Montenegro stand als Destination schon lange auf meiner Wunschliste – im Frühjahr dieses Jahres war es dann soweit. Neben jeder Menge toller Natur konnte ich dabei auch attraktive Hotels erleben!

Ein Geheimtipp ist Montenegro vermutlich schon lange nicht mehr, was auch der Tripreport meiner Kollegin Lena gut zeigen sollte. Nur ein Jahr zuvor war sie in Montenegro und hat Euch bereits in das besondere Land mitgenommen. Zwar hatten wir nicht ganz die identische Reiseroute, doch eine Empfehlung ist ihr Destination Guide dennoch, um auch meinen Trip nachempfinden zu können. In diesem Intro werde ich Euch kurz zeigen, welche Orte ich besucht habe und was es noch zusätzlich zu sagen gibt – im Tripreport selbst werde ich mich dann mit Blick auf Lenas bereits vorhandenen Guide auf die Hotels konzentrieren!

Alle Teile des Tripreports im Überblick:

Ein faszinierendes Land mit vielen Facetten

Nach einem Direktflug mit easyJet von Berlin nach Tivat – inklusive einer ganz typischen BER-Story – ging es für mich zum Start der Reise nach Montenegro wie üblich zu Sixt. Dort erhielt ich einen kleinen SUV – zum Glück mit Automatik. Denn auch wenn Montenegro mittlerweile etwas touristischer ist, sollte man sich dennoch darauf einstellen, dass einige Straßen eine echte Herausforderung sind. Meine Reiseroute sollte mich dann zuerst in einer recht klassischen Art und Weise erst durch die Bucht von Kotor und dann entlang der Küste führen. Die Bucht von Kotor hat bei mir dabei einen sehr guten Eindruck hinterlassen, überzeugt sie doch an ganz vielen Ecken durch eine enorme natürliche Schönheit.

Die Bucht von Kotor ist ein Muss

Angetan war ich aber nicht nur von der Bucht, sondern auch von den kleinen Örtchen und insbesondere der – zugegebenermaßen anspruchsvollen – Straße nach Cetinje. Auf dem Weg in die ehemalige Hauptstadt Montenegros, genießt man einen atemberaubenden Ausblick. Oben findet man neben der netten kleinen Stadt zudem auch noch ein beeindruckendes Mausoleum, von dem aus man einen surrealen Blick über die Gebirgslandschaft und fast das gesamte Land hat.

Der surreale Ausblick vom Njegos Mausoleum

Natürlich ist auch die Region an der Küste wirklich schön, wobei es hier neben einigen wirklich tollen Orten – zu nennen sind etwa Sveti Stefan oder Budva – auch die eine oder andere vom Massentourismus überlaufene Küstenstadt gibt. Gerade nach Süden hin war ich nicht recht begeistert von den meisten Orten, insbesondere Ulcinj ist meines Erachtens keinen Besuch wert. Schön ist dagegen ein Abstecher in den historischen Teil der Stadt Bar, der etwas im Landesinneren liegt und bei einem Erdbeben vor langer Zeit komplett zerstört wurde und mittlerweile eher an Pompeii erinnert.

Old Bar kann man nur empfehlen

Ein wirklicher Höhepunkt ist außerdem auch der Skadar See, den Lena in Ihrem Tripreport ebenfalls schon beleuchtet hat – hier kann man sicher auch mehrere Tage verbringen und entlang des Wassers die Natur genießen. Weniger spannend ist dagegen Podgorica, weil die Hauptstadt schlicht kaum etwas zu bieten hat. Deshalb würde ich auch empfehlen, relativ schnell weiter zu fahren und sich auf jeden Fall Zeit für das Gebirge zu machen, in dem man über einige spannende Straßen fahren und tolle Schluchten und Gebirgszüge genießen kann. Insbesondere die Đurđevića-Tara-Brücke, aber auch generell die Fahrt entlang der Schlucht des Tara ist besonders schön.

Toller Ausblick im Durmitor Nationalpark

Nicht unerwähnt lassen möchte ich auch, dass ich es wirklich genial fand, neben den 20 Grad an der Küste im Gebirge sogar Schnee zu erleben. In Zabljak fühlte ich mich auch im April wie im tiefsten Winter, was allerdings nicht nur für außergewöhnliche Bilder, sondern auch eine ganz besondere Atmosphäre gesorgt hat. Die Nationalparks – der bekannteste, den ich kennen lernen durfte war der Zabljak Nationalpark – und Seen im Gebirge sind hier wirklich beeindruckend und meines Erachtens unbedingt einen Besuch wert!

Der beeindruckende Zabljak Nationalpark

Beendet habe ich meine Reise dann wieder in der Bucht von Kotor, inklusive eines Abstechers nach Dubrovnik – auch die Stadt in Kroatien ist ohne Zweifel einen Besuch wert. Bedenken sollte man allerdings, dass trotz der recht kurzen Fahrtzeit, insbesondere die Grenzkontrolle ein Problem sein kann. Hier steht man gut und gerne eine Stunde und mehr pro Richtung. Dazu kommt, dass die Parkplatzsuche in Dubrovnik nicht gerade ein Spaß ist, sodass man sich einen Tagesausflug doppelt überlegen sollte.

