Die Regierung hat der Fluggesellschaft South African Airways eine weitere Finanzierungshilfe zugesagt. Diese soll die Restrukturierung der angeschlagenen Airline vorantreiben.

Nach jahrelangen Verlusten hat die Corona-Pandemie South African Airlines an den Rand ihrer Möglichkeiten gestellt. Im Frühling musste die Airline über eine Schließung bangen, bis ihr im Mai dann doch die rettende Staatshilfe in Milliardenhöhe zugesichert wurde. Jetzt hat sich, nach langem Zögern, der Finanzminister Südafrikas bereit erklärt, weitere Finanzhilfen zur Verfügung zu stellen, wie fvw.de berichtet.

Ein dreistelliger Millionenbetrag soll SAA weiterhelfen

Vor einigen Wochen teilten die Insolvenzverwalter der Airline mit, dass sie kurz vor der Liquidation stehen würden. Am 28. Oktober konnte die Airline neue Hoffnung schöpfen, denn der Finanzminister Tito Mboweni hat ihr die notwendige Hilfe zugesagt. Umgerechnet sind es ca. 580 Millionen Euro. Das Geld setzt sich aus der Reduzierung der Mittel für die nationalen Ministerien und ihre Einheiten sowie durch die Kürzung der an Bedingungen geknüpften Zuschüsse der Provinz- und Lokalregierungen zusammen.

Die größte südafrikanische Airline und Star-Alliance Partner hat schon seit 2011 keine Gewinne mehr erzielt. Seitdem war die Airline immer wieder auf Staatshilfen und Bürgschaften angewiesen. Bislang ist kein externer Investor in Sicht, der bereit wäre bei SAA einzusteigen. Nur der Wettbewerber Ethiopian Airlines hat sich bislang für die Wartung der SAA-Maschinen bereitgestellt. Somit ist die Regierung erst mal die Alleininvestorin der angeschlagenen Airline.

SAA Flotte bleibt vorerst auf dem Boden

Da die erste zugesicherte Finanzhilfe im September immer noch nicht geleistet wurde, haben die Insolvenzverwalter von South African Airways sich für ein temporäres Grounding entschieden. Der Plan für die Restrukturierung steht seitdem fest. Anfang 2021 soll die größte Airline Südafrikas neu starten, jedoch deutlich kleiner, denn es werden nur noch 1.000 statt 4.700 Angestellte für die Airline tätig sein, womit sich auch die Größe der Flotte deutlich verringern soll. Für diese Umstrukturierung fehlten bis zu dem Zeitpunkt jedoch die erste versprochene Staatshilfe.

Die Gläubiger haben den Rettungsplan nur unter der Bedingung einer schriftlichen Finanzierungszusage der Regierung angenommen. In dem erarbeiteten Rettungsplan der Insolvenzberater, wurde eine Summe von umgerechnet 533 Mio. Euro als nötig erachtet, um die Umstrukturierung erfolgreich in die Wege zu leiten. Auch wenn die Regierung in Pretoria das Geld zugesichert hat, ist die Hilfe nach einigen Monaten im September immer noch nicht angekommen, womit die Insolvenzberater am 29. September beschlossen haben, den Betrieb zu pausieren. Rückführungsflüge wurden noch absolviert, aber keine neuen mehr angenommen. Durch die Entscheidung der Regierung Ende Oktober kann die Airline jetzt nach vorne blicken und die nötige Restrukturierung vorantreiben.

Fazit zur Finanzhilfe von SAA

Schon vor der Corona-Pandemie hat die südafrikanische Airline zu kämpfen gehabt und war immer wieder auf Staatshilfen und Bürgschaften angewiesen. Dieses Jahr hat jedoch das Fass zum Überlaufen gebracht, denn die Airline würde ohne die benötigte Hilfe kurz vor der Liquidation stehen. Jetzt könnte es für die Airline wieder ein Lichtblick geben, denn die Regierung hat weitere Hilfen zugesichert. Somit könnte die Rekonstruktion von South African Airlines erfolgreich vonstattengehen und die Fluggesellschaft könnte dann 2021, wenn auch als deutlich kleinere Airline, wieder den Betrieb aufnehmen.

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Autorin

Schon als kleines Kind verbrachte Christel jährlich mehrere Wochen auf den Philippinen und konnte dadurch immer mehr zu ihren philippinischen Wurzeln finden. Mittlerweile reist sie gern für neue Geschmackserlebnisse und liebt sogar das Flugzeugessen.

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