiert derzeit Internationales Tourismusmanagement an der Nordseeküste. Sie freut sich darauf, Euch auf ihrem Weg mitzunehmen!

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