Die Lufthansa Gruppe plant weitere kontinuierliche Kürzungen ihres Kurzstreckenangebotes. Bis 2028 soll die Konsolidierung abgeschlossen sein.

Die Lufthansa Gruppe hat im Jahr 2026 bereits beträchtliche Kürzungen ihres Flugangebotes vorgenommen. Betroffen waren dabei vor allem Kurzstrecken, bis Ende Oktober sollen insgesamt 20.000 Flüge gestrichen werden. Das ist jedoch definitiv noch nicht das Ende der Fahnenstange, wie Dieter Vranckx, Chief Commercial Officer im Konzernvorstand der Lufthansa Gruppe, gegenüber dem Handelsblatt deutlich machte. Die Konsolidierung soll bis 2028 weitergehen und könnte noch zu beträchtlichen Reduzierungen des Flugangebotes führen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Lufthansa Group plant weitere Reduzierungen von Kurzstreckenflügen
  • Die Konsolidierung soll bis 2028 abgeschlossen sein
  • Das Ziel ist eine bereinigte Ergebnismarge von 8 bis 10 Prozent

Lufthansa Group plant weitere Kürzungen bei Kurzstrecken

Das Kurzstreckenangebot der Lufthansa Gruppe hat in den vergangenen Monaten bereits deutlich gelitten. Bis Oktober werden insgesamt 20.000 Flüge gestrichen, hinzu kommen darüber hinaus das Aus der Lufthansa City Airline im April 2026 sowie die Streichung innerdeutscher Verbindungen. Bis 2028 wird es jedoch weitere Kürzungen geben.

München ist eines der sechs Drehkreuze, an denen die Lufthansa Group aktiv ist

Wo genau an den Kurzstreckenflügen der Lufthansa Group gekürzt werden soll, ließ CCO Dieter Vranckx offen. Die Reduzierungen werden dort angesetzt, wo sie wirtschaftlich Sinn ergeben würden. Fakt ist jedoch: Bis 2028 darf mit weiteren, möglicherweise sogar teils drastischen Kürzungen bei der Lufthansa Gruppe gerechnet werden.

Wir werden immer dann gezielt Kapazität auf der Kurzstrecke reduzieren, wenn es wirtschaftlich geboten ist. […] Wir haben das Ziel einer bereinigten Ergebnismarge von 8 bis 10 Prozent ausgegeben. Davon sind wir noch weit entfernt.

Dieter Vranckx, Chief Commercial Officer der Lufthansa Group

Gleichzeitig legt Vranckx Wert auf mehr Effizienz. Diese sei bei der Lufthansa Group zurzeit noch nicht im gewünschten Maße gegeben, was der Lufthansa-CCO auch auf die Vielzahl an Drehkreuzen zurückführt. Insgesamt ist die Lufthansa Group mit den zugehörigen Airlines an sechs Drehkreuzflughäfen aktiv: Frankfurt, München, Zürich, Wien, Brüssel und Rom.

Es ist für die gesamte Gruppe wirtschaftlich nicht sinnvoll, jeden Flughafen von jedem unserer sechs Drehkreuze anzufliegen. […] Mit mittlerweile fünf Netzwerk-Airlines und sechs Drehkreuzen gibt es natürlich auch Überlappungen beim Einzugsgebiet.

Dieter Vranckx, Chief Commercial Officer der Lufthansa Group

Zudem gab Vranckx ein Versprechen ab, was die zukünftigen Anbindungen der Lufthansa Group angeht. Wichtige Einzugsgebiete sollen weiterhin an mindestens ein Drehkreuz und somit auch an das Langstreckennetz der Gruppe angebunden bleiben.

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Autor

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