Als Oman Air es im letzten Jahr mit der Preisbildung etwas zu gut gemeint hat, musste ich förmlich zuschlagen. In diesem Tripreport möchte ich über meine Erlebnisse im Flugzeug, im Oman und natürlich auch auf Sansibar berichten!

Meine Erfahrungen mit Afrika sind insgesamt vergleichsweise beschränkt. Ich war zwar bereits für die Garden Route & eine Safari in Südafrika und mit meiner Familie an Weihnachten in Ägypten, eine Insel war bislang aber noch nicht dabei. Sansibar war deshalb die ideale Gelegenheit, um einen ganz anderen Teil von Afrika kennenzulernen. Ein sehr spannendes Erlebnis!

Alle Teile des Tripreports im Überblick:

Zum Spottpreis in den Traumurlaub

Es gibt immer wieder Flugtarife, die einfach zu gut sind, um sie auszulassen. Ein Beispiel gefällig? Im letzten Jahr bot Oman Air Flüge von Luxemburg nach Sansibar für knapp 130 Euro an. Ich habe ein bisschen herumgespielt, passende Daten gesucht, meinen Flug etwas anders geleitet als für den günstigsten Flug und noch einen Stop-Over eingebaut. Endpreis: Knapp über 200 Euro und damit immer noch weniger als die Hälfte dessen, was man normalerweise bezahlen würde. Am Ende stand so die folgende Route für meinen kuriosen Trip:

  • Luxemburg – Mailand mit Luxair in der Bombardier Q-400 [Economy Class]
  • Mailand – Maskat mit Oman Air im Airbus A330 [Economy Class]
  • Maskat – Sansibar mit Oman Air in der Boeing 737 [Business Class]
  • Sansibar – Maskat mit Oman Air in der Boeing 737 [Economy Class]
  • Maskat – München mit Oman Air im Airbus A330 [Economy Class]
  • München – Luxemburg mit Luxair in der Bombardier Q-400 [Economy Class]

Den letzten Flug habe ich unglücklicherweise verpasst 😉 Damit war ich am Ende genau da, wo ich auch gestartet war. Als Zubringer habe ich mir nämlich noch ganz einfach einen Lufthansa-Flug nach Luxemburg gebucht. Dank dem Preiskampf zwischen Lufthansa und Luxair sowie dank einem Lufthansa Guschein kostete auch dieser gerade einmal 50 Euro.

Dem aufmerksamen Leser ist auch schon aufgefallen, dass sich ein Business Class Flug eingeschlichen hat. Dieser war nicht Teil der ursprünglichen Buchung, sondern ergab sich aus einem Upgrade-Angebot von Oman Air. Wenngleich die Flüge auf den beiden Strecken nahezu identisch waren (6-7 Stunden auf der Strecke von Europa nach Maskat bzw. 5 Stunden auf der Strecke von Maskat nach Sansibar), lagen zwischen den Upgrade-Preisen echte Welten. Nach Europa will Oman Air knapp 500 Euro als niedrigstes Angebot, für die “Kurzstrecke” nach Sansibar ab 80 Euro. Bei einem Angebot von 85 Euro wurde unser Angebot angenommen, sodass ich auch die Business Class in der Boeing 737 testen konnte.

Zuletzt ist noch erwähnenswert, dass wir einen Stop-Over in Maskat eingebaut haben und hier knapp zwei Tage verbracht haben. Eine Ankunft am frühen Morgen und ein Abflug zwei Tage später wieder morgens sollten uns einen guten Eindruck von Maskat geben – eigentlich zumindest.

Mehr Komfort durch einen Status Match

Economy Class ohne Status? Eine Antwort auf diese Frage hatte ich schnell parat: Den Oman Air Status Match. Durch diesen konnte ich über meinen Star Alliance Gold Status bei Turkish Airlines einen Oman Air Sindbad Gold Status erhalten und damit von mehreren Vorteilen, darunter Lounge-Zugang in Maskat sowie in Mailand und auf Sansibar profitieren. Über die Lounge in Maskat werde ich an dieser Stelle nicht berichten, da mittlerweile der neue Airport eröffnet hat und das Review damit hinfällig ist. Die Lounges in Mailand und Sansibar (auf das Review dieser “Lounge” könnt Ihr Euch besonders freuen) werde ich Euch allerdings vorstellen.

