Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei ihrer Sitzung am heutigen Donnerstag alle drei EZB-Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte angehoben – es ist die erste Zinserhöhung seit September 2023. Der für Sparer besonders wichtige Einlagenzins steigt damit auf 2,25 Prozent.

J.P. Morgan Chase Tagesgeld

  • 4 Prozent Zinsen für vier Monate
  • 2 Prozent Zinsen ab dem fünften Monat
  • Unbegrenzter Anlagebetrag
  • Monatliche Zinsausschüttung
  • Hervorragende Einlagensicherung

Für alle, die ihr Geld sicher und flexibel parken möchten, sind das gute Nachrichten: Die Banken orientieren sich bei ihren Sparzinsen maßgeblich am Leitzinsniveau, sodass die Erhöhung schon bald auch bei den Konditionen von Tagesgeld- und Festgeldangeboten ankommen dürfte. Einen tagesaktuellen Überblick über die attraktivsten Offerten findet Ihr jederzeit in unserem Tagesgeld-Vergleich sowie in unserem Festgeld-Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze

  • EZB erhöht alle drei Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte
  • Einlagenzins steigt zum 17. Juni 2026 von 2 auf 2,25 Prozent
  • Hintergrund sind gestiegene Energiepreise und eine Inflation von zuletzt 3,2 Prozent
  • Zinsen bei Tagesgeld- und Festgeldangeboten dürften in den kommenden Wochen steigen

Einlagenzins steigt auf 2,25 Prozent – erste Erhöhung seit September 2023

Konkret hebt die EZB den Zinssatz für die Einlagefazilität von 2 auf 2,25 Prozent an, den Hauptrefinanzierungssatz von 2,15 auf 2,4 Prozent und den Spitzenrefinanzierungssatz von 2,4 auf 2,65 Prozent. Die neuen Sätze gelten ab dem 17. Juni 2026. Zuvor hatte der Einlagenzins seit Juni 2025 unverändert bei 2 Prozent gelegen – die letzte Erhöhung lag mit dem September 2023 sogar fast drei Jahre zurück.

Mit dem Schritt reagieren die Währungshüter auf die zuletzt deutlich gestiegene Inflation. Im Mai kletterte die Teuerung im Euroraum auf 3,2 Prozent und damit klar über das 2-Prozent-Ziel der Notenbank. Haupttreiber sind die infolge des Kriegs im Nahen Osten stark gestiegenen Energiepreise, die zuletzt um 10,9 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen.

Die EZB erhöht die Leitzinsen erstmals seit September 2023

Auch die neuen Projektionen des EZB-Stabs spiegeln den Preisdruck wider: Für 2026 erwarten die Fachleute im Schnitt 3 Prozent Inflation, für 2027 noch 2,3 Prozent, ehe sich die Teuerung 2028 mit 2 Prozent wieder am Ziel einpendeln soll. Auf einen festen Zinspfad will sich der EZB-Rat dabei nicht festlegen – die weiteren Entscheidungen sollen von der Datenlage abhängen. An den Märkten wird allerdings bereits über eine weitere Erhöhung im Juli spekuliert.

Tagesgeld- und Festgeldzinsen dürften jetzt weiter anziehen

Schon vor der Zinsentscheidung war der deutsche Tagesgeldmarkt kräftig in Bewegung: Der Marktstart der US-Bank Chase (J.P. Morgan) mit einem Aktionszins von 4 Prozent hat den Wettbewerb zuletzt ebenso befeuert wie die Markteintritte von BBVA und Crédit Agricole (bforbank). Trotz des bis dato konstanten Leitzinses waren die durchschnittlich angebotenen Zinsen deshalb bereits seit einigen Monaten gestiegen.

Mit der Leitzinserhöhung bekommt diese Entwicklung nun zusätzlichen Rückenwind: Banken erhalten für ihre bei der EZB geparkten Gelder ab dem 17. Juni 0,25 Prozentpunkte mehr und haben damit neuen Spielraum, ihre Konditionen für Sparer anzuheben. Erfahrungsgemäß reagieren die ersten Institute innerhalb weniger Tage, vor allem bei den Aktionszinsen für Neukunden. Auch beim Festgeld, dessen Konditionen die Zinserwartungen für die kommenden Jahre einpreisen, dürften sich die Angebote weiter verbessern.

