Das Roomers Frankfurt Central ist das Stammhaus einer der spannendsten deutschen Lifestyle-Hotelmarken. Ob sich ein Aufenthalt lohnt und wie das Haus im Vergleich zur Frankfurter Konkurrenz abschneidet, zeige ich Euch in meiner ausführlichen Bewertung.
Inhaltsverzeichnis
Durch den starken Fokus auf Geschäftsreisende ist der Hotelmarkt in Frankfurt etwas anders strukturiert als in anderen Großstädten. Dennoch hat sich in den vergangenen Jahren viel getan, gerade bei Lifestyle-Hotels. Schon länger mit von der Partie ist das Roomers: Die kleine Marke ist in Frankfurt gestartet, sodass das mittlerweile mehr als ein Jahrzehnt alte Haus – heute als Teil der Autograph Collection von Marriott geführt und von der Designerin Oana Rosen aus einem früheren Bürogebäude gestaltet – das erdachte Konzept am besten zeigt. Auf insgesamt 116 Zimmer und Suiten verteilt sich das Erlebnis, das ich Euch im Detail vorstelle.
Roomers Frankfurt Central – die Buchung
Profitieren konnte ich bei meinem Aufenthalt von einer besonderen Rate für Mitarbeiter der Reiseindustrie. In der Regel beginnen die Preise etwa bei der 200-Euro-Marke, was für ein Haus dieser Klasse in Frankfurt durchaus fair ausfällt.
Das gesamte Check-in-Erlebnis in der dunkel gestalteten Lobby hat bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen, nicht nur wegen des freundlichen Personals. Bei meinem jüngsten Besuch im Juni 2026 dauerte der Check-in aufgrund technischer Probleme zwar etwas länger, an der Freundlichkeit änderte das aber nichts.
Charmant fand ich, dass sofort ein Willkommensgetränk angeboten wurde und auch ein paar Süßigkeiten kostenfrei bereitstehen. Beim Check-out bot man mir sogar noch ein Getränk zur Mitnahme an – oft sind es solche Kleinigkeiten, die für einen besonders guten Eindruck sorgen. Ein Upgrade auf ein Comfort Zimmer gab es dank meines Marriott Platinum Status ebenso wie das kostenfreie Frühstück, einen späten Check-out bis 16 Uhr sowie Punkte und Nächte für den Status.
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Roomers Frankfurt Central – die Lage
In der Beschreibung der Lage lohnt ein Blick darauf, warum das Hotel offiziell mittlerweile als Roomers Frankfurt Central geführt wird. Früher nur als Roomers Frankfurt bekannt, bekommt das Haus im Jahr 2026 ein Schwesterhotel in der Stadt: Als Teil der exklusiven Luxury Collection eröffnet dann das Roomers Parkview im Norden von Frankfurt.
Das Stammhaus liegt dagegen tatsächlich ziemlich zentral, nur knappe fünf Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof entfernt. Die Gegend direkt um das Hotel herum ist recht gediegen, und man erreicht in wenigen Minuten das Mainufer. In die Innenstadt braucht man zu Fuß eine gute halbe Stunde, mit dem öffentlichen Nahverkehr oder einem Taxi geht es aber auch in gerade einmal zehn Minuten. Auch der Flughafen ist mit S-Bahn oder Taxi nicht weit entfernt.
Mit Blick auf die Lage ist das Roomers Frankfurt Central fraglos eine Empfehlung wert, sofern man gerne verkehrsgünstig wohnt.
Roomers Frankfurt Central – das Zimmer
Insgesamt gibt es im Roomers Frankfurt Central acht verschiedene Zimmerkategorien, die sich weniger im Design als vielmehr in der Größe unterscheiden. Auf die Petite Zimmer folgen die Superior und Comfort Zimmer, die gleich groß sind und sich nur beim Ausblick unterscheiden. Letzteres durfte ich bewohnen, sodass ich einen guten Eindruck der typischen Zimmer geben kann. Darüber hinaus gibt es größere Kategorien wie die Select und Deluxe Zimmer sowie drei Suite-Typen mit bis zu 70 Quadratmetern.
Der Eingangsbereich
Allzu groß sind die normalen Zimmer nicht – die Superior und Comfort Zimmer bieten etwa 24 Quadratmeter in einem offenen Design. Das merkt man direkt beim Betreten, denn der Kleiderschrank ist ebenso sofort sichtbar wie das Badezimmer und das Bett. Eine Kofferablage findet sich direkt neben der Tür.
Im Schrank liegen die üblichen Utensilien wie ein Bügelbrett bereit, das bei mir allerdings teilweise defekt war. Die Bademäntel und Hausschuhe haben dagegen einen hochwertigen Eindruck hinterlassen. Was ebenfalls sofort auffällt, ist das durchgängig dunkle Design, das sich von den Gängen bis in die Zimmer zieht.
Insgesamt ist der Eingangsbereich damit funktional gelöst, wenn auch angesichts der Zimmergröße etwas gedrängt.
