Die Gewerkschaft ver.di rief am Sonntagmorgen zu einem zweitägigen Warnstreik auf. Seitdem mussten zahlreiche Passagierflüge an den Flughäfen Leipzig/Halle sowie Dresden gestrichen werden.

Deutschland blieb in letzter Zeit kaum von Streiks verschont. Nachdem ver.di bereits am Freitag einen 48-stündigen Warnstreik in Leipzig/Halle und Dresden ab Sonntag angekündigt hatte, zeigen sich nun die Konsequenzen. Insgesamt sind mehr als 100 Flüge der beiden Airports betroffen und mussten großteils gestrichen werden, wie aus einer Mitteilung von aero.de ausgeht.

Gewerkschaft möchte Druck ausüben

Aufgrund der seit Sonntagmorgen gestrichenen Flüge wurden die Pläne tausender Passagiere durchkreuzt. ver.di rief sämtliche Beschäftigte der Mitteldeutschen Flughafen AG zu einem Streik auf, der in der Nacht auf Dienstag wieder enden soll. Bis dahin verweigern die rund 1.300 Beschäftigten der Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden die Fortführung ihrer Arbeit.

Flightradar24 zeigt das Ausmaß des Streiks für das Flugprogramm in Dresden

Verständnis für den erneuten Warnstreik in Leipzig/Halle sowie Dresden gibt es seitens des Flughafenbetreibers nicht. Denn dieser einigte sich mit ver.di auf weitere Gespräche von Arbeitsgruppen beider Parteien bis zur nächsten Tarifverhandlung Ende Februar.

Vor diesem Hintergrund ist ein solch massiver Streik absolut unverständlich und Passagieren wie auch Airline-Kunden schwer vermittelbar.

Sprecher des Flughafenbetreibers
Die Abflugtafeln der betroffenen Flughäfen zeigen seit Sonntag ausschließlich Streichungen

Hintergrund des Streiks sind die Forderungen der Gewerkschaft, die Tabellenentgelte um 650 Euro für 2024 zu erhöhen sowie eine Inflationsausgleichszahlung von 3.000 Euro zu bekommen. Der Arbeitgeber hatte demnach bei der letzten Tarifverhandlung eine Erhöhung der Vergütungen um 330 Euro und einer Inflationsausgleichszahlung von 2.200 Euro angeboten. Allerdings gab sich ver.di damit nicht zufrieden.

Fazit zu den Streiks an deutschen Flughäfen

Der nächste Streik legt die Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden bis in die Nacht auf Dienstag lahm. Erst letzte Woche forderte die Gewerkschaft ver.di das Bodenpersonal der Lufthansa zum Streiken auf und beeinträchtigte damit die größten deutschen Flughäfen. Es ist somit ersichtlich, dass die Forderungen nach Lohnerhöhungen in der Luftfahrt ein aktuelles Problem darstellt. Deswegen wird es spannend bleiben, ob Gewerkschaft und Flughafenbetreiber bald eine gemeinsame Lösung finden.

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Autor

Durch sein erstes Flugerlebnis mit zehn Jahren hat Samuel die Liebe zum Verreisen für sich entdeckt. Seither lässt er keine Möglichkeit mehr aus, verschiedene Kulturen und neue Orte zu erkunden - egal ob mit dem Rucksack, per Roadtrip oder vom Hotel aus.

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