Nicht nur die täglich ansteigenden Infektionszahlen in Großbritannien bilden aktuell die negativen Schlagzeilen in den Medien, nun sorgt das Land aktuell mit dem Verkauf von gefälschten negativen Corona-Testergebnissen für weitaus mehr Unruhe und Diskussionen.

Für den Verkauf von gefälschten, negativen Coronatests, welche zunehmend bei den Fluggesellschaften vorgelegt werden, um in andere Länder zu reisen, muss sich die Regierung in Großbritannien nun auf heftige Kritik einstellen. Wie die PledgeTimes.com berichtete, können die Briten einen kostenlosen Test nur dann durchführen, wenn sie zur Kategorie “gefährdete Arbeitnehmer” gehören, sodass sich mittlerweile ein Schwarzmarkt für gefälschte Testergebnisse im Land etabliert hat.

Handel mit gefälschten Corona-Tests wächst rasant

Während in Europa gerade aktuell wieder verschärfte Maßnahmen gegen das Virus eingeführt wurden und zunehmend im Gespräch sind, verliert Großbritannien gerade komplett die Kontrolle – nicht nur über die Virusverbreitung, zuletzt auch über die Handlungen ihrer eigenen Bevölkerung. Die Verbreitung der gefälschten negativen Coronatests lässt sich zunächst an folgende Gründe knüpfen. Nicht nur auf einigen Flughäfen oder bei den Fluggesellschaften selbst benötigt man inzwischen vor dem Abflug zu bestimmten Destinationen einen negativen Test, auch für die Einreise in bestimmte Reiseziele ist der Nachweis eines negativen Testergebnisses unumgänglich geworden. Mit diesem Hintergrund hat sich in Großbritannien die Problematik des Schwarzhandels eingeschlichen, bei der die Briten verstärkt mit gefälschten, negativen Dokumenten ihre Reise antreten, die in erster Linie deutlich kosten- und zeitsparender sind.

Die Kosten für einen Corona-Test liegen bei den privaten Laboren, an die sich die Passagiere wenden müssen, bei rund 150 Pfund, das entspricht circa 165 Euro. Alternativ kann ein solcher Test auch offiziell am Flughafen Heathrow für nur 80 Pfund, circa 88 Euro, durchgeführt werden. Einige Handwerker der Stadt Bradford spezialisieren sich allerdings derzeit auf ein neues “Business” und verkaufen inzwischen eine gefälschte Bescheinigung für Reisende mit dringender Notwendigkeit eines negativen Testergebnisses für 150 Pfund (165 Euro) – ohne Testaufwand und lange Wartezeiten. In Blackburn kann man solche Fake-Testnachweise auch schon ab 50 Pfund (55 Euro) bekommen.

Diese Problematik stellt nicht nur eine enorme Gefahr für das Land und die Bewohner selbst dar, sondern gefährdet mitunter genauso schlimm alle anderen Länder dieser Erde. Doch anscheinend lassen sich einige Teile der britischen Bevölkerung von Einreisebestimmungen nichts vorschreiben oder besser gesagt verstehen jene absolut gar nicht die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit dieser Auflagen. Derzeit kann noch nicht nachgewiesen werden, wie viele Reisende mit einer solchen Fake-Bescheinigung andere Länder bereist haben.

Negative Testergebnisse auch kostenfrei “organisierbar”

Als wenn das nicht schon kriminell genug wäre, kamen die einfallsreichsten Touristen des Landes noch auf weitere Ideen einen negativen Test zu bekommen. Sie mussten nicht nur keinen Test selber durchführen, sondern organisierten sich den gefälschten Befund auch noch völlig kostenlos, indem sie sich das Dokument von einem Freund ausliehen und die Daten zu ihren eigenen abänderten. Demnach behaupteten Passagiere auf ihrem Weg nach Pakistan, entdeckt zu haben, wie man die Tests fälscht – und zwar mit Photoshop. So können die Reisenden ihre Flüge auch noch kurzfristig erreichen – über mögliche Konsequenzen scheint dieser Teil der Bevölkerung sich überhaupt keine Gedanken zu machen. Was für die meisten wohl unvorstellbar ist, scheint in Großbritannien recht einfach zu funktionieren und bereits mehrfach umgesetzt worden zu sein. Dennoch bleibt fraglich, inwiefern diese Informationen auch wirklich stimmen, da bisher nur in britischen Zeitungen von dem Vorfall zu lesen ist.

Es gibt allerdings in der Tat private Reisebüros ebenso wie auch ganze Unternehmen, die bereit sind, ihren Kunden einen solchen Service anzubieten, selbst wenn der Käufer und Reisende möglicherweise bereits Symptome verspürt, die auf das Virus hinweisen, oder dieser vielleicht in Wirklichkeit gar infiziert ist. Man kann also nur hoffen, dass auf die Problematik jetzt überall aufmerksam gemacht wird und die Menschen im Land von der Regierung zur Vernunft gebracht werden, da sie nicht nur sich selbst, sondern ihr gesamtes Umfeld inklusive andere Länder stark in Gefahr bringen!

Fazit zum Schwarzhandel gefälschter Covid-Tests in Großbritannien

Die Spannungen während der Krise verschärfen sich nun immer mehr. So ist in Großbritannien neben steigender Infektionszahlen auch noch die Problematik eines Schwarzhandels von gefälschten, negativen Coronatests aufgekommen, mit der sich ein Teil der Bevölkerung versucht durch einen gefälschten negativen, kostenfreien Test in andere Länder zu schmuggeln. Auch einige private Reisebüros sollen laut den britischen Medien einen solchen Service für ihre Kunden anbieten. Wie man merkt spielen die Zeiten aber auch einige Menschen mittlerweile stark verrückt, ich bin mal gespannt, was in den kommenden Wochen noch passieren wird!

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Autorin

Seitdem Karolin als Schülerin an einem Austauschprogramm in Frankreich teilgenommen hat, wächst täglich ihre Begeisterung für das Reisen und Entdecken neuer Länder und ihre Leidenschaft für die französische Sprache.

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