Das Schlafzimmer
Das eigentliche Zimmer hat einen recht typischen Schnitt für dieses Niveau. So dominiert ein großes, bequemes Bett mit guten Bettwaren. Positiv aufgefallen ist mir, dass die Wandverkleidung dahinter sehr hochwertig und stilvoll wirkt – gerade hier gibt es sonst oft nur langweilige Einheitsbilder.
Auf beiden Seiten des Bettes findet man je einen kleinen Nachttisch, wobei mir die bereitgestellte große Wasserflasche positiv aufgefallen ist.
Eine nette Ergänzung ist die Musikbox, die mich an mein 25hours Hotel Das Tour Frankfurt erinnert hat und gut zum Lifestyle-Anspruch des Hauses passt.
Auf der gegenüberliegenden Seite steht ein langes Sideboard, über dem der Flachbildfernseher hängt. Ein Teil davon dient als Schreibtisch, der angenehm groß ist, allerdings nur mit einem Stoffhocker daherkommt – länger komfortabel arbeiten lässt es sich hier also nicht.
Ebenfalls auf dem Sideboard findet sich die Minibar, die für dieses Preisniveau ausgesprochen elaboriert ausfällt – allein an Snacks und Spielereien gibt es reichlich.
Ein prall gefüllter Kühlschrank wartet ebenfalls auf die Gäste. Die Preise sind allerdings nicht ohne, dafür steht dank reichlich Alkohol einer kleinen Party auf dem Zimmer nichts im Wege.
Positiv hervorheben möchte ich die kostenfrei bereitgestellte Kaffeemaschine, die mit Porzellantassen und Milch als Ergänzung zu den Kapseln überzeugt.
Zuletzt sei der Sessel in der Ecke erwähnt, der neben dem Bett die einzige bequemere Sitzgelegenheit darstellt. Dank eines großen Fensters kommt gut Licht ins Zimmer, einen schönen Ausblick hat man in den dank der Innenhoflage ruhigeren Comfort Zimmern allerdings nicht. Dennoch hat mir das Zimmer gut gefallen – gerade im direkten Vergleich zum gegenüberliegenden Le Méridien Frankfurt zeigt sich ein echter Qualitätsunterschied.
Unterm Strich ist das Zimmer stimmig eingerichtet, wenn auch nicht sonderlich groß.
Das Badezimmer
Als mindestens speziell würde ich das Badezimmer beschreiben. Auch hier dominieren dunkle Farben, sodass man ein wenig aufpassen muss, wohin man tritt. Das Waschbecken ist im Grunde das trennende Element zwischen Eingangsbereich und Schlafzimmer und bietet neben einem Spiegel etwas Ablagefläche.
Durch einen schmalen Gang gelangt man über zwei Stufen zu einer Badewanne. Diese ist auf diesem Niveau, gerade in einer normalen Zimmerkategorie, eine tolle Sache. Gleichzeitig ist die Dusche allerdings in der Badewanne verbaut, was ich nicht ideal finde.
Einen Regenduschkopf sucht man vergeblich, und wenngleich der Wasserdruck gut ist, überzeugt die Einstellung des Duschkopfes nicht wirklich. In anderen Zimmerkategorien gibt es hingegen eine begehbare Dusche mit Regenduschkopf statt einer Badewanne.
Einen tollen Eindruck haben dagegen die Pflegeprodukte der Marke 19-69 hinterlassen, ebenso die sehr flauschigen Handtücher.
Nicht außen vor lassen kann ich die Toilette, die zwar in einem getrennten Raum liegt, dieser ist allerdings selbst aus dem Schlafzimmer durch das teils nicht blickdichte Glas einsehbar. Hier hätte ich mir für Paare eine etwas klügere Lösung gewünscht. Davon abgesehen hat mir das Bad aber recht gut gefallen.
Damit ist das Bad zwar speziell, hat mir in Summe aber durchaus gefallen.
Roomers Frankfurt Central – die Gastronomie
Beim gastronomischen Angebot bietet das Roomers Frankfurt Central zwei Optionen. Auf der einen Seite gibt es das Restaurant Burbank, das unter dem bekannten Koch The Duc Ngo gestartet ist und kalifornisch-asiatische Küche sowie kreative Speisen serviert – hier gibt es auch das Frühstück. Daneben steht die legendäre Roomers Bar, die für den einen oder anderen durchzechten Abend bekannt ist und eine breite Auswahl an Drinks in gediegener Atmosphäre bietet. Ergänzend gibt es einen Room Service.
Einen genaueren Blick werfe ich im Folgenden vor allem auf das Frühstück.
Das Frühstück
Ein Bild machen konnte ich mir vor allem vom Frühstück, das mich ziemlich begeistert hat – und das bei meinem erneuten Besuch im Juni 2026 genauso überzeugte. Geboten wird eine Kombination aus Buffet und à la carte Angebot, was auf diesem Preisniveau keineswegs die Regel ist.
