Seit mittlerweile knapp drei Monaten bietet American Express neu strukturierte Neukundenboni in Deutschland – die besonders attraktive Aktion dürfte dabei auch mit der aufstrebenden Konkurrenz zu tun haben!

In der Welt der Meilen und Punkte gab es rund um den Konflikt im Iran und die Folgen für Vielfliegerprogramme zuletzt so einige schlechte Nachrichten. Doch zumindest mit Blick auf Finanzprodukte in diesem Kontext hat sich zuletzt viel Positives getan – mitunter zeigt sich das beim Neukundenbonus der American Express Kreditkarten. Angestachelt von der aufstrebenden Konkurrenz bietet der Platzhirsch nicht nur einen rekordverdächtigen Bonus, sondern auch eine interessante Staffelung!

American Express verteidigt Stellung durch rekordverdächtige Boni

Wie sehr American Express darauf setzt, neue Kunden auch weiterhin zu überzeugen, zeigt sich einerseits am hohen Niveau der aktuellen Boni. Das gilt insbesondere für die American Express Rosé Gold Card, die nach einer ersten Aktion dieser Art im vergangenen Jahr noch immer mit einem Rekordbonus von bis 55.000 Membership Rewards Punkten ausgelobt wird. Für eine Karte mit einer Jahresgebühr von 240 Euro ein ausgesprochen attraktives Angebot.

American Express Gold Card

Bis zu 50.000 Punkte Willkommensbonus
  • 180 Euro SIXT Plus und 50 Euro SIXT Rent Guthaben
  • 80 Euro Lodenfrey Guthaben
  • 60 Euro Freenow Taxiguthaben
  • Wertvolle Punkte sammeln mit jedem Euro Umsatz
  • Vielseitige Rabatte dank Amex Offers
  • Farbauswahl zwischen Gold und Roségold
  • Umfangreiche Reiseversicherungen inklusive
  • Hotelstatus und Reisevorteile inklusive
20 Euro Monatsgebühr

Auch bei der American Express Platinum Card bewegt man sich auf Rekordniveau. Zwar gab es hier in der Vergangenheit teilweise sogar schon einen Bonus von 100.000 Punkten, allerdings war dies während der Pandemie und wurde seitdem nie wieder erreicht. Im Vergleich zu den Vorjahren ist ein Bonus von bis zu 85.000 Punkten eine Höchstmarke.

Doch das ist nicht alles, denn nachdem Ende vergangenen Jahres bereits eine Reduzierung des Mindestumsatzes von 13.000 auf 10.000 Euro vorgenommen wurde, wird mittlerweile sogar eine Staffelung angeboten. So gibt es schon ab nur 6.000 Euro einen ersten Bonus von 45.000 Punkten, bei weiteren 4.000 Euro Umsatz dann noch einmal 40.000 Punkte.

American Express Platinum Card

Bis zu 85.000 Punkte Willkommensbonus
  • 200 Euro Online-Reiseguthaben pro Jahr für Flüge, Hotels und mehr
  • 200 Euro SIXT ride Guthaben pro Jahr
  • 150 Euro Restaurantguthaben pro Jahr
  • 100 Euro Shoppingguthaben pro Jahr
  • Bis zu 200 Euro Rabatt & Priority Vorteile bei Condor Flugbuchungen
  • Kostenloser Lounge-Zugang inkl. Gast in 1.550 Lounges weltweit
  • Wertvolle Punkte sammeln mit jedem Euro Umsatz
  • Kostenfreie Platinum Partnerkarte inkl. aller Vorteile
  • Bestes Versicherungspaket in Deutschland
  • Upgrades, Frühstück und weitere Statusvorteile in Hotels
720 Euro Jahresgebühr
Moritz
Dank weltweitem Lounge-Zugang, idealen Versicherungen und mehr ein Muss für jeden Vielreisenden

Auf den Monat gerechnet gibt es den Willkommensbonus für die Platinum Card so bereits bei vergleichsweise moderaten 1.000 Euro monatlichem Umsatz, zumindest die niedrigere Schwelle. Dadurch wird der Neukundenbonus der Premium-Karte deutlich zugänglicher, zumal auch ein Umsatz von knapp 1.666 Euro im Monat für den kompletten Bonus für viele nicht gänzlich unrealistisch sein dürfte.

Noch moderater sind die Schwellen für den Mindestumsatz bei der American Express Gold Card, bei der schon 500 Euro Umsatz im Monat reichen, um die erste Bonusschwelle zu erreichen. Den vollen Bonus gibt es hier ab machbaren 833 Euro im Monat, sodass selbst der komplette Neukundenbonus hier für nahezu jeden erreichbar sein dürfte!

