Rundflüge ins Nirgendwo haben dieses Jahr an Popularität gewonnen. Nun will EVA Air ein besonderes Flugerlebnis erschaffen und bietet für die Feiertage Speed-Dating-Rundflüge an.

Die Zielgruppe der taiwanesischen Airline sind Singles, die auf der Suche nach der großen Liebe sind. Zusammen mit dem Reiseunternehmen Mobius hat EVA Air das neue Programm gestartet. Die Speed-Dating-Rundflüge mit dem Motto “Fly! Love is in the Air.” finden an Heiligabend, Silvester und Neujahr statt. Auf die Passagiere wartet ein außergewöhnliches Programm und vielleicht auch die große Liebe, wie CNN berichtet.

Speed-Dating über den Wolken

Die Flüge ins Nirgendwo sollen jeweils drei Stunden dauern und vom Taoyuan International Airport in Taipeh aus starten. Während die Flugzeuge über Taiwan fliegen, können sich die Singles näher kennenlernen und werden von der Michelin-Sterne-Köchin Motoke Nakamura verköstigt. Während des Fluges, außer zu den Mahlzeiten, werden die Gäste dazu angehalten ihre Masken zu tragen. Die Flugzeuge landen zurück im Taoyuan Airport, wo das Speed-Dating für zwei weitere Stunden fortgeführt wird.

Die drei angebotenen Rundflüge unterscheiden sich nur gering. An Heiligabend beginnt das Date mit einem Nachmittagstee auf dem Boden. An Silvester wird vor dem Flug ein Candlelight Dinner veranstaltet, bevor die Passagiere an Bord gehen und an Neujahr wird ein Frühstücks-Date arrangiert.

Die Passagiere müssen sich für den Flug bewerben

Um an einem den Speed-Dating-Rundflügen teilnehmen zu können, müssen Interessenten sich auf der Internetseite des Reiseunternehmens bewerben. Die Interessenten müssen gewisse Anforderungen erfüllen. Männer müssen zwischen 28 und 38 Jahre alt sein und die Frauen zwischen 24 und 35. Des Weiteren müssen alle Bewerber einen Universitätsabschluss vorzeigen können und taiwanesische Staatsbürger sein. Insgesamt können nur 40 Passagiere, 20 Frauen und 20 Männer, an einem Flug teilnehmen.

Nach einer Zusage wird ein Betrag von umgerechnet 250 Euro für ein Ticket fällig. Es ist eine hohe Nachfrage zu verzeichnen, denn der erste Flug ist bereits ausgebucht. An Bord angekommen, werden die Sitzplätze per Zufallsprinzip zugeteilt. Danach haben die Passagiere die Möglichkeit, ihre Sitzplätze immer wieder zu wechseln, um mit anderen Singles in Kontakt zu treten. Die Flüge werden mit einer Aussicht über Taiwans Ostküste untermalt und die Passagiere können sich am Anblick der Bergketten erfreuen, die sich von Hualien City im Norden bis Taitung City im Süden erstrecken.

Wenn alleinstehende Frauen und Männer reisen, möchten sie vielleicht auch jemanden kennenlernen. Wie in einem romantischen Film.

Sprecher der Speed-Dating-Abteilung von Mobius, Chiang Tsung-Wei

Schon im Sommer hat die taiwanesische Airline einen besonderen Rundflug ins Nirgendwo veranstaltet. In einem Airbus A330 mit Hello-Kitty-Lackierung konnten Passagiere ihre Reiselust für ein paar Stunden ausleben. Während der Corona-Pandemie haben Rundflüge aufgrund der strikten Reisebeschränkungen an Beliebtheit gewonnen. Die Tickets für einen Rundflug der Fluggesellschaft Qantas waren in zehn Minuten ausverkauft. Thai Airways wurde ebenfalls kreativ und spricht mit einem spirituellen Rundflug ihre buddhistischen Passagiere an.

Fazit zu EVA Airs Speed-Dating-Rundflügen

Die Corona-Krise hat den Fluggesellschaften vieles abverlangt. Die Rundflüge ins Nirgendwo sind durchaus nichts Neues, jedoch haben sie dieses Jahr an Popularität gewonnen. Mit den strikten Einreisebestimmungen haben alle Airlines nach wie vor zu kämpfen, wodurch Rundflüge eine gute Alternative darstellen, um Verluste zu minimieren und das Personal weiterhin zu beschäftigen. Gleichzeitig kann man Passagieren für einige Stunden das Reisegefühl zurückgeben. Dieses Potenzial hat auch EVA Air erkannt. Singles mit einem Ticket für den Rundflug können über den Wolken vielleicht sogar ihre große Liebe finden. Dass sich viele danach sehnen, macht sich an den schnell ausverkauften Tickets bemerkbar. Jedoch sorgen die Rundflüge auch für eine Polarisierung, denn die Flüge ins Nirgendwo tragen natürlich zum CO2-Ausstoß bei. 2018 hat die Luftfahrt bis zu 2 Prozent zu den globalen CO2-Emissionen beigetragen.

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Autorin

Schon als kleines Kind verbrachte Christel jährlich mehrere Wochen auf den Philippinen und konnte dadurch immer mehr zu ihren philippinischen Wurzeln finden. Mittlerweile reist sie gern für neue Geschmackserlebnisse und liebt sogar das Flugzeugessen.

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