Wird das Fliegen bald zum absoluten Luxusgut? Die Bundesregierung wird die Luftverkehrssteuer weiter erhöhen, um Mehreinnahmen zu erhalten.

Das Fliegen wird teurer, das war bereits bekannt. Darunter rückt die bevorstehende Luftverkehrsabgabe immer näher, die statt der Kerosinsteuer kommen wird. Nun möchte die Ampelregierung auch die Luftverkehrssteuer erhöhen. Es ist zwar bisher nicht bekannt, wie viel sie steigen wird, aber es gibt schon einige kritische Stimmen, wie auch fvw berichtet.

Geteilte Meinungen in der Bevölkerung

Die Bundesregierung macht das Fliegen noch teurer, indem die Luftverkehrssteuer weiter angehoben werden soll. Die Steuer muss jeweils von Passagieren gezahlt werden, die von deutschen Flughäfen abheben. Bereits im April 2020 wurde die Abgabe deutlich erhöht. So wurde die ursprüngliche Abgabe für Kurzstreckenflüge von acht Euro auf 13 Euro, die Mittelstrecke von 25 Euro auf 32 Euro und die Langstreckenflüge von 45 Euro auf 58 Euro angehoben. Derzeit ist noch nicht bekannt, um welchen Betrag die Abgaben weiter steigen werden. Sollten sie proportional steigen, können Mehrkosten von 4,39 Euro (Kurzstrecke), 11,13 Euro (Mittelstrecke) und 20,04 Euro für die Langstrecke erhoben werden. Dadurch sollen dem Staat jährlich 580 Millionen Euro Mehreinnahmen zur Verfügung stehen.

Die Erhöhung der Luftverkehrssteuer stößt sowohl auf Zustimmung als auch auf Ablehnung. Die Reisebranche ist gegen die erneute Erhöhung der Steuerabgabe, da sich die Flugpreise dadurch noch weiter erhöhen. Darunter betitelt der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV) Norbert Fiebig die geplante Anhebung der Steuer als „soziale Frage mit Sprengkraft“. Da sich die Anhebung auf die Durchschnittsverdiener auswirkt und negative Folgen hätte.

Eine entsprechende repräsentative Umfrage mit mehr als 5.000 Teilnehmern ergibt, dass rund 31 Prozent der Deutschen die Erhöhung befürworten, also für „sehr positiv“ empfinden und knapp 28 Prozent sind strikt dagegen und halten die Erhöhung für „sehr negativ“. Als „eher positiv“ betrachten 15,6 Prozent und als „eher negativ“ empfinden rund 12 Prozent der Befragten die Erhöhung. Dadurch ist die knappe Mehrheit für die höhere Luftverkehrssteuer. Unter den Befürwortern könnten auch Menschen sein, die ohnehin wenig reisen und davon nicht betroffen wären.

Unter den Befragten sprachen sich besonders jüngere Leute gegen die Steuererhöhung aus. In der Altersgruppe von 18 bis 28 Jahren stimmten 41 Prozent und bei den 30- bis 39-Jährigen fast 34 Prozent dagegen.

Fazit zu den geplanten Erhöhungen der Luftverkehrssteuer

Die Bundesregierung wird die Luftverkehrssteuer erhöhen. Eine entsprechende Umfrage zu dem Thema gibt die gespaltene Meinung der Gesellschaft wider. Unter den Kritikern der Anhebung sind vermutlich vorwiegend die Gruppen der Studierenden/Auszubildenden und der jungen Erwachsenen mit Familien, die sich nach der Erhöhung vermutlich keine oder weniger Reisen leisten könnten. Es bleibt abzuwarten, ob die Steuererhöhung wirklich durchgesetzt wird.

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Autorin

Seitdem Selina alleine reisen kann und nicht mehr von ihren Eltern zur Nordsee oder Ostsee mitgenommen wird, versucht sie immer neue Länder und Kulturen zu erkunden. Bisher ist sie im europäischen Raum verreist, möchte aber so bald wie möglich ihre erste Fernreise machen.

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