Mitsamt des milliardenschweren Hilfspaketes für die Lufthansa, wird der Kranich gleichzeitig zu deutlich mehr Umweltschutz verpflichtet, wie nun bekannt wurde.

Nachdem der Poker rund um die Staatshilfen für die heftig angeschlagene Lufthansa nach langem hin und her endlich einen Abschluss fanden – dem die EU jedoch noch zustimmen muss –, wurden nun weitere Details des Vertrages zur Rettung des deutschen Flag-Carriers zwischen der Bundesregierung und der Lufthansa bekannt.

Neue Flugzeuge und Förderung von alternativen Kraftstoffen

Demnach verpflichtet sich der Kranich in dem Vertrag zu den Hilfsleistungen seitens des deutschen Staates, zur Erneuerung der eigenen Flotte, beziehungsweise zum Kauf möglichst treibstoffsparender Flugzeuge, wodurch die Produktion von Emissionen reduziert und die Klimabilanz der Lufthansa verbessert werden soll. Außerdem soll die Lufthansa deutlich mehr Projekte fördern, die sich auf die Entwicklung und Erforschung von alternativen, beziehungsweise umweltfreundlicheren Flugzeugtreibstoffen konzentrieren.

Des Weiteren verpflichtet sich der Kranich dazu, kein Geld aus den Staatshilfen in eine der sogenannten Steueroasen – wo die Lufthansa entsprechende Tochterunternehmen zuvor bereits offenlegen musste – abfließen zu lassen. Außerdem muss der Lufthansa-Vorstand bis Ende September auf ein Fünftel des Grundgehalts verzichten und in der Zeit der Maßnahmen zur Rettung der Lufthansa, dürfen weder Dividenden, noch Boni ausgeschüttet werden. Derweil möchte sich der deutsche Staat nach eigenen Angaben nicht in das operative Geschäft der Lufthansa eingreifen, jedoch Übernahmen aus dem Ausland verhindern.

Bereits zuvor gab es Berichte darüber, dass die Bundesregierung plane die Staatshilfen an eine Bedingung zu knüpfen, die die Lufthansa zum Kauf von Airbus-Flugzeugen gezwungen hätte. Ob dies noch aktuell, beziehungsweise in der Auflage zum Kauf umweltfreundlicherer Maschinen aufgegangen ist, ist nicht bekannt.

Fazit zu den Umweltauflagen des Lufthansa-Rettungspaketes

Während in anderen Ländern bereits zuvor Staatshilfen an Bedingungen zum Schutze der Umwelt geknüpft wurden, fanden sich dazu bei Beginn der zähen Verhandlungen zwischen der Bundesregierung und der zu rettenden Lufthansa kein Wort dazu. Nun sind jedoch auch hierzu Details bekannt geworden, die den Kranich zu einer umweltfreundlicheren Fluggesellschaft umgestalten sollen und letztlich sind diese Bedingungen durchaus zu begrüßen. Inwieweit sich die Lufthansa daran hält und halten kann, bleibt natürlich abzuwarten.

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Max saß irgendwann häufiger in einem Flugzeug als in einer Straßenbahn, und kam so nicht umhin sich immer mehr mit den Themen rund um das Sammeln von Meilen, sowie den besten Flug- und Reisedeals zu beschäftigen. Auf reisetopia teilt er mit euch die neusten Deals und wichtigsten Tipps!

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