Seit Jahren gilt South African Airways als finanziell angeschlagen. Die größte Fluggesellschaft Südafrikas hält sich seit Jahren mit Hilfe von Subventionen, Sofortmaßnahmen und Sparmaßnahmen in der Luft. Die Präsenz in der Luft, also das eigentliche Kerngeschäft einer Airline, dürfte sich bei SAA jedoch bald reduzieren. Wie schlecht es um die Airline steht zeigt nun eine weitere drastische Maßnahme, mit der sich die Fluggesellschaft vor der Pleite zu retten versucht.

Rettung durch ein Schutzschirmverfahren?

Im Rahmen des Schutzschirmverfahrens sollen Kreditgeber weitere Milliarden als sogenannte Nachfinanzierung (PQF) der SAA zur Verfügung stellen, das durch den Staat abgesichert ist und durch das Unternehmen aus eigener Kraft in Zukunft wieder zurückgezahlt werden soll. Zudem möchte die Regierung die Fluggesellschaft mit weiteren zwei Milliarden Rand (ca. 124 Millionen Euro) unterstützen. Die notwendige Finanzspritze ist jedoch noch nicht gesichert. Das Ministerium für Staatsbetriebe kündigte vor einiger Zeit an, dass Gläubiger der Fluggesellschaft ebenfalls zwei weitere Milliarden Rand zur Sicherung des Flugbetriebes besteuern möchten.

 Verkauf von Flugzeugen soll die South African Airways retten

Eine weitere Finanzspritze soll der Verkauf von Flugzeugen des Typs Airbus A340 darstellen. Mit insgesamt 16 Airbus A340 stellt der Flugzeugtyp den Großteil der Flotte. Zum jetzigen Zeitpunkt verteilen sich die Maschinen auf sieben Airbus A340-300 und neun A340-600. Die vierstrahligen Jets weisen ein Durchschnittsalter von 16 Jahren auf. Wenngleich SAA nicht mehr alle Flugzeuge verwendet, kommt der Airbus A340 auf etlichen Strecken noch immer zum Einsatz. Nach Deutschland fliegen beispielsweise regelmäßig Airbus A340-600 und verkehren auf der Strecke zwischen Johannesburg und Frankfurt. Doch nun will sich die südafrikanische Airline von mehr als der Hälfte ihrer A340 trennen.

Fünf A340-300 und vier A340-600 wurden kürzlich zum Verkauf ausgeschrieben, dazu als Ersatzteile 15 Triebwerke und vier Hilfstriebwerke. Interessenten müssen bis Ende Januar ihre Angebote hinterlegen. Der Verkauf der Flugzeuge stellt einen Großteil der Umstrukturierung der Fluggesellschaft dar.

Flottenmodernisierung soll für Rentabilität sorgen

Mittelfristig soll sich der Flugbetrieb zumindest auf der Langstrecke rentabel gestalten. South African Airways übernahm im November vier geleaste Airbus A350. Derzeit sind die Flugzeuge nur auf der Inlandsstrecke zwischen Johannesburg und Kapstadt eingesetzt. Das macht durchaus Sinn. So kann sich das Kabinenpersonal an das neue Flugzeug gewöhnen und die Prozesse an Bord optimieren. Auch British Airways hat den nagelneuen Airbus A350 mit der Club Suite auf der Kurzstrecke zwischen London und Madrid eingesetzt. Ein Sprecher der Airline erklärte, dass die Airline die Betriebskosten auf der Flugstrecke zwischen Johannesburg und New York mit der Inbetriebnahme des Airbus A350 um 20 Prozent senken kann. Für die finanziell angeschlagene Airline sind die Einsparungen quasi überlebenswichtig. Derzeit bedient ein Airbus A340-600 die Route.

Fazit zum Verkauf der Airbus A340

Sind die Flugzeuge für South African Airlines wirtschaftlich nicht tragbar oder erhofft sich die Airline damit das schnelle Geld, damit der Flugbetrieb aufrecht erhalten kann? Kann die Fluggesellschaft Ihre Hoffnungen in den Airbus A350 legen? Zudem muss die Fluggesellschaft auf das Geld der Regierung hoffen. Wie schätzt Ihr die aktuelle Lage bei South African Airways ein?

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