Condor steht offenbar vor einem möglichen Eigentümerwechsel. Gleichzeitig gibt es Entwarnung für die bevorstehende Hauptreisezeit. Der Sommerurlaub sei trotz geopolitischer Spannungen nicht gefährdet.
Für Condor könnten in den kommenden Jahren weitreichende Veränderungen anstehen, wie der Stern in zwei verschiedenen Artikeln berichtet. Während CEO Peter Gerber die Zukunft des Ferienfliegers perspektivisch in einem größeren Airline-Verbund sieht und dabei auch Investoren aus der Golfregion ins Spiel bringt, gibt es für Reisende aktuell keinen Anlass zur Sorge. Die operative Stabilität der Airline sei gewährleistet, sodass der Sommerflugplan trotz internationaler Krisen planmäßig durchgeführt werden könne.
Das Wichtigste in Kürze
- Condor-Chef kann sich einen Verkauf der Airline an internationale Fluggesellschaften vorstellen
- Hintergrund ist die langfristige Suche nach neuen strategischen Eigentümern für den Ferienflieger
- Trotz geopolitischer Spannungen ist der Sommerflugverkehr von Condor nicht gefährdet
Condor könnte Teil eines größeren Airline-Konzerns werden
Im Gespräch mit dem Magazin Stern erklärte Gerber, dass sich die Zukunft von Condor vermutlich innerhalb eines größeren Airline-Verbundes abspielen werde. Da eine Übernahme durch die Lufthansa aus wettbewerbsrechtlichen Gründen praktisch ausgeschlossen sei, richtet sich der Blick des Condor-Chefs auf andere internationale Akteure.
Als potenzielle Interessenten nannte Gerber ausdrücklich Airlines aus der Golfregion wie Emirates, Etihad Airways und Qatar Airways. Auch die Turkish Airlines könne aufgrund ihrer Wachstumsambitionen in Europa ein möglicher Partner sein. Nach Ansicht Gerbers könnten insbesondere Golf-Airlines nach den jüngsten geopolitischen Entwicklungen verstärkt nach internationalen Beteiligungsmöglichkeiten suchen.
Hintergrund ist die aktuelle Eigentümerstruktur von Condor: Seit der Rettung während der Corona-Pandemie hält der deutsche Staat über eine Auffanggesellschaft noch 49 Prozent der Anteile, während die übrigen 51 Prozent dem britischen Investor Attestor gehören. Beide Anteilseigner gelten langfristig nicht als strategische Eigentümer.
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Trotz Nahost-Konflikt: „Der Sommerurlaub ist sicher“
Parallel zur Eigentümerfrage sieht Gerber die operative Situation von Condor für die bevorstehende Hauptreisezeit jedoch positiv. Trotz des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten und zeitweiliger Sorgen um die weltweite Treibstoffversorgung gebe es aktuell keinen Grund zur Beunruhigung für Reisende. „Der Sommerurlaub ist sicher“, betonte der Condor-Chef in einem Stern-Interview.
Nach Angaben Gerbers verfügt die Airline über ausreichend abgesicherte Treibstoffkapazitäten und beobachtet die geopolitische Lage kontinuierlich. Zwar könnten Krisenregionen jederzeit Auswirkungen auf Flugrouten und Kostenstrukturen haben, derzeit seien jedoch keine Einschränkungen für den Ferienflugverkehr zu erwarten.
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