Kürzlich gab das US-Verkehrsministerium eine neue Regelung bekannt, die das Konzept der “Emotional Support Animals” nun komplett neu definiert.

Die sogenannten Emotional Support Animals (kurz: ESA), sind Tiere, die der emotionalen Unterstützung an Bord dienen. Sie unterscheiden sich von Service Tieren, die speziell zur Assistenz trainiert wurden, um beispielsweise Menschen mit Seh- oder Gehörbehinderungen zu unterstützen. Seit 2003 sind in den USA nicht nur Service Tiere erlaubt, sondern auch sogenannte die Emotional Support Animals, die seitdem eine Reihe von Problemen verursachten. Durch die neue Reglung in den USA sind Fluggesellschaften nicht mehr dazu verpflichtet, Emotional Support Animals mit Servicetieren gleichzustellen. Künftig sollen Airlines solche Tiere als normale Haustiere behandeln können, wie CNN berichtet.

ESA werden nicht mehr mit Service Tieren gleichgestellt

Die seit 2003 geltende Regelung wurde von vielen Passagieren wahrgenommen. Dazu zählten jedoch auch viele, die diese Regelung missbraucht haben und einfach ihre Haustiere als Emotional Support Animals deklarierten, um diese nicht im Cargo aufgeben zu müssen. Zudem ist der Transport eines Emotional Support Animals kostenlos gewesen, weshalb viele diese Reisemethode bevorzugten, als den gebührenpflichtigen Transport des Haustieres im Gepäckraum. Das US-Verkehrsministerium hat jetzt ein Machtwort gesprochen und eine neue Regelung im Hinblick auf die Mitnahme von Tieren im Flugzeug eingeführt, die für alle Airlines gelten soll. Jetzt sollen nur noch Hunde mitgenommen werden können, die speziell zu Servicetieren ausgebildet wurden. Diese sollen Personen mit Behinderungen während des Fluges zur Seite stehen, sei diese physisch, sensorisch, psychisch oder geistig. Zudem sind Airlines nun nicht mehr verpflichtet, andere Tiere außer Servicehunde zu befördern. Somit müssen alle anderen Tiere von jetzt an im Cargo aufgegeben werden.

In den USA wurden jahrelang Tiere an Bord erlaubt, um beispielsweise Passagieren mit Flugangst zu helfen. Diese Emotional Support Animals waren medizinisch anerkannt und es waren alle Arten von Tieren erlaubt. Doch die seit 2003 geltende Regelung stellte für viele Airlines Probleme dar, da es sich bei Emotional Support Animals eben nicht um Servicetiere handelt, aber für die es bisher dieselbe Regelung galt. Jetzt ist nun mit dieser Gleichstellung an Bord Schluss.

Hausschweine, Pfaue und Miniponys durften bereits mitfliegen

In den letzten Jahren haben sich bereits etliche Tiere im Flugzeug rumgetummelt. Darunter auch solche, die für großen Ärger unter den anderen Passagieren sorgten. Beispielsweise wurden bereits die eigenen Katzen und Seidenäffchen oder Schlangen und Hausschweine mit an Bord genommen, die auch schon mal für Aufregung und Mühe sorgten, als diese ausbüchsten oder sich im Gang entleerten.

Die bisher geltende Regelung wurde aus Rücksicht auf das Wohlbefinden der anderen Fluggäste und der Fluggesellschaften nun revidiert. Die nicht zu Servicetieren ausgebildeten Emotional Support Tiere haben schon einige Probleme während des Fluges verursacht, denn neben dem Ausbüchsen, sorgten einige Tiere für Schwierigkeiten seitens der Passagiere mit Tierhaarallergien oder Phobien. Das Konzept der Emotional Support Animals wurde jetzt nochmal neu definiert, um solche Konflikte in Zukunft zu verhindern.

Fazit zu der neuen Mitnahme-Regelung von Tieren im Flugzeug

In den letzten Jahren wurde das Angebot der Emotional Support Animals immer öfter von Passagieren in Anspruch genommen. Und das oftmals zum Leidwesen der anderen Passagiere oder des Bordpersonals. Denn anders als Servicetiere haben Emotional Support Animals nicht dieselbe Ausbildung erhalten und sorgten dementsprechend für Schwierigkeiten an Bord. Damit soll nun Schluss sein. Den Fluggesellschaften wird fortan die Möglichkeit gegeben, Emotional Support Animals als normale Haustiere anzusehen und diese im Frachtraum zu transportieren. Des Weiteren wird allen Fluggesellschaften erlaubt, nur noch Servicehunde anzunehmen. Alle anderen Tierarten müssen gebührenpflichtig im Frachtraum untergebracht werden. Somit dürfte das “Affentheater” an Bord ein Ende genommen haben.

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Autorin

Schon als kleines Kind verbrachte Christel jährlich mehrere Wochen auf den Philippinen und konnte dadurch immer mehr zu ihren philippinischen Wurzeln finden. Mittlerweile reist sie gern für neue Geschmackserlebnisse und liebt sogar das Flugzeugessen.

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