Die durchschnittlichen Zinsen für Tagesgeld- sowie Festgeldkonten richten sich grob nach der Entwicklung der EZB-Leitzinsen, die bis ins Jahr 2022 für lange Zeit negativ oder auf der Nulllinie lagen. Zum Jahreswechsel 2023/2024 stieg der Leitzins und damit auch das Zinsniveau zeitweise auf bis zu 4,5 Prozent. In der Folge ging es zunächst wieder spürbar abwärts.

Am 11. Juni 2026 hat die EZB die Leitzinsen erstmals seit September 2023 wieder angehoben: Der Einlagenzins steigt zum 17. Juni 2026 von 2 auf 2,25 Prozent. Hintergrund ist die infolge gestiegener Energiepreise wieder anziehende Inflation – die Erhöhung dürfte das Zinsniveau beim Tagesgeld zusätzlich stützen.

Nach Analyse der reisetopia Finanzexperten liegt der Zinssatz zahlreicher Tagesgeldanbieter weiterhin unterhalb des EZB-Leitzinses, die besten Angebote überschreiten diesen Wert mittlerweile aber vielfach deutlich. Teilweise gilt das inzwischen sogar außerhalb von Aktionszeiträumen. Auch im Jahr 2026 zeigt sich dabei ein langsam steigendes Zinsniveau, wie unsere Grafik verdeutlicht:

Folgend findet Ihr eine Übersicht der Tagesgeldzinsen inklusive Aktionszinsen (reguläre Zinsen) der Anbieter im reisetopia Tagesgeldvergleich in den vergangenen sechs Monaten:

  • Dezember 2025: 2,58 Prozent (1,21 Prozent)
  • Januar 2026: 2,64 Prozent (1,22 Prozent)
  • Februar 2026: 2,63 Prozent (1,23 Prozent)
  • März 2026: 2,68 Prozent (1,23 Prozent)
  • April 2026: 2,81 Prozent (1,22 Prozent)
  • Mai 2026: 2,83 Prozent (1,28 Prozent)

Im Juni 2026 liegt der Durchschnittszins für Tagesgeldkonten bei Angeboten mit zeitlich befristeten Aktionszinsen bei 2,92 Prozent. Der reguläre Zinssatz nach Ablauf der Aktionsphase liegt dagegen bei nach wie vor moderaten 1,31 Prozent. Damit haben sich sowohl die Aktions- als auch die regulären Zinsen gegenüber dem Vormonat noch einmal leicht nach oben bewegt!

Die besten Tagesgeld- und Festgeld-Angebote nach der EZB-Entscheidung

Wer von den steigenden Zinsen profitieren möchte, muss übrigens nicht auf die ersten Reaktionen der Banken warten: Schon jetzt locken einige Institute mit Aktionszinsen von bis zu 4 Prozent für Neukunden. In unserem laufend aktualisierten Tagesgeld-Vergleich sowie unserem Festgeld-Vergleich seht Ihr auf einen Blick, welche Angebote sich aktuell besonders lohnen. Dort findet Ihr auch alle Details zu Zinsgarantien, Einlagensicherung und Konditionen der einzelnen Banken.

Besonders empfehlen können die reisetopia Finanzexperten bei einer kurzfristigen, flexiblen Anlage aktuell die folgenden Angebote:

Crédit Agricole Tagesgeld

  • Zinssatz: 4 Prozent p.a.
  • Zinsgarantie: bis 31. Januar 2027
  • Anlagebetrag: bis 10.000 Euro
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro (Frankreich)
  • Zinsausschüttung: jährlich

J.P. Morgan Tagesgeld

  • Zinssatz: 4 Prozent p.a.
  • Zinsgarantie: 4 Monate
  • Anlagebetrag: bis 1.000.000 Euro
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro
  • Zinsausschüttung: monatlich

Volkswagen Bank Tagesgeld

  • Zinssatz: 2,9 Prozent p.a.
  • Zinsgarantie: 6 Monate
  • Anlagebetrag: unbegrenzt
  • Einlagensicherung: 3.000.000 Euro (BdB-Fonds)
  • Zinsausschüttung: monatlich

Das Crédit Agricole Tagesgeld bietet Neukunden mit dem Tagesgeld Turbo derzeit starke 4 Prozent Zinsen p.a. – garantiert bis zum 31. Januar 2027. Damit zählt es zu den absoluten Spitzenangeboten am Markt. Einziger klarer Wermutstropfen ist die Begrenzung des Aktionszinses auf eine Anlagesumme von maximal 10.000 Euro.

