Verdi verhandelt derzeit mit der Lufthansa über neue Tarifverträge und drohte in diesem Zuge bereits die letzten Wochen mit erneuten Warnstreiks. Nun macht die Gewerkschaft ernst.

Die Verhandlungen mit der Kranich-Airline verliefen bisher nicht so, wie es sich Verdi wünscht. Ihren Drohungen lässt die Gewerkschaft jetzt Taten folgen. Wie die Lufthansa selbst mitteilt, will Verdi die Airline durch erneute Warnstreiks unter Druck setzen, um auf deren Forderungen einzugehen.

Landesweite Warnstreiks bei Lufthansa

Die Lufthansa und Verdi sind sich uneins über die Bedingungen für einen neuen Tarifvertrag. Um eine Lösung zu finden, gab es bereits über zwei Tage hinweg Verhandlungen zwischen den beiden Parteien. Dabei lehnte Verdi ein erstes Angebot der Lufthansa jedoch ab und drohte bereits mit Warnstreiks. Jetzt wird aus der Drohung eine Handlung. Verdi möchte anscheinend nicht die nächsten Verhandlungstage im August abwarten und ruft 20.000 Beschäftigte am Boden der Deutschen Lufthansa AG zu einem Warnstreik auf. Dieser soll von Mittwoch, dem 27. Juli, 3:45 Uhr bis Donnerstag, dem 28. Juli, um 6 Uhr morgens gehen.

Die Lufthansa kritisiert, dass es sich in diesem Fall nicht mehr um Warnstreiks handeln würde. Dafür seien die Streiks zu flächendeckend und die Dauer zu lange. Doch warum sieht sich Verdi überhaupt gezwungen, 20.000 Beschäftigte der Lufthansa zu Streiks aufzurufen? Verdi fordert einen Tarifvertrag, der zwölf Monate gültig ist und eine Lohnerhöhung von 9,5 Prozent beinhaltet. Ein erstes Angebot der Lufthansa war von der Dienstleistungsgewerkschaft als unzureichend abgelehnt worden. Jetzt greift Verdi zu altbekannten Mitteln, um Druck auf die Airline auszuüben. Die nächsten Verhandlungen sollen am 3. und 4. August stattfinden. Es bleibt abzuwarten, ob es diesmal zu einer Annäherung kommt.

Was bedeuten die Streiks für die Passagiere?

Wer am Mittwoch mit der Lufthansa fliegen möchte, der muss laut tagesschau wohl oder übel mit Flugausfällen und Verspätungen rechnen. Besonders in Hinblick auf die beginnenden Sommerferien in Hessen kommen die Warnstreiks zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Viele Familien haben sicher geplant, direkt in der ersten Ferienwoche in den Urlaub zu fliegen und könnten nun durch die Streiks auf Probleme stoßen.

Unter anderem wurden Beschäftigte der Lufthansa AG Boden, Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo an allen Lufthansa-Standorten in Deutschland zum Streik aufgerufen. Darunter fallen Frankfurt am Main, Düsseldorf, Köln, Hamburg, München und Berlin. Die Flugausfälle und Verspätungen entstehen bei diesen Streiks vor allem durch die zum Bodenpersonal gehörenden Techniker und Logisten. Deren Dienstleistungen sind wichtig, damit die Flugzeuge losfliegen können. Streiken diese, kommt es dementsprechend zu massiven Problemen.

Fazit zu Verdis Streikaufruf

Verdi und Lufthansa befinden sich derzeitig in Verhandlungen um neue Tarifverträge für Angestellte der Lufthansa Group. Bisher sind diese Verhandlungen aus Sicht der Verdi allerdings nicht sehr erfolgreich, wobei auch erst zwei Verhandlungstage ins Land gezogen sind. Trotzdem sieht sich Verdi scheinbar nach einem ersten enttäuschenden Angebot von Lufthansa gezwungen, schwerere Geschütze aufzufahren und zu deutschlandweiten Warnstreiks aufzurufen. Diese Streiks gehen allerdings nicht nur zulasten der Lufthansa, sondern auch zu denen vieler Urlauber. Gerade, weil in Hessen aktuell die Sommerferien starten und im Zuge dessen sicher viele wegfliegen wollen. Natürlich kann die Dienstleistungsgewerkschaft so vor den nächsten Verhandlungstagen im August extra viel Druck ausüben, um zu bekommen, was sie wollen. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob es Wirkung zeigen und die Lufthansa auf Verdis Forderungen eingehen wird.

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Autorin

Jenny ist mit dem Reisen aufgewachsen und hat es schon als kleines Kind lieben gelernt. Für sie ist das Betreten eines Flugzeuges eines der schönsten Gefühle der Welt. Bei reisetopia kann sie ihre Leidenschaft fürs Reisen mit dem fürs Schreiben verbinden.

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