In den vergangenen Wochen kannten die Zinsen beim Tagesgeld nur den Weg nach oben, trotz gleichbleibender Leitzinsen. Setzt sich dieser Trend auch im neuen Jahr fort?
Über das Jahr verteilt hat sich im reisetopia Tagesgeld-Vergleich ein interessanter Trend gezeigt. Nachdem die Zinsen durch sinkende EZB-Leitzinsen bis Juli tendenziell rückläufig gewesen waren, zeigte sich seitdem ein steiler Aufwärtstrend. Getrieben sind die Entwicklungen dabei von neuen Spielern auf dem Markt und einer intensiven Wettbewerbssituation. Sollte man diese Situation nutzen oder erwarten einen im Jahr 2026 sogar noch bessere Angebote?
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Keine klare Tendenz bei den EZB-Leitzinsen
Vereinfacht gesagt orientieren sich die durchschnittlich angebotenen Zinsen beim Tagesgeld am Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB). Bei dieser erhalten Banken aktuell einen Zinssatz von 2 Prozent für ihre Einlagen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Banken, sehr simplifiziert gesprochen, keinen relevant höheren Zinssatz als diesen bieten können, ohne Verlust zu machen.
Abgesehen von den vergangenen Monaten konnte man entsprechend auch genau beobachten, dass der Markt sich stark an den angebotenen Leitzinsen orientiert hat. Zum Jahreswechsel 2023/2024, als zuletzt ein Höhepunkt bei den EZB-Leitzinsen erreicht wurde, gab es auch Tagesgeldangebote mit Zinsen von mehr als 4 Prozent. Zur Jahresmitte 2025, als die Leitzinsen auf das aktuelle Niveau gefallen waren, sank auch der Schnitt der angebotenen Zinsen auf weniger als 2 Prozent.
Entsprechend wichtig ist für die weitere Zinsentwicklung, was man hinsichtlich der Leitzinsen im neuen Jahr erwarten kann. Gerade hier sind Voraussagen für das Jahr 2026 allerdings kompliziert, weil die Inflation hartnäckig auf einem Niveau über dem Ziel der Währungshüter von 2 Prozent liegt. Das spricht nicht nur gegen Leitzinssenkungen, sondern tendenziell sogar für Zinserhöhungen.
Gleichzeitig kommt die Wirtschaft nicht in allen Teilen Europas gleichermaßen in Gang, was wiederum für eine Senkung der Leitzinsen sprechen würde. Die Expertenstimmen zeigen entsprechend kein klares Bild, weswegen man davon ausgehen sollte, dass die Leitzinsen sich auch im Jahr 2026 insgesamt auf einem ähnlichen Niveau bewegen werden wie 2025.
Konkurrenzkampf um neue Kundengelder dürfte sich fortsetzen
Entsprechend ändert sich an den Rahmenbedingungen für die Banken in den kommenden Monaten nur wenig. Das wiederum dürfte zur Folge haben, dass der starke Wettbewerb weitergeht, zumal einige der im Jahr 2025 neu in Deutschland gestarteten Banken weiterhin einen hohen Wachstumsdruck verspüren. Die Zeit der Lockangebote dürfte somit bisher nicht vorbeisein.
Ein anschauliches Beispiel hierfür ist das BBVA Girokonto, denn die spanische Bank bietet bei ihrem neu in Deutschland angebotenen Produkt eine eingebaute Tagesgeldfunktion. Für jegliches Guthaben auf dem Girokonto gibt es ab Eröffnung für sechs Monate einen Zinssatz von 3 Prozent, wodurch sich eine der attraktivsten Anlageoptionen in Deutschland ergibt.
BBVA Tagesgeld
- 3 Prozent Zinsen für sechs Monate
- 0,5 Prozent Zinsen für Bestandskunden
- Hoher Anlagebetrag bis 500.000 Euro
- Monatliche Zinsausschüttung
- Solide Einlagensicherung
Dass die Spanier Anfang 2026 auf einmal weniger aggressiv auftreten, ist nicht zu erwarten. Genauso wenig gilt das für das neue bforbank Tagesgeld, das im Grunde ebenfalls eine Kombination mit einem Girokonto ist. Die bekannte französische Direktbank ist erst seit wenigen Monaten auf dem deutschen Markt aktiv und versucht es mit einem anderen Ansatz: Der Zinssatz von 2,1 Prozent wirkt niedriger, wird aber für ganze zwölf Monate garantiert.
Bforbank Tagesgeld
- 2,1 Prozent Aktionszins für zwölf Monate
- 1 Prozent Zinsen für Bestandskunden
- BegrenzterAnlagebetrag
- Jährliche Zinsausschüttung
- Solide Einlagensicherung
Dass sich etablierte Anbieter in Deutschland von diesem Konkurrenzdruck anstecken lassen, hat sich in den vergangenen Monaten deutlich gezeigt. Ob beim Volkswagen Bank Tagesgeld, dem Consorsbank Tagesgeld oder dem Suresse Tagesgeld – überall werden Rekordzinsen ausgelobt, die so vor einigen Monaten noch undenkbar gewesen wären.
BBVA Tagesgeld
- Aktion: 20 Euro mit dem Code BONUS
- Zinssatz: 3,0 Prozent p.a.
- Zinsgarantie: 6 Monate
- Anlagebetrag: bis 500.000 Euro
- Einlagensicherung: 100.000 Euro
- Zinsausschüttung: monatlich
Suresse Tagesgeld
- Zinssatz: 3,0 Prozent p.a.