Dubrovnik gilt als eine der schönsten Städte an der Adria

Zusammenfassend kann ich allerdings nur sagen, dass mich Montenegro wirklich begeistert hat und ich das Land nur jedem ans Herz legen kann. Meines Erachtens kann man hier auch locker zwei Wochen oder mehr verbringen. Das mag im ersten Moment gar nicht so wirken, weil das Land recht klein anmutet, aber es gibt schlicht enorm viel zu sehen, schon weil das Land so viele verschiedene Facetten hat.

Hotels mit Höhen und Tiefen

Natürlich habe ich mich bei meinem Trip nach Montenegro auch auf die vielfältigen Hotels des Landes gefreut, die man im April noch zu einigermaßen moderaten Preisen buchen kann. Den Anfang gemacht hat dabei das Chedi Hotel in Lustica Bay, das mich zwar nicht so sehr überzeugen konnte, wie das The Chedi Andermatt. Dennoch war ich doch etwas mehr angetan, als es meine Kollegin Lena in ihrem The Chedi Lustica Bay Review beschrieben hat. Hintergrund war wohl primär, dass das Frühstück `a la carte serviert wurde, der Pool und das Spa oft komplett verwaist waren und auch das Zimmer besonders dank des Badezimmers und des Ausblicks einen guten Eindruck bei mir hinterlassen hat.

Pool im The Chedi Lustica Bay

Danach sollte mich dann allerdings ein eher weniger ideals Erlebnis erwarten. Das Blue Vivid Serenity Resort hat auf den Bildern einen guten Eindruck gemacht, vor Ort war dann allerdings eine große Baustelle, die das Erlebnis ziemlich beeinträchtigt. Das an sich schön gelegene Hotel mit modernen Zimmern und tollem Ausblick ist zudem sehr billig gebaut, sodass man den Wind im Zimmer hört und spürt. Zwar war das Personal sehr bemüht und auch die Küche gut, doch in Verbindung mit dem schlechten Wetter habe ich mich dennoch für eine vorzeitige Abreise entschieden und bin schon etwas früher nach Podgorica, wo ich ein wenig Arbeit zu erledigen hatte. Das Hilton Podgorica hat sich dabei als ideale Option erwiesen, da das Hotel ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet, insbesondere wenn man einen Status hat!

Schlafzimmer der Suite im Hilton Podgorica

Als viertes Hotel der Reise sollte mich dann eine besondere Überraschung erwarten: Das Hotel SOA in Zabljak. Relativ spontan gebucht war das Hotel in der Nebensaison sehr günstig. Für knapp 80 Euro gab es eine Suite inklusive solidem Frühstück ganz abgeschieden im Gebirge. Wenngleich mich das Hotel nicht vom Hocker gehauen hat, fand ich es doch charmant und für einen Abstecher in den Norden von Montenegro ziemlich ideal. Das absolute Highlight war dann allerdings zum Abschluss das exklusive One&Only Portonovi – das erste Resort der Marke in Europa. Das Hotel ist für Montenegro enorm teuer, dank einer kostenfreien vierten Nacht war es dann allerdings einigermaßen erträglich.

Zimmer im One&Only Portonovi

In meinem Hotel Review werdet Ihr dann auch nachlesen können, dass ich etwas hin- und hergerissen war. Es gab viele Dinge, die mich absolut begesitert haben, von der Anlage über das Spa bis hin zu den Zimmern und dem tollen Frühstück. Gleichzeitig war der Service teilweise nicht wirklich gut und ich fand zudem die Preise auch schlicht überzogen für die Destination. Dennoch bin ich mir sicher, dass das Review sehr spannend wird, denn wer ein Luxushotel der Extraklasse an der Adria sucht, der wird mit dem One&Only sicherlich fündig!

Fazit zu meiner Reise durch Montenegro

Montenegro hat mich wirklich begeistert und ist ein Land, das ich nur jedem Reiseliebhaber empfehlen kann. Meine besondere Empfehlung wäre dabei die ruhigere Nebensaison, in der nicht nur die Preise attraktiver sind, sondern man auch einfach mehr von der Destination hat. Gerade mit Blick auf die teils nicht ideale Infrastruktur ist es sehr angenehm, dass etwas weniger los ist – von angenehmen Wetter profitiert man dennoch an den meisten Tagen!

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Autor

Moritz liebt nicht nur Reisen, sondern auch Luxushotels auf der ganzen Welt. Mittlerweile konnte er über 500 verschiedene Hotels testen und dabei mehr als 100 Städte auf allen Kontinenten kennenlernen. Auf reisetopia lässt er Euch an seinen besonderen Erlebnissen teilhaben!

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