Die ohnehin schon stark angeschlagene Airline South African hatte durch die Coronakrise zusätzlich zu kämpfen. Eine wichtige Finanzspritze blieb ihr nun verwehrt, worauf die Airline ihren Flugbetrieb wieder einstellen musste.

Das Bangen um die südafrikanische Airline South African geht in die nächste Runde. Nachdem sie bereits vor der weltweiten Coronakrise kurz vor der Pleite stand, wird ihre Zukunft immer ungewisser. Eigentlich hatte die südafrikanische Regierung zusammen mit privaten Investoren an einer möglichen Kaufoption gearbeitet, die der Airline die benötigten zehn Milliarden südafrikanische Rand (etwa 505 Millionen Euro) geben soll, doch sie wartet bislang vergeblich auf das Geld, wie aerotelegraph bereits bekannt gab. Nun wurde der Flugbetrieb erneut eingestellt.

Südafrikas größte Airline wieder am Boden

Leider sind es keine guten Nachrichten, mit denen South African jüngst Schlagzeilen machte. Das Star-Alliance Mitglied ist aktuell ein großes Sorgenkind im Airline-Verbund, denn die Airline wartet vergeblich auf dringend benötigte finanzielle Unterstützung durch die eigene Regierung. Diese wiederum befand sich eigentlich in Verhandlungen mit privaten Investoren, doch das Geld blieb bislang aus. Um den Flugbetrieb wieder aufnehmen zu können, braucht South African umgerechnet etwa 533 Millionen Euro. Je länger die Flugzeuge stillstehen, desto schneller steigen die Forderungen. Im September waren es “nur” rund 500 Millionen Euro.

Ziel sei es jedoch nicht die Airline für immer zu grounden. Die Einstellung des Flugbetriebes ist erst mal nur vorläufig, solange bis sie finanzielle Unterstützung bekommt. Geplante Flüge werden noch durchgeführt, neue können aber nicht mehr gebucht werden. Die Insolvenzverwalter befinden sich weiterhin in Gesprächen mit der Regierung, um die Airline zumindest teilweise zu retten und in einer geschrumpften Form nach der Krise neu zu starten. Doch gerade jetzt wäre ein Neustart sinnvoll, denn trotz steigender Zahlen in Europa hat Südafrika seine Grenzen zum 1. Oktober wieder für internationale Touristen geöffnet. Damit öffnet sich auch der Luftraum wieder und South African hätte zumindest einige Einnahmen generieren können.

Grenzen Südafrikas wieder geöffnet – jedoch nicht für Touristen aus Hochrisikogebieten

Im Moment steigen die Fallzahlen besonders in Europa wieder stark an und für viele Länder und Städte gelten erneut Einschränkungen – auch bei der Einreise. Doch eine weltweite Reisewarnung gibt es nicht mehr, stattdessen führte man Länderspezifischem Einreisebestimmungen und Schutzmaßnahmen ein. Dadurch sind einige Länder von der Liste entfallen, wie beispielsweise Kuba, Mauritius oder die Seychellen.

Südafrika gab bereits Mitte September bekannt seine Grenzen für Touristen zum 1. Oktober wieder zu öffnen – nach sechs Monaten Sperrung des internationalen Flugverkehrs. Nun können Reisende wieder auf den drei größten Flughäfen Johannesburg, Kapstadt und Durban landen.

Wir sind bereit, unsere Türen wieder für die Welt zu öffnen und Reisende einzuladen, unsere Berge, unsere Strände, unsere lebhaften Städte und unsere Safari-Parks in Sicherheit und mit Vertrauen zu genießen.

Cyril Ramaphosa, Präsdient Südafrika

Allerdings darf nicht jeder einreisen. Das südafrikanische Innenministerium veröffentlichte auf ihrer Internetseite eine Liste mit Ländern, deren Bürgern es weiterhin nicht erlaubt ist, nach Südafrika einzureisen. Visa können ebenfalls wieder beantragt werden. Geschäftliche Reisende, die aus einem der Risikogebiete kommen, können jedoch einen Antrag mit entsprechenden Gründen für die Reise an das Innenministerium schicken. Deutschland steht bislang nicht darauf, jedoch wird die Liste fortlaufend aktualisiert. Einen genauen Überblick über die Einreisebestimmungen und Risikoländer bekommt Ihr hier!

Fazit zum erneuten Grounding von South African

Bereits im März musste die Airline ihren Flugbetrieb einstellen. Eigentlich hätte sie jetzt ihren Betrieb wieder aufnehmen sollen, denn Südafrika öffnete am 1. Oktober seine Grenzen. Doch es kommt anders, denn die Airline wartet immer noch auf das von der Regierung versprochene Geld. Umgerechnet 533 Millionen Euro braucht die bereits insolvente Fluggesellschaft für ihren Neustart. Die Zukunft bleibt also weiter ungewiss und die Flugzeuge am Boden! Sollte es zu einer Wiederaufnahme des Flugbetriebes kommen und zu einer Rettung der Airline, dann nur mit einer stark geschrumpften Flotte.

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Autorin

Seit sie 4 Jahre alt ist, reist Julia um die Welt und besucht gerne exotische Orte und weiße Strände. Am liebsten entspannt sie irgendwo am Strand in der Sonne oder genießt beim Windsurfen die Grenzenlosigkeit des Meeres. Bei reisetopia ist sie Eure Ansprechpartnerin für Neueröffnungen, Deals und relevante News aus der internationalen Hotellerie!

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