Die angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten führt weiterhin zu massiven Einschränkungen im Luftverkehr. Wir geben einen strukturierten Überblick nach Airlines – inklusive aktueller Zeiträume und betroffener Ziele.
Die militärische Eskalation im Nahen Osten hat leider weiterhin erhebliche Auswirkungen auf den internationalen Flugverkehr. Mehrere Staaten haben ihre Lufträume geschlossen oder eingeschränkt, zahlreiche Airlines reagieren mit Flugstreichungen, Umleitungen oder vollständigen Aussetzungen des Betriebs in bestimmten Regionen. Die Situation zwingt Airlines dazu, weiterhin Flugpläne kurzfristig anzupassen. Allen voran die Lufthansa Group, aber auch viele weitere Airlines informieren über alle Kanäle die Reisenden über die aktuelle Lage, mögliche Umbuchungsmöglichkeiten oder Stornierungen. Wir geben einen Überblick über den aktuellen Stand.
Das Wichtigste in Kürze
- Lufthansa Group setzt weiterhin Flüge zu Zielen im Nahen Osten teilweise bis Oktober (je nach Destination) aus
- Andere Airlines setzen ihre Flüge teilweise bis Ende Mai aus
- Weitere Verlängerungen der Flugstreichungen in der Region und der betroffenen Airlines sind wahrscheinlich
Lufthansa Group setzt Verbindungen in den Nahen Osten weiter aus
Die Lufthansa Group, zu der die Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, ITA Airways, Eurowings und weitere gehören, verlängert die Streichungen aller Flüge in den Nahen Osten und umfliegt mehrere Lufträume der Krisengebiete vollständig. Flüge zu den folgenden Zielen sind aktuell bis einschließlich 31. Mai 2026 ausgesetzt:
- Dubai (beide Flughäfen)
- Tel Aviv
Die Flüge zu den folgenden Zielen sowie deren Luftraum werden aktuell sogar bis einschließlich 24. Oktober 2026 ausgesetzt:
- Abu Dhabi
- Amman
- Beirut
- Dammam
- Riad
- Erbil
- Maskat
- Teheran
Zum Ziel Jeddah in Saudi-Arabien, liegen zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Informationen vor.
Eurowings hat zudem gesondert bekannt gegeben, Flüge nach Tel Aviv, Beirut und Erbil bis zum 30. April auszusetzen und Flüge von und zu folgenden Zielen sogar bis einschließlich 24. Oktober 2026:
- Dubai
- Abu Dhabi
- Amman
Laut Lufthansa können betroffene Fluggäste ihre Reise kostenfrei auf ein späteres Datum umbuchen oder sich alternativ den vollständigen Ticketpreis erstatten lassen. Tickets nach Tel Aviv, Amman, Beirut, Erbil, Dammam, Abu Dhabi oder Dubai, welche am oder vor dem 1. März 2026 ausgestellt wurden, können für die Reisedaten vom 16. März bis 26. März 2026, falls noch nicht annulliert, kostenlos erstattet werden.
Weiterhin teilt die Lufthansa auf ihrer Informationsseite mit, dass Fluggäste ihre aktuellen Kontaktdaten unter der aktuellen Buchung hinterlegen sollen. So könne die Airline die Passagiere über ihren Flug leichter auf dem Laufenden halten und ihnen wichtige Informationen zusenden. Sollte ein Flug annulliert werden müssen, werden die betroffenen Fluggäste von der Lufthansa automatisch sowie kostenlos auf einen anderen Flug umgebucht und darüber informiert. Passagiere werden zudem dazu angehalten, den aktuellen Status ihrer Flüge auch selbstständig zu überprüfen, sollten sie keine Nachricht von der Airline erhalten.
Weitere europäische Airlines setzen Flüge in die betroffenen Regionen aus
Auch andere europäische Airlines wie Air France/KLM, British Airways, Finnair, Condor, Turkish Airlines sowie alle Airlines innerhalb der betroffenen Gebiete, wie Emirates, Qatar Airways oder Etihad Airways, haben die Flüge in die betroffenen Gebiete vorübergehend eingestellt.
Condor
Condor hat ihren Flugplan aufgrund der aktuellen Sicherheitslage im Nahen Osten vorübergehend angepasst. Die folgenden Verbindungen werden nach aktuellem Stand bis einschließlich Ende März ausgesetzt:
- Dubai
Folgende Verbindungen werden hingegen bis Anfang Juli ausgesetzt:
- Beirut
- Sulaymaniyah
- Tel Aviv
- Kairo
Das bedeutet, dass Dubai bis zum Ende des Winterflugplans nicht mehr angeflogen wird. Ebenso entfallen die Flüge von und nach Beirut, Sulaymaniyah, Tel Aviv und Kairo. Betroffene Gäste werden direkt informiert, teilt Condor unter Ihren aktuellen Meldungen mit. Für die entfallenden Flüge bietet Condor zudem gebührenfreie Umbuchungen auf alternative Ziele im Streckennetz der Airline an.