Wer eine überschaubare Summe besonders hoch verzinst parken möchte, findet im Juni 2026 kaum ein besseres Angebot. Lediglich die jährliche statt monatliche Zinsausschüttung sowie die genannte Obergrenze trüben das ansonsten exzellente Bild leicht.

Crédit Agricole Tagesgeld

  • 4 Prozent Zinsen für Neukunden, garantiert bis 31. Januar 2027
  • 2,2 Prozent für Bestandskunden und danach
  • Anlagebetrag bis 10.000 Euro
  • Jährliche Zinsausschüttung
  • Hervorragende Einlagensicherung

Die beste Kombination aus Aktions- und Folgezins bietet derzeit das Chase Tagesgeld von J.P. Morgan: Neukund:innen erhalten 4 Prozent Zinsen für die ersten vier Monate, anschließend greift ein Folgezins von 2 Prozent. Über zwölf Monate gerechnet erzielt damit aktuell kein anderes Tagesgeld einen höheren Gesamtertrag.

Hinter dem Angebot steht mit J.P. Morgan eine der größten Banken der Welt, das Konto wird komfortabel über die moderne Chase-App eröffnet und verwaltet. Wer den höchsten Gesamtertrag über das erste Jahr sucht, ist mit dem Chase Tagesgeld derzeit am besten beraten.

J.P. Morgan Chase Tagesgeld

  • 4 Prozent Zinsen für vier Monate
  • 2 Prozent Zinsen ab dem fünften Monat
  • Unbegrenzter Anlagebetrag
  • Monatliche Zinsausschüttung
  • Hervorragende Einlagensicherung

Sofern Sicherheit das oberste Gebot ist, sollte man nur Angebote mit deutscher Einlagensicherung und zusätzlicher Absicherung in Betracht ziehen. In unserem reisetopia Zinscheck im Juni 2026 überzeugt aktuell insbesondere das Volkswagen Bank Tagesgeld, gerade nach der letzten Zinserhöhung im November!

Neben der hohen Sicherheit begeistert hier auch die Kombination aus einem mittlerweile sehr starken Neukundenzins für sechs Monate und einer fairen Anschlussverzinsung. Sehen lassen kann sich auch die hervorragende Einlagensicherung!

Volkswagen Bank Tagesgeld

  • 2,9 Prozent Zinsen für sechs Monate
  • 1 Prozent Zinsen ab dem siebten Monat
  • Anlagebetrag beliebig hoch
  • Monatliche Zinsausschüttung
  • Hervorragende Einlagensicherung

Für alle, die lieber langfristig planen und nach einer stabilen Rendite suchen, kann sich ein Festgeldkonto oder Sparbrief eher lohnen. Im Unterschied zu Tagesgeldkonten bieten Festgeldkonten in der Regel höhere Zinssätze, da das Geld für eine bestimmte Laufzeit gebunden ist.

Einen besonders guten Eindruck mit Blick auf die Rendite bei flexiblen Laufzeiten hat im Test der reisetopia Finanzexperten im Juni 2026 das Bank of Scotland Festgeld hinterlassen. Gerade bei kürzeren Laufzeiten von bis zu einem Jahr bietet das Festgeldkonto ausgesprochen attraktive Konditionen.

Bank of Scotland Festgeld

  • 2,4 bis 2,8 Prozent Zinsen pro Jahr
  • 3 Monate bis 1 Jahr Anlagedauer
  • Ab 100 Euro Anlagebetrag
  • Zinsausschüttung zum Laufzeitende
  • Gute Einlagensicherung
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Autor

Moritz hat sich über die Jahre ein enormes Wissen über Finanzprodukte, Loyalitätsprogramme und Luxusreisen angeeignet. Für Luxushotels, First Class Flüge sowie die Details von Kreditkarten, Tagesgeldkonten und mehr ist Moritz genau der richtige Ansprechpartner!

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