Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) sind sich auch nach der sechsten Verhandlungsrunde nicht einig geworden. Jetzt wird über eine Schlichtung verhandelt.

Die sechste Tarifverhandlungsrunde zwischen ver.di und den Luftsicherheitsunternehmen ist ohne Ergebnis beendet worden. Ursprünglich waren für die Gespräche zwei Tage angedacht, verhandelt wurde bis zum späten Freitagabend. Um den Osterferienverkehr nicht zu gefährden, schlägt ver.di eine Schlichtung vor. Das berichtet die Tagesschau.

Osterverkehr soll nicht gefährdet werden

Bereits seit Mittwoch befanden sich die Gewerkschaft ver.di und der BDLS inmitten ihrer Tarifverhandlungen. Die angesetzte Zeit von zwei Tagen war allenfalls nicht ausreichend, denn es wurde eine Verlängerung der Sitzungen einberufen. Dahingehend hatten die Parteien noch bis Freitag Zeit, um im Rahmen der Verhandlungsrunde Nummer sechs eine Einigung zu erzielen. Doch dazu ist es nicht gekommen. Auch nach dieser Verhandlungsrunde konnten sich die Parteien nicht einigen. ver.di schlägt nun eine Schlichtung vor, damit der Osterferienverkehr möglichst ohne Einschränkungen stattfinden kann.

Die Schlichtung ist nun der letzte Ausweg, eine Lösung zu finden, sagte Pieper. Mit dem Vorschlag will ver.di nach eigenen Angaben Rücksicht auf Urlauber und Familien im Osterferienreiseverkehr nehmen

Wolfgang Pieper, Verhandlungsführer der Gewerkschaft ver.di

Nach Aussage einer Sprecherin der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) wird über die exakten Bedingungen der Schlichtung in den kommenden Tagen verhandelt werden. Bei ausbleibenden akzeptablen Ergebnissen könnte es jedoch zu weiteren Streiks kommen, so ver.di. Bereits in der letzten Woche war es zu Streiks an einigen Flughäfen gekommen.

Verhandelt wird über die Arbeitsbedingungen von gut 25.000 Beschäftigten privater Sicherheitsdienstleister an deutschen Flughäfen. Zur Debatte steht eine Stundenlohnerhöhung um 2,80 Euro mit Mehrarbeitszuschlägen ab der ersten Überstunde bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Luftsicherheitsunternehmen hat einen neuen Vorschlag unterbreitet, wonach Beschäftigte monatlich etwa 556 Euro mehr erhalten würden. Weiterhin wird eine Erhöhung des Stundenlohns nach einem Jahr um 3,25 Euro mit einer Laufzeit von 24 Monaten angeboten.

Wird es eine Einigung bei der Schichtung geben?

Die Verhandlungen über neue Tarifverträge für Beschäftigte der Luftsicherheitsbranche zwischen ver.di und dem BDLS ziehen sich schon eine ganze Weile. Bereits im Februar gingen die Parteien uneinig auseinander, als das neue Angebot des Bundesverbandes von ver.di als völlig unzureichend eingestuft wurde. Auch aktuell ist man sich nach wie vor uneinig.

Zahlreiche Streiks in den letzten Monaten haben gezeigt, wie unschön dies aussehen könnte. Die Lufthansa verzeichnet alleine in diesem Jahr eine Streik-Einbuße in Höhe von 250 Millionen Euro.

Fazit zu den stockenden Tarifverhandlungen zwischen ver.di und dem BDLS

Die sechste Verhandlungsrunde zwischen ver.di und dem BDLS ist ohne Einigung beendet worden. Bis in den späten Freitagabend hinein wurde verhandelt. ver.di schlägt eine Schlichtung vor, damit der Osterreiseverkehr nicht durch weitere Streiks gefährdet wird. Über die Schlichtung soll zeitnah verhandelt werden. Es bleibt zu hoffen, dass die Gespräche erfolgreich zu Ende gehen und keine weiteren Arbeitsniederlegungen drohen.

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Autorin

Bereits zu ihrer Schulzeit an der Kärntner Tourismus Schule hat Beate das Reisen für sich entdeckt. So verbrachte sie jeden Sommer im Ausland. Auch während ihres Tourismusmanagement-Studiums in Wien war Beate viel unterwegs. Bei reisetopia kann sie nun ihre Leidenschaft zum Schreiben und Reisen perfekt miteinander kombinieren.

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