Virgin Atlantic Flying Club ist das Vielfliegerprogramm der britischen Fluggesellschaft Virgin Atlantic und bietet mit Partnern wie ANA und Air New Zealand einige der besten Prämienflüge der Welt. Seit 2023 ist Virgin Mitglied der SkyTeam-Allianz, und ein großer Pluspunkt: Virgin Points verfallen nicht mehr. Aus Deutschland ist das Sammeln allerdings besonders schwierig.

Das Wichtigste in Kürze

  • Virgin Atlantic Flying Club (SkyTeam) bietet Weltklasse-Prämien – vor allem ANA und Air New Zealand – und die Virgin Points verfallen nicht mehr
  • Aus Deutschland aber am schwersten zu sammeln: kein Amex Membership Rewards, kein Klarna, kein Revolut – nur über Marriott Bonvoy (3:1)
  • Größter Sweetspot: ANA Business und First mit niedrigen Zuschlägen – allerdings nur als Hin- und Rückflug und nur telefonisch buchbar
  • Status über Tier Points (Red/Silver/Gold); ab Gold Zugang zu den berühmten Virgin Clubhouses und SkyTeam-Lounges

Dieser Ratgeber deckt alles ab: Meilen sammeln und einlösen, die Sammel-Optionen hierzulande, das Statussystem, die besten Prämienflüge und die passenden Alternativen.

Virgin Atlantic Flying Club bleibt damit ein Programm mit herausragendem Einlöse-Wert und einer echten Sammel-Hürde für DACH-Reisende – nehmen wir das Programm genauer unter die Lupe.

Was ist der Virgin Atlantic Flying Club?

Der Flying Club ist das Bonusprogramm von Virgin Atlantic, dessen Währung die Virgin Points sind. Seit 2023 gehört Virgin zur SkyTeam-Allianz und ist eng mit Delta sowie Air France und KLM im Transatlantik-Joint-Venture verbunden. Besonders wertvoll sind aber die Nicht-Allianz-Partner, die Virgin über die Jahre gehalten hat – allen voran ANA, Singapore Airlines und Air New Zealand.

Virgin Atlantic ist seit 2023 Mitglied der SkyTeam-Allianz

Ein großer Pluspunkt gegenüber vielen anderen Programmen: Virgin Points verfallen nicht mehr. Die früher geltende Verfallsregel wurde abgeschafft, sodass Eure Punkte auch bei jahrelanger Inaktivität erhalten bleiben – ideal, um gezielt auf eine hochwertige Prämie hinzusparen.

Wie sammelt man Punkte im Virgin Atlantic Flying Club?

Punkte sammelt Ihr auf Flügen mit Virgin Atlantic und den SkyTeam- sowie Nicht-Allianz-Partnern. Für den Status zählen separate Tier Points, die Ihr nur über bezahlte Flüge sammelt. Abseits des Fliegens ist das Programm stark auf den US- und UK-Markt zugeschnitten, wo zahlreiche Kreditkarten und Transferpartner Virgin befüllen.

Für den Status zählen separate Tier Points aus bezahlten Flügen

Für deutsche Sammler ist genau das die Krux: Die üblichen Karten- und Fintech-Wege führen hierzulande nicht zu Virgin – wie der nächste Abschnitt zeigt.

Wie sammelt man Virgin Points in Deutschland?

Das ist der Knackpunkt für Sammler außerhalb des Kernmarkts: Virgin Atlantic ist kein Transferpartner von American Express Membership Rewards in Deutschland, nicht bei Klarna Cashback und auch nicht (direkt) bei Revolut RevPoints. Wichtig zur Einordnung: In den USA und Großbritannien ist Virgin zwar ein bekannter Amex-Partner – für deutsche Karteninhaber gilt das aber nicht.

Einen deutschen Kreditkarten- oder Fintech-Weg zu Virgin Points gibt es nicht

Der praktisch einzige Weg abseits eigener Flüge führt über Marriott Bonvoy: Bonvoy-Punkte lassen sich im Verhältnis 3:1 zu Virgin übertragen (bei 60.000 Punkten auf einmal gibt es 5.000 Bonus, also 25.000 Virgin Points). Der Kurs ist allerdings ungünstig – für einen ANA-Business-Prämienflug braucht Ihr rund eine Viertelmillion Bonvoy-Punkte. Aus DACH-Sicht ist Virgin deshalb eher ein Nischen- als ein Hauptsammelprogramm.

Klartext: Ohne Amex-, Klarna- oder Revolut-Weg baut Ihr Virgin Points in Deutschland fast nur über große Marriott-Bonvoy-Bestände auf. Für viele DACH-Reisende sind die eigentlichen Ziele – etwa ANA – über andere Programme leichter erreichbar (siehe unten).

Welche Statuslevel gibt es im Flying Club?

Der Status läuft über Tier Points, die Ihr pro Mitgliedschaftsjahr auf bezahlten Flügen sammelt. Virgin kennt drei öffentliche Stufen plus einen Invite-Status. Entscheidend für die Praxis ist der zugeordnete SkyTeam-Status, dessen Vorteile auf allen Allianz-Partnern gelten.