Revolut greift American Express immer stärker an

Dass American Express die Aktionen nicht nur mit Blick auf die Boni, sondern auch die Mindestumsätze zuletzt noch einmal relevant verbessert hat, dürfte verschiedene Gründe haben. Zum einen spielt sicherlich der leicht sinkende Wert von Membership Rewards Punkten durch die Anpassung bei Transferraten im vergangenen Jahr sowie die Entwicklungen bei Vielfliegerprogrammen aufgrund der aktuellen Situation eine Rolle. Zum anderen dürfte allerdings insbesondere der Konkurrenzdruck ein starkes Argument sein.

War American Express in den vergangenen Jahren auf dem deutschen Markt für Premium-Kreditkarten einerseits und Meilen-Kreditkarten andererseits nahezu unangefochten, ändert sich das aktuell immer mehr.

Revolut wird mit RevPoints zum Amex Membership Rewards-Konkurrenten

Speziell der Start von Revolut RevPoints mit einer flexiblen Meilenwährung, die sich mittlerweile auch zu einer zunehmenden zahl an Vielfliegerprogrammen im Verhältnis 1:1 transferieren lassen, dürfte für das beliebte Membership Rewards Programm schon heute ein Angreifer sein, spätestens in den kommenden Jahren aber gar zu einem echten Konkurrenten erwachsen.

Das sieht man nicht zuletzt am Werbedruck der britischen Neobank, die mittlerweile an nahezu jedem deutschen Flughafen offensiv für ihr Produkt wirbt. Dass Revolut gleichzeitig auch stark auf Premium-Konkurrenten im Kartenbereich geht und sogar eine Kreditkarte statt der bislang üblichen Debitkarten plant, dürfte sein Übriges tun. Schon heute ist Revolut Ultra für manche Kundenkreise zu einer Alternative zur zuvor in Deutschland nahezu unangefochtenen American Express Platinum Card avanciert.

Deutsche Bank und Chase in den Startlöchern

Doch American Express dürfte mit der besonders attraktiven Aktion auch einem noch stärkeren Konkurrenzkampf in den nächsten Jahren vorbauen. Kunden, die man jetzt schon gewinnen und binden kann, sind sicherlich ein Gewinn. Denn die Konkurrenz wird schon bald noch deutlich stärker werden, sowohl im Premium- als auch im Meilen-Segment.

Ein anschauliches Beispiel dafür sind etwa die im vergangenen Herbst gestarteten Klarna Premium-Abonnements, bei denen transferierbare Punkte und Premium-Leistungen eine relevante Rolle spielen. Zwar sehen wir die Klarna Abos bisher nicht auf dem Niveau von American Express oder Revolut, doch auch hier sind weitere Verbesserungen zu erwarten.

Dazu kommt, dass die Deutsche Bank voraussichtlich in den nächsten Wochen damit beginnen dürfte, neben bestehenden Miles & More Kreditkartenkunden auch Neukunden anzusprechen. Relevante Neukundenboni und mehr Werbedruck sind auch hier zu erwarten. Dass American Express hier mit attraktiven Aktionen weiter entgegenhalten möchte, kommt nicht überraschend.

Bald dürfte man mehr Werbung für die Miles & More Kreditkarten sehen

Im Hintergrund wartet zudem noch ein weiterer Konkurrent: Die US-Bank J.P. Morgan hat in Berlin in den vergangenen Monaten bereits ein Team aufgebaut und wird schon bald mit einem ersten Produkt an den Markt gehen. Zwar wird es sich hier nach übereinstimmenden Medienberichten zuerst um ein Tagesgeldkonto handeln, doch langfristig ist bei der amerikanischen Bank mit Appetit auf mehr zu rechnen.

So könnte zumindest auf absehbare Zeit ein Konkurrent erwachsen, mit dem American Express sich in den USA in den vergangenen Jahren einen immer intensiveren Kampf um Kunden geliefert hat. Für Kunden sind die aktuellen Aktionen mit Rekordbonus und verhältnismäßig moderatem Mindestumsatz ein hervorragender Vorbote dafür, dass sich die Konkurrenzsituation zunehmend verschärfen dürfte.

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Autor

Moritz hat sich über die Jahre ein enormes Wissen über Finanzprodukte, Loyalitätsprogramme und Luxusreisen angeeignet. Für Luxushotels, First Class Flüge sowie die Details von Kreditkarten, Tagesgeldkonten und mehr ist Moritz genau der richtige Ansprechpartner!

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