Flugverbote seitens Russland hindern europäische Fluggesellschaften daran, Asien-Flüge wie geplant durchzuführen. Wegen mangelnder Alternativen sehen sich die Airlines deshalb gezwungen, den Verkehr teilweise einzustellen.

Reisewarnungen und Flugverbote – Neben den verschiedenen Reisewarnungen, kommt es vor allem EU-weit und international vermehrt zu Flugverboten für russische Airlines. Doch auch der russische Flugraum wurde für einen Großteil der Airlines aus Deutschland, Österreich und 34 weiteren Ländern weltweit, wie die Tagesschau berichtet.

Flugverkehr Richtung Osten kommt immer mehr zum Erliegen

Nachdem eine Vielzahl europäischer Staaten wie Polen, Bulgarien & Großbritannien den Luftraum für russische Fluggesellschaften gesperrt hat, folgt nun auch ein Lande- und Überflugverbot für Airlines aus Deutschland und 35 weiteren Ländern weltweit. Auch Airlines aus Österreich, Polen, Frankreich, Finnland, Tschechien, Belgien sowie Kanada dürfen den Luftraum über Russland nicht mehr nutzen, wie die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazija mitteilte. Die Schweiz fehlt aktuell noch auf der Liste, erwägt aber ebenfalls ein Flugverbot für russische Fluggesellschaften nach europäischem Vorbild.

Als erste europäische Fluggesellschaft sah sich Finnair bereits gezwungen, den Flugbetrieb nach Asien zumindest teilweise einzustellen. Das ist besonders für die Airline fatal, da Finnair als oneworld-Airline vermehrt auf Flüge in Richtung Asien setzt. Bedingt durch die ideale nördliche Lage ihres Hubs Helsinkis konnte die Airline diese Flüge erfolgreich gestalten. Dies entpuppt sich nun jedoch zum Nachteil. Denn die Lage Helsinkis hinterlässt Finnair mit nur wenigen Alternativen. Von allen Flügen von Helsinki nach Ost-Asien hat Finnair auch vorerst alle Passagier- und Cargoflüge nach Südkorea, Japan sowie China eingestellt.

Gleiches gilt auch für die Lufthansa und andere europäische Fluggesellschaften. Genauso wie Finnair, annulliert auch Lufthansa alle Flüge in diese Länder für vorerst sieben Tage, trotzdem die Fluggesellschaften Ausnahmegenehmigungen beim russischen Außenministerium beantragen dürfen. Alternativrouten sind nur über die Region südlich von Russland möglich. Inwiefern diese aber noch lukrativ und sicher sind, wird sich erst noch herausstellen. Infolge der Luftraumsperrung Kanadas für russische Fluggesellschaften, sah sich Aeroflot-Flug SU124 nach New York gezwungen, kurz vor Grönland wieder umzukehren. Eine sichere Alternativroute mit Ausweichflughäfen war nicht mehr gegeben.

Fazit zum Flugverbot für 36 Länder weltweit

Diese Reaktion war nur eine Frage der Zeit. Die russische Regierung reagiert auf die Sanktionen und spricht ebenfalls ein Lande- und Überflugverbot für Airlines aus insgesamt 36 Ländern weltweit aus, darunter auch Deutschland sowie Österreich. Die Schweiz fehlt noch auf dieser Liste, könnte aber ebenfalls bald folgen. So erwägen die Eidgenossen ebenfalls ein Flugverbot für russische Airlines. Die Regierung Russlands setzt derweil Länder auf ihre Liste, die zuvor das Verbot gegen russische Airlines ausgesprochen haben. Daher wäre dies nur die logische Konsequenz.

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Autor

Alexander Fink ist als Content Editor seit Januar 2021 für reisetopia tätig. Zuvor war er als Account Manager in der Industrie beruflich unterwegs und schrieb von seinen Reiseerfahrungen im eigenen Blog. Heute ist er Euer Ansprechpartner für alle Airline- und Kreditkartenthemen.

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