StatusTier PointsSkyTeam
RedEinstieg
Silver400Elite
Gold1.000Elite Plus
1000 Clubnur auf EinladungElite Plus

Hier die Vorteile der einzelnen Stufen – jeweils bei Virgin Atlantic selbst und über den korrespondierenden SkyTeam-Status.

Ab Gold genießt Ihr Zugang zu den berühmten Virgin Clubhouses

Was bietet Virgin Red?

Red ist die kostenlose Einstiegsstufe. Ihr sammelt Punkte und Tier Points und könnt Sitzplätze wählen, erhaltet aber noch keinen SkyTeam-Status. Der Startpunkt, um Meilen aufzubauen.

VorteilBei Virgin AtlanticÜber SkyTeam
PunktePunkte & Tier Points sammeln
Das BesondereKostenloser Einstieg zum Sammeln – aber noch ohne SkyTeam-Status und Lounge-Zugang

Was bietet Virgin Silver (SkyTeam Elite)?

Silver erreicht Ihr ab 400 Tier Points und schaltet den SkyTeam Elite Status frei. Ihr profitiert von Priority Check-in und Boarding, zusätzlichem Freigepäck und einem 50-Prozent-Bonus auf gesammelte Punkte – einen Clubhouse-Zugang gibt es allerdings erst ab Gold.

VorteilBei Virgin AtlanticÜber SkyTeam
Punkte-Bonus+50 % Bonus-Punkte
PriorityPriority Check-in & BoardingPriority-Services auf SkyTeam-Partnern
Freigepäckzusätzliches Freigepäckzusätzliches Freigepäck
Das BesondereErster SkyTeam-Elite-Status mit Priority – der Clubhouse-Zugang kommt aber erst mit Gold

Was bietet Virgin Gold (SkyTeam Elite Plus)?

Gold markiert den wichtigsten Schritt, denn ab 1.000 Tier Points schaltet Ihr über SkyTeam Elite Plus den Lounge-Zugang frei – inklusive der berühmten Virgin Clubhouses in Heathrow, JFK und Co. Dazu kommen ein 100-Prozent-Bonus, Fast-Track-Sicherheitskontrolle und Upgrade-Priorität.

VorteilBei Virgin AtlanticÜber SkyTeam
Punkte-Bonus+100 % Bonus-Punkte
PriorityFast-Track-Sicherheitskontrolle, Upgrade-PrioritätPriority-Services auf allen SkyTeam-Partnern
LoungeVirgin Clubhouses (Heathrow, JFK …)SkyTeam-Lounges weltweit
Das BesondereZugang zu den preisgekrönten Virgin Clubhouses plus SkyTeam-Lounges weltweit (Elite Plus)Lounge-Zugang weltweit

Was bietet der Virgin 1000 Club?

Der 1000 Club ist der exklusive Invite-Status für die treuesten Mitglieder. Neben allen Gold-Vorteilen erhaltet Ihr einen persönlichen Account Manager und maßgeschneiderte Extras. Erreichbar ist er nur auf Einladung.

VorteilBei Virgin AtlanticÜber SkyTeam
Servicepersönlicher Account Manager, Bespoke-Perks
Loungealle Gold-Vorteile inkl. ClubhousesSkyTeam-Lounges weltweit
Das BesondereExklusiver Invite-Status mit persönlichem Ansprechpartner – das Nonplusultra bei VirginLounge-Zugang weltweit

Wie löst man Virgin Points ein?

Beim Einlösen liegt die eigentliche Stärke von Virgin – wenn man die richtigen Partner wählt. Denn bei den Treibstoffzuschlägen gibt es große Unterschiede: Auf Virgins eigenem Metall sowie bei Air France und KLM fallen hohe Zuschläge an, während sie bei ANA und traditionell bei Delta niedrig sind.

Der klassische Virgin-Sweetspot: ANA Business und First mit niedrigen Zuschlägen
Der klassische Sweetspot: ANA Business und First lassen sich über Virgin Points mit sehr niedrigen Zuschlägen buchen. Zu beachten: ANA-Prämien gibt es nur als Hin- und Rückflug und nur telefonisch – dafür ist der Gegenwert für „The Room” und die ANA First erstklassig.

Wichtig für 2026: Virgin ist auf eigenem Metall zu dynamischen Preisen übergegangen und hat die Gebühren auf Upper Class sowie mehreren Partner-Prämien deutlich erhöht – besonders auf Delta-One-Flügen zwischen den USA und Europa können inzwischen sehr hohe Zuzahlungen anfallen. Prüft die konkrete Zuzahlung also immer vor der Buchung.

Virgin ist 2026 auf dynamische Prämienpreise umgestiegen – die folgenden Werte sind Ab-/Saver-Preise, die bei hoher Nachfrage deutlich steigen. Die aktuellen Preise findet Ihr auf virginatlantic.com. Zur Orientierung der Klassiker London↔New York auf Virgin-Metall (Off-Peak/Peak, einfach):

Kabineeinfach (Off-Peak / Peak)Hin + Rück (ab)
Economy20.000 / 40.00040.000 Punkte
Premium35.000 / 55.00070.000 Punkte
Upper Class (Business)95.000 / 115.000190.000 Punkte

Achtung: Auf Virgins eigenem Metall kommen hohe Treibstoffzuschläge obendrauf – in der Upper Class ab New York schnell rund 690 US-Dollar. Genau deshalb lohnt es sich, Virgin Points lieber auf zuschlagsarmen Partnern wie ANA einzulösen.