Reisende, die direkt bei Condor gebucht haben, sollen sich hierfür an den Condor Kundenservice wenden, während sich Pauschalreisende an ihren jeweiligen Reiseveranstalter wenden können.
Air France / KLM
Die niederländische Airline KLM hat ihre Flüge in die betroffenen Gebiete bis einschließlich 17. Mai 2026 ausgesetzt. Konkret betroffen sind die folgenden Strecken:
- Dubai, Riad und Dammam
Tel Aviv hat KLM zudem bis zum 11. April 2026 ausgesetzt. Die Airline betont, dass die Sicherheit von Passagieren und Crews oberste Priorität habe, und beobachtet die Situation im Nahen Osten weiterhin genau. Betroffene Passagiere wurden informiert und sollen, sobald möglich, auf alternative Verbindungen umgebucht werden. Wann der reguläre Flugbetrieb wieder aufgenommen werden kann, ist derzeit noch unklar.
Auch Air France hat aufgrund der Sicherheitslage mehrere Flugstreichungen verlängert. Betroffen davon sind die folgenden Flüge bis einschließlich 31. Mai 2026:
- Dubai und Riad
Die folgenden Verbindungen werden nach aktuellem Stand bis einschließlich 4. April 2026 ausgesetzt:
- Tel Aviv und Beirut
Es ist jedoch davon auszugehen, dass Air France hier ebenso bis mindestens Ende April oder darüber hinaus verlängern wird.
British Airways
Auch British Airways setzt weiterhin mehrere Flüge in den Nahen Osten aufgrund der angespannten Sicherheitslage aus. Betroffen sind derzeit unter anderem die Verbindungen zu folgenden Zielen bis einschließlich 31. Mai 2026:
- Amman, Bahrain, Dubai und Tel Aviv
Folgende Verbindungen sind bis Ende April ausgesetzt:
- Doha
Weitere trifft es noch stärker, die Verbindungen zu folgenden Zielen werden sogar vorerst bis Ende 2026 komplett ausgesetzt:
- Abu Dhabi
Die Airline beobachtet die Situation weiterhin genau und betont, dass Flüge nur durchgeführt werden, wenn dies sicher möglich ist. Gleichzeitig verweist British Airways auf aktuelle Hinweise der britischen Regierung, wonach Reisende die Region verlassen sollten, sofern sichere kommerzielle Optionen verfügbar sind.
Um gestrandeten Passagieren eine Rückreise zu ermöglichen, organisiert British Airways mehrere Sonderflüge von Maskat (Oman) nach London Heathrow. Mehrere davon wurden Anfang März erfolgreich abgeschlossen. Diese Flüge richteten sich in erster Linie an British Airways Kunden mit bestehenden Buchungen, die sich im Oman oder in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgehalten haben.
Zudem bietet die Airline betroffenen Reisenden flexible Umbuchungsoptionen an und man solle die Airline kontaktieren. Wie lange die Einschränkungen bestehen bleiben, ist derzeit weiterhin offen. Die Airline beobachtet die Lage fortlaufend und passt ihre Maßnahmen entsprechend an.
Finnair
Auch die finnische Fluggesellschaft Finnair wendet sich nun mit Optionen an ihre Passagiere. Gestrichen sind nach aktuellem Stand Verbindungen zu folgenden Zielen bis einschließlich 29. März 2026:
- Dubai
Folgende Verbindungen sind bis zum 2. Juli 2026 gestrichen:
- Doha
Reisenden, die aufgrund fehlender Verfügbarkeiten nicht umgeleitet werden können, empfiehlt die Airline, eine Stornierung des Tickets zu beantragen. Alternative Flüge für Reisende, die bereits unterwegs sind, koordiniert der Finnair Kundendienst. Passagiere haben die Möglichkeit, ihre Reise einmalig kostenlos zu ändern auf einen Flug innerhalb von 14 Tagen. Es kann nicht garantiert werden, dass alle zuvor gebuchten Zusatzleistungen eingehalten werden können – diese werden allerdings zurückerstattet. Für Betroffene werden Hotelübernachtungen sichergestellt. Ebenfalls ist angeraten, die Kontaktinformationen auf dem neusten Stand zu halten für optimale Erreichbarkeit.
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