Diese Woche Freitag wird es zu Arbeitsniederlegungen an vielen deutschen Flughäfen kommen. Mittlerweile ist auch bekannt, an welchen Flughäfen es zu Streiks kommen soll. Einige von ihnen stellen den regulären Betrieb komplett ein.

Wie die Tagesschau berichtet, soll die Gewerkschaft Verdi im Tarifkampf zu eintägigen Streiks am Freitag aufgerufen haben. Dabei sollen vor allem die Flughäfen in München, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart, Dortmund, Hannover und Bremen betroffen sein. Seit Beginn des Jahres kam es schon immer mal wieder zu Streiks an Flughäfen. Passagiere mussten daher mit Verspätungen oder sogar Ausfällen rechnen. Auch dieses Mal erwartet man erhebliche Beeinträchtigungen, vor allem im innerdeutschen Flugverkehr.

500 Euro mehr Gehalt

Mit München, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart, Dortmund, Hannover und Bremen sollen insgesamt sieben deutsche Flughäfen von den angekündigten Streiks der Verdi betroffen sein. An Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt wird der reguläre Flugbetrieb am Freitag eingestellt, obwohl eigentlich 1005 Flugbewegungen geplant gewesen sind. Auch der Transitverkehr wird von den Streiktätigkeiten in Frankfurt am Freitag betroffen sein. Deshalb sollen Passagiere erst gar nicht am Flughafen erscheinen und sich rechtzeitig bei der entsprechenden Airline informieren.

Fluggäste, die ihre Reise in Frankfurt beginnen möchten, können ihren Flug nicht erreichen.

Fraport AG

Ebenso wird der Passagierbetrieb an den Flughäfen in München, Stuttgart und Hamburg eingestellt. Über 295.000 Menschen, die an diesem Tag über einen der Flughäfen reisen wollten, müssen mit Annullierungen rechnen. Der ADV betonte, dass es durch die Arbeitskämpfe zu 2.340 Flugausfällen kommen wird. Die Hilfsgüter werden aber weiterhin an die Erdbebenopfer in die Türkei und nach Syrien geliefert. Darüber hinaus wird vor allem der Inlandsflugverkehr von den Streiks betroffen sein. Am Freitag findet zudem die Münchner Sicherheitskonferenz statt. Weltweit gilt diese Konferenz als wichtigstes Politiker- und Expertentreffen zur Sicherheitspolitik. Der Flughafen in München teilte allerdings mit, dass die Flüge für diese Konferenz nicht vom Streik betroffen sein werden.

Über 295.000 Passagiere werden zum Spielball der Verdi-Streiktaktik.

Flughafenverband ADV

Das Bodenpersonal soll wieder im Fokus des angekündigten Streiks liegen. Die Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund fordern in der laufenden Tarifrunde eine Einkommenssteigerung von 10,5 Prozent. Mindestens soll es aber eine Gehaltserhöhung von 500 Euro geben. Dagegen sind jedoch die lokalen Arbeitgeber, da es für sie wirtschaftlich nicht machbar wäre.

Bei unseren Streiks in den laufenden Tarifverhandlungen denken wir auch über die Einbeziehung von Flughäfen nach. Dazu befinden wir uns in Diskussionen und Abstimmungen. Wir werden über Streiks wie immer rechtzeitig informieren.

Ein Verdi-Sprecher

Verdi-Vorsitzender Frank Werneke hofft auf ein gutes Angebot seitens der Arbeitgeber. Für den 22. sowie 23. Februar ist eine zweite Verhandlungsrunde in Potsdam geplant. Wenn an diesen beiden Tagen kein Ergebnis erzielt werden kann, dann könnte es wieder flächendeckend zu Arbeitsniederlegungen kommen.

Wenn nicht, sind wir natürlich in der Lage, im öffentlichen Dienst wie auch bei der Post wie auch an den Flughäfen zu mobilisieren. Es gibt sehr, sehr viel Zuspruch für unsere Forderung.

Frank Werneke, Vorsitzender Verdi

Fazit zu den Streiks am Freitag

Am Freitag wird es an vielen deutschen Flughäfen zu Arbeitsniederlegungen kommen, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilt. Unter anderem fordert man hier 500 Euro mehr Gehalt sowie eine Einkommenssteigerung von 10,5 Prozent. Am Flughafen Frankfurt wird der Passagierverkehr weitestgehend eingestellt, genauso wie in München, Stuttgart und Hamburg. Die Fraport-Personalchefin Julia Kranenberg kritisiert das Ausmaß dieses Streiks. Passagiere sind angehalten, die Flugpläne für Freitag zu prüfen und werden in Frankfurt bereits aufgefordert, nicht am Flughafen zu erscheinen und sich stattdessen an die jeweilige Fluggesellschaft zu wenden.

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Autor

Ihre Reiselust begann bereits in jungem Alter, wo sie sich immer sehr auf die Ferien gefreut hat. Egal ob Städtetrips, Urlaube am Meer oder auf den Bergen – Acelya ist für jedes Abenteuer bereit. Mit ihrer Neugierde und ihrer großen Leidenschaft zum Schreiben, entschied sie sich für ein Publizistikstudium. Bei reisetopia kann sie ihre Lust für Reisen und das Schreiben perfekt miteinander verbinden.

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