Übrigens: Den Status Match kann leider nicht jeder mitnehmen. Notwendig ist ein Nachweis über ein an das Streckennetz von Oman Air angepasstes Flugverhalten. Mit Flügen nach Bali, Dubai und Kairo passte das für mich recht gut, sodass Oman Air meinem Wunsch nachgekommen hat.

All Inclusive Enttäuschung & Stadthotel-Überraschung

Insgesamt musste ich für acht Nächte ein Hotel suchen:

  • 2 Nächte in Muscat
  • 4 Nächte in Sansibar am Strand
  • 2 Nächte in Sansibar in Stone Town

Die Entscheidung in Maskat war für mich schnell klar. Nachdem ich vor wenigen Jahren bei meinem Aufenthalt im The Chedi Andermatt absolut begeistert war, musste ich mir ein Bild vom extrem gut bewerteten The Chedi Muscat machen. Das Preisniveau ist mit Preisen ab 300 Euro recht anspruchsvoll, aber dank einer Leaders Club Freinacht war auch dieses “Problem” schnell gelöst. Das Hotel erwies sich dabei als echte Oase, da wir den Zeitraum (Ramadan) und die Temperaturen (über 40 Grad) völlig unterschätzt hatten. Wir hielten uns also nahezu ausschließlich im Hotel auf.

Für unsere zweite Nacht mit sehr frühem Check-Out entschieden wir uns für eine sehr günstige Option: Das Vier-Sterne-Hotel Best Western Premier Muscat kostete nur 50 Euro die Nacht und war eine gute Budget-Option für die wenigen Stunden vor unserem Flug nach Sansibar.

Auf Sansibar habe ich sehr lange zwischen zwei Hotels für ein wenig Erholung geschwankt: The Residence Zanzibar mit Halbpension für knapp 200 Euro pro Nacht und dem DoubleTree Zanzibar Nungwi, das ich über die Hilton Bestpreisgarantie auf nur 100 Euro pro Nacht mit All Inclusive-Verpflegung gedrückt habe. Dank meines Hilton Diamond Status und einer attraktiven Hilton Promotion entschied ich mich am Ende für die Option der US-Kette. Ich war zwar keineswegs unzufrieden mit dem Hotel, würde mich heute aber wohl dennoch anders entscheiden. Warum, erfahrt Ihr im ausführlichen Review des DoubleTree.

Eine extrem positive Überraschung wartete dann am Ende des Trips auf uns. Für sogar unter 100 Euro pro Nacht konnte ich das Hilton DoubleTree Stone Town buchen, das erst vor knapp zwei Jahren eröffnet hat und wirklich schön ist und extrem charmant in der Altstadt liegt. Ich habe kurz auch über das Park Hyatt nachgedacht, für einen Drittel des Preises war das DoubleTree allerdings eine sehr gute Wahl, die ich nachträglich nicht bereuen sollte.

Fazit zu meinem Trip nach Maskat und nach Sansibar

Unser kleiner Urlaub auf Sansibar war auf alle Fälle ein sehr spannendes Erlebnis. Die Insel war doch noch einmal anders als ich dachte und auch bei den Hotels gab es echte Überraschungen und auch eine kleine Enttäuschung. Während mich Oman Air wirklich überzeugt hat, war mein Eindruck von Maskat etwas durchwachsen – das lag sicherlich aber auch daran, dass wir die Stadt im Prinzip nicht anschauen konnten. Ich hoffe, dass Euch die Reviews dieses Tripreports weiterhelfen und stehe Euch natürlich wie immer für jegliche Fragen zur Verfügung!

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Autor

Moritz liebt nicht nur Reisen, sondern auch Luxushotels auf der ganzen Welt. Mittlerweile konnte er über 500 verschiedene Hotels testen und dabei mehr als 100 Städte auf allen Kontinenten kennenlernen. Auf reisetopia lässt er Euch an seinen besonderen Erlebnissen teilhaben!

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