Welche Prämienflüge lohnen sich bei Virgin am meisten?

Damit Ihr ein Gefühl für den Wert der Punkte bekommt, haben wir einige der attraktivsten Prämienflüge zusammengestellt. Die Werte sind Näherungswerte für 2026; die Programme passen ihre Charts gelegentlich an, prüft die konkrete Zahl also vor der Buchung.

Beispiel-PrämienflugKlasse Virgin Points
Delta USA-Inland (Kurzstrecke)Economyab 7.500 (einfach)
Air New Zealand (sehr niedrige Zuschläge)Businessab 45.000 (einfach)
Delta One, USA ↔ EuropaBusinessab 50.000 (einfach)
ANA, USA ↔ JapanBusinessab 105.000 (Hin+Rück)
ANA „The Suite”, USA ↔ JapanFirstab 145.000 (Hin+Rück)

Der unterschätzte Geheimtipp ist Air New Zealand in der Business ab rund 45.000 Punkten mit minimalen Zuschlägen. Der große Klassiker bleibt ANA – auch wenn die Preise zuletzt zweimal angehoben wurden, ist der Gegenwert für „The Room” und die ANA First dank niedriger Zuschläge weiterhin hervorragend.

Wie kommt man aus Deutschland an diese Prämien – die besten Alternativen

Weil Virgin Points aus Deutschland kaum zu sammeln sind, lohnt der Blick auf Alternativen – gerade für die begehrten ANA-Prämien und für Transatlantik-Business:

Ziel / WegSammeln in DeutschlandHinweis
ANA über Aeroplan oder UnitedMarriott / Klarna (United)Einzelstrecke möglich, oft flexibler als Virgin
ANA direkt (ANA Mileage Club)Marriott BonvoyRound-Trip-Pflicht, eigenes Award-Chart
USA ↔ Europa über Flying BlueAmex, Revolut, Klarnadeutscher Amex-Partner, direkt befüllbar

Für die ANA-Kabinen sind aus DACH-Sicht Air Canada Aeroplan und United MileagePlus meist praktischer, weil dort Einzelstrecken möglich sind – oder Ihr bucht direkt über den ANA Mileage Club. Für Transatlantik-Business ist Flying Blue von Air France und KLM – ein deutscher Amex-Partner – der direkt befüllbare Weg.

Fazit vorab: Virgin Points sind super zum Einlösen (ANA, Air New Zealand) und verfallen nie – aber aus Deutschland nur über Marriott Bonvoy zu füllen. Für dieselben ANA-Prämien sind Aeroplan, United oder ANA direkt oft der pragmatischere Weg.

Für wen lohnt sich der Virgin Atlantic Flying Club?

Aus deutscher Sicht ist der Flying Club ein Spezial- und Ergänzungsprogramm. Das eigene Punktekonto lohnt sich vor allem für alle, die ohnehin große Marriott-Bonvoy-Bestände haben oder über ein US- bzw. UK-Amex-Konto verfügen. Die Prämien selbst – ANA und Air New Zealand mit niedrigen Zuschlägen – gehören zum Besten, was es gibt, und die nicht mehr verfallenden Punkte laden zum gezielten Ansparen ein.

Für das Gros der DACH-Reisenden gilt jedoch: Virgin ist eher ein Ziel- als ein Alltagsprogramm. Wer die ANA-Kabinen fliegen will, kommt über Aeroplan, United oder den ANA Mileage Club meist einfacher ans Ziel, und fürs unkomplizierte Sammeln in Deutschland ist Flying Blue die bessere Wahl.

Weitere SkyTeam-Programme im Detail: Ausführliche Guides gibt es zu Air Europa SUMA und LATAM Pass.

Unser Fazit: Wie gut ist der Virgin Atlantic Flying Club wirklich?

Der Virgin Atlantic Flying Club bietet mit ANA und Air New Zealand einige der besten Prämienflüge der Welt, und dass die Virgin Points nicht mehr verfallen, ist ein echter Vorteil. Was aus DACH-Sicht bremst, ist das Sammeln: Ohne Amex-, Klarna- oder Revolut-Weg führt praktisch nur der ungünstige Umweg über Marriott Bonvoy zum Ziel, und die Gebührenerhöhungen von 2026 trüben einige Redemptions. Als Spezialprogramm für Bonvoy-Sammler und gezielte ANA-Träume ist Virgin stark – für den Alltag greifen deutsche Vielflieger aber besser zu direkter befüllbaren Programmen.

Autor

Moritz hat sich über die Jahre ein enormes Wissen über Finanzprodukte, Loyalitätsprogramme und Luxusreisen angeeignet. Für Luxushotels, First Class Flüge sowie die Details von Kreditkarten, Tagesgeldkonten und mehr ist Moritz genau der richtige Ansprechpartner!

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