Der freundliche Service ist mir ebenso positiv aufgefallen wie das wirklich umfangreiche Buffet. Eine kreative Note darf nicht fehlen, gibt es doch etwa eine Station, an der man sich eine eigene Matcha Bowl zubereiten kann. Für einen besonderen Start in den Tag kann man sich ganz im Roomers-Stil auch einen Bloody Mary mixen oder einen Vodka Shot gönnen.
Für seichtere Gemüter gibt es selbstredend eine Auswahl an Säften und Wasser sowie am Platz servierte, hervorragende Kaffeespezialitäten vom Barista. Auch beim klassischen Frühstück fehlt es nicht an Auswahl, gibt es doch Brot, Brötchen, Croissants und süße Teilchen.
Keine Abstriche muss man beim Belag machen: Neben einer breiten Auswahl an Wurst- und Käsesorten findet sich reichlich Aufschnitt.
Hinzu kommen diverses Gemüse sowie Spezialitäten wie Lachs, Hummus und Baba Ganoush, dazu eine gute Obstauswahl.
Ergänzt wird das Buffet von verschiedenen Müslisorten und Joghurt – für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Abgerundet wird das Angebot durch zahlreiche à la carte Speisen, darunter besondere Optionen wie Eggs Benedict.
Auch der Avocado Toast war frisch und gelungen.
Dazu kommen Klassiker wie Rührei und Pfannkuchen.
Zusammenfassend ein wirklich tolles Frühstück, das durchaus mit dem mithalten kann, was ich beim Sofitel Frankfurt Opera oder JW Marriott Frankfurt erlebt habe.
Ein rundum gelungener Start in den Tag also.
Roomers Frankfurt Central – die Erholung
Einen Blick werfen möchte ich auch auf den Erholungsbereich im obersten Stockwerk, der neben einem Fitnessraum einen Wellnessbereich mit viel Tageslicht bietet. Auf Wunsch lassen sich hier auch Behandlungen buchen, der Fokus liegt aber auf einem Spa, das von früh morgens bis spät am Abend genutzt werden kann.
Der Fitnessraum
Einen eher schwachen Eindruck hat der Fitnessraum hinterlassen, weil er ziemlich klein ist. Der Ausblick auf die Stadt ist nett, ebenso das Tageslicht, allerdings fehlt es schlicht an Auswahl bei den Maschinen. Zudem ist alles sehr eng gestellt, sodass man außerhalb der Cardio-Geräte kaum richtig trainieren kann.
Viel gravierender fand ich, dass Hanteln und die wenigen Kraftmaschinen in einem ziemlich katastrophalen Zustand waren – aus meiner Sicht entsteht hier teilweise sogar eine Gesundheitsgefährdung. Immerhin stehen Handtücher, Wasser und sogar Äpfel in ausreichender Zahl bereit. Gerade weil ich ansonsten zufrieden war, kann ich dem Hotel hier nur zu einer Investition raten.
Hier liegt aus meiner Sicht der größte Schwachpunkt des ansonsten überzeugenden Hauses.
Der Wellnessbereich
Gerade im Vergleich zum Fitnessraum fällt der Wellnessbereich sehr positiv auf. Fasziniert hat mich vor allem die Kreativität – einen solchen Bereich habe ich bei über 500 Hotelaufenthalten noch nicht gesehen.
Natürlich gibt es Klassiker wie ein Dampfbad sowie eine Sauna, die allerdings ein spannendes, abgerundetes Design bietet. Ergänzt wird das Ganze von einem Jacuzzi mit verschiedenen Liegen, von denen man auch nach draußen blicken kann.
Darüber hinaus wird es richtig kreativ: Neben normalen Liege- und Entspannungsmöglichkeiten gibt es etwa elektronische Massageliegen, Eisbecken, Infrarotduschen und viele weitere Elemente.
Zusammenfassend war ich von dem vielfältigen Angebot ziemlich angetan – hier können sich viele Hotels, auch auf höherem Niveau, eine Scheibe abschneiden.
Der Wellnessbereich ist damit ein echtes Highlight des Roomers Frankfurt Central.
Roomers Frankfurt Central – das Fazit
Das Roomers Konzept mag nicht für jedermann sein, doch mein Gesamteindruck fällt sehr positiv aus. Ja, die Zimmer sind in die Jahre gekommen und die Gestaltung ist teilweise gewöhnungsbedürftig. Ansonsten überzeugt das Hotel aber stark – etwa beim Service, mit Blick auf den kreativen Wellnessbereich und das wirklich hervorragende Frühstück.
Echte Kritik möchte ich nur mit Blick auf den Fitnessbereich aussprechen, der in seinem aktuellen Zustand schlicht inakzeptabel ist. Dennoch würde ich persönlich durchaus wieder im Roomers übernachten, gerade weil das Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu anderen Frankfurter Hotels ziemlich gut ausfällt.
Der Aufenthalt im Roomers Frankfurt Central fand im Juni 2026 statt. Im Rahmen unserer reisetopia Qualitätsstandards wurden das Review und alle Hotelinformationen im Juli 2026 auf ihre Aktualität geprüft.