- Zinsgarantie: 4 Monate
- Anlagebetrag: bis 999.999 Euro
- Einlagensicherung: 100.000 Euro
- Zinsausschüttung: monatlich
Volkswagen Bank Tagesgeld
- Zinssatz: 2,9 Prozent p.a.
- Zinsgarantie: 6 Monate
- Anlagebetrag: unbegrenzt
- Einlagensicherung: 3.000.000 Euro (BdB-Fonds)
- Zinsausschüttung: monatlich
BforBank Tagesgeld
- Zinssatz: 2,1 Prozent p.a.
- Zinsgarantie: 12 Monate
- Anlagebetrag: bis 70.000 Euro
- Einlagensicherung: 100.000 Euro
- Zinsausschüttung: jährlich zum 31.12.
comdirect Tagesgeld PLUS
- Aktion: 75 Euro Bonus
- Zinssatz: 1,75 Prozent p.a.
- Zinsgarantie: 12 Monate
- Anlagebetrag: bis 1.000.000 Euro
- Einlagensicherung: 3.000.000 Euro (BdB-FondS)
- Zinsausschüttung: quartalsweise
Amerikanische Großbank verschärft den Wettbewerb weiter
Spannend dürfte es im Jahr 2026 vornhemlich deshalb werden, weil die Zahl der Anbieter für Tagesgeldkonten in Deutschland noch weiter wachsen dürfte. Besonders gespannt sein darf man auf den Marktstart von JPMorgan Chase in Deutschland sein. Die mitunter größte Bank der Welt will hierzulande nämlich genau mit einem Tagesgeldkonto starten, und das schon in wenigen Monaten.
Dass die Amerikaner ankündigen, mit einem besonders attraktiven Angebot zu starten, dürfte nicht überraschen. Klar ist allerdings auch schon: Wenn J.P. Morgan kommt, werden die deutschen Banken reagieren und ebenfalls die Zinsen nach oben schrauben, mindestens für einen Aktionszeitraum. Der Marktstart dürfte entsprechend noch einmal zusätzlichen Schwung in den Markt bringen.
Denkbar scheint zudem, dass auch weitere Anbieter sich auf dem deutschen Markt versuchen. Das gilt im Bereich Geldanlage besonders, denn kaum ein anderer Markt weltweit bietet eine so hohe Zahl an Anlegern, die auf Produkte wie ein Tagesgeld oder Festgeld setzen. Entsprechend interessant ist ein Marktstart hierzulande für viele Banken.
Wechseln und Vergleichen beim Tagesgeld lohnt sich auch im Jahr 2026
Klar scheint schon jetzt, dass es sich auch im Jahr 2026 lohnen wird, jederzeit die Augen offen zu halten. Egal ob beim Tagesgeld ohne Girokonto oder einem Tagesgeld mit monatlicher Zinsausschüttung – man darf sich mit großer Sicherheit auf Angebote freuen, die mindestens so attraktiv sein werden, wie die besten der vergangenen zwölf Monate.
Wie schon zuvor gilt dabei als goldene Regel: Wer immer wieder vergleicht und auch bereit ist, nach drei, sechs oder zwölf Monaten noch einmal die Bank zu wechseln, profitiert besonders. Das sogenannte Tagesgeld-Hopping könnte bei immer mehr Banken und immer höheren Aktionszinsen so zu einem noch weiter verbreiteten Vorgehen werden.
Wer sich geschickt anstellt, könnte sich das gesamte Jahr hindurch einen Zinssatz von 3 Prozent und mehr sichern. Im Vergleich zum Niveau vieler Hausbanken, die einen Zinssatz von 1 Prozent und weniger bieten, lässt sich enorm viel zusätzlicher Ertrag generieren. Bei einer Anlage von 10.000 Euro wären es beispielsweise beim simplen Vergleich 200 Euro vor Steuern.
Gerade für diejenigen, die höhere Summen anlegen, gilt daher: Das Jahr 2026 dürfte für die Anlage in Tagesgeldprodukten ausgesprochen spannend werden. Selbst bei gleichbleibenden EZB-Leitzinsen dürfte der aggressive Zinswettbewerb weitergehen, wodurch sich für Kunden attraktive Möglichkeiten ergeben!
BBVA Tagesgeld
- Aktion: 20 Euro mit dem Code BONUS
- Zinssatz: 3,0 Prozent p.a.
- Zinsgarantie: 6 Monate
- Anlagebetrag: bis 500.000 Euro
- Einlagensicherung: 100.000 Euro
- Zinsausschüttung: monatlich
Suresse Tagesgeld
- Zinssatz: 3,0 Prozent p.a.
- Zinsgarantie: 4 Monate
- Anlagebetrag: bis 999.999 Euro
- Einlagensicherung: 100.000 Euro
- Zinsausschüttung: monatlich
Volkswagen Bank Tagesgeld
- Zinssatz: 2,9 Prozent p.a.
- Zinsgarantie: 6 Monate
- Anlagebetrag: unbegrenzt
- Einlagensicherung: 3.000.000 Euro (BdB-Fonds)
- Zinsausschüttung: monatlich
BforBank Tagesgeld
- Zinssatz: 2,1 Prozent p.a.
- Zinsgarantie: 12 Monate
- Anlagebetrag: bis 70.000 Euro
- Einlagensicherung: 100.000 Euro
- Zinsausschüttung: jährlich zum 31.12.
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- Zinsgarantie: 12 Monate
- Anlagebetrag: bis 1.000.000 Euro
- Einlagensicherung: 3.000.000 Euro (BdB-FondS)
- Zinsausschüttung: quartalsweise