Der Flugbetrieb an wichtigen Drehkreuzen wie Dubai, Doha und Abu Dhabi wird langsam wieder aufgenommen, nachdem im März zehntausende Reisende dort gestrandet waren. Wir geben den aktuellen Stand und zeigen, welche Umbuchungs- und Stornierungsoptionen geboten werden.
Die aktuelle Sicherheitslage im Nahen Osten hat weiterhin Auswirkungen auf den globalen Flugverkehr. Luftraumsperrungen und temporäre Flughafenschließungen schränkten den Flugverkehr ein. Die großen Airlines in der Region informieren Reisende über die aktuelle Lage, mögliche Umbuchungsmöglichkeiten oder Stornierungen. Einige Airlines bieten im begrenzten Umfang wieder Flüge aus den Krisenregionen an, jedoch bei weitem nicht das Angebot wie zuvor. Wie die Tagesschau berichtet, hat die irakische Zivilluftfahrtbehörde den Luftraum von Irak für zivile Flüge nun offiziell wieder freigegeben, die Lage bleibt höchst volatil.
Das Wichtigste in Kürze
- Der reguläre Flugbetrieb in Doha, Abu Dhabi und Dubai bleibt eingeschränkt
- Ausgewählte Flüge finden statt, von normalem Flugbetrieb kann weiterhin nicht gesprochen werden
- Irak Luftraum offiziell wieder geöffnet
Regulärer Flugbetrieb bleibt weiterhin eingeschränkt
In mehreren Ländern der Golfregion wurden aufgrund der Sicherheitslage die Lufträume vorübergehend gesperrt. Besonders stark betroffen waren die großen internationalen Drehkreuze in Dubai, Abu Dhabi und Doha, die ihren regulären Betrieb Anfang März einstellen mussten. Aber auch Kuwait und Bahrain sowie weitere Flughäfen in der Region waren betroffen. Mittlerweile sind einzelne Flüge in begrenztem Umfang wieder gestartet, dennoch kommt es weiterhin zu großflächigen Einschränkungen.
Die Situation ist besonders schwierig für Umsteigepassagiere, da die Golf-Airlines normalerweise eine zentrale Rolle im globalen Luftverkehr spielen. Entsprechend sind nicht nur Reisende in der Region betroffen, sondern auch Passagiere, die von Europa nach Australien und Asien sowie in der Gegenrichtung zu fliegen geplant hatten. Folgend geben wir Euch einen Überblick über den aktuellen Status bei den wichtigsten Airlines in der Region.
Emirates
Emirates hält den Flugbetrieb weiterhin deutlich eingeschränkt. Konkret gilt bis auf Weiteres die folgende Weisung:
- Nach der teilweisen Wiedereröffnung des regionalen Luftraums, betreibt Emirates einen reduzierten Flugplan.
Bei den möglichen Flügen werden Passagiere mit bestehenden Buchungen bevorzugt berücksichtigt. Den eingeschränkten Flugplan können Passagiere unter folgendem Link einsehen:
Betroffene Reisende können ihre Flüge auf alternative Verbindungen bis spätestens 15. Juni umbuchen, wenn das neue Reiseziel in derselben Region liegt und in derselben Klasse erfolgt, oder eine Rückerstattung beantragen, sofern die Buchung ursprünglich bis zum 31. Mai vorgesehen war. Es ist nun auch möglich, die Umbuchung online vorzunehmen, ohne den Kundendienst kontaktieren zu müssen.
Emirates beobachtet die Situation weiterhin genau und empfiehlt Passagieren, vor der Anreise zum Flughafen den aktuellen Flugstatus online zu prüfen. Die Airline betont, dass die Sicherheit von Passagieren und Mitarbeitern oberste Priorität habe.
Qatar Airways
Qatar Airways hat den Flugbetrieb eingeschränkt wieder aufgenommen. Am 1. April kündigte die Airline in einer Pressemitteilung an, bis Mitte Mai zusätzliche Frequenzen zu mehr als 120 Destinationen aufzunehmen. Die Flüge finden innerhalb eines begrenzten Sicherheitskorridors statt, der von der katarischen Zivilluftfahrtbehörde (Qatar Civil Aviation Authority) definiert wurde. Angesichts dessen sind die Flüge, die pro Tag stattfinden können, begrenzt und bedürfen einer sorgfältigen Planung.
Der Flugbetrieb ist allerdings weiter stark eingeschränkt. Im April und Mai bleiben alle acht Airbus A380 der Airline am Boden in Doha. Bis zu 12.000 Flüge sollen gestrichen werden. Passagiere mit einer bestätigten Buchung und einem Reisedatum zwischen dem 28. Februar und dem 15. Juni 2026 können ihren Flug auf einen Flug umbuchen, der bis zum 31. Oktober 2026 stattfindet, oder eine Erstattung des ungenutzten Ticketwerts erhalten.
Aufgrund eines erhöhten Anfrageaufkommens kann es allgemein beim Kundenservice zu längeren Wartezeiten kommen. Reisende werden gebeten, ihre Buchung möglichst online zu verwalten und ihre Kontaktdaten aktuell zu halten, um über Änderungen informiert zu werden. Auch sollen Reisende sich nur dann am Flughafen einfinden, wenn sie über ein bestätigtes Ticket verfügen.
Etihad Airways
Auch Etihad Airways lässt den Flugbetrieb aufgrund der regionalen Luftraumsperrungen weiterhin eingeschränkt. Folgend der aktuelle Stand:
- Seit dem 6. März 2026 hat Etihad Airways den kommerziellen Flugbetrieb in eingeschränktem Umfang wieder aufgenommen. Bereits gebuchte Gäste werden so schnell wie möglich auf diese Flüge umgebucht. Tickets können außerdem direkt bei der Airline erworben werden.
- Aktuell operiert Etihad etwa 70 Prozent seines ursprünglichen Flugplans
Eine vollständige Übersicht der Ziele ist auf der Website von Etihad Airways verfügbar. Die Genehmigungen können jedoch je nach den regionalen Luftraumbedingungen angepasst werden. Den aktuellen Stand könnt Ihr auch auf der Webseite der Airline mitverfolgen.
In Abstimmung mit den zuständigen Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate wird die Lage weiterhin genau überwacht, und Flüge werden nur weitere aufgenommen, sobald alle Sicherheitsanforderungen erfüllt sind.
Passagiere mit Etihad Tickets, die bis zum 28. Februar ausgestellt wurden und ursprünglich bis zum 15. Mai reisen sollten, können ihre Reise kostenfrei auf Etihad Flüge bis spätestens 15. Juni umbuchen. Alternativ ist eine Rückerstattung des Tickets möglich. Für Tickets, die ab dem 6. März ausgestellt wurden und bis zum 31. März 2027 gelten, erhebt Etihad keine Umbuchungsgebühr.
Etihad empfiehlt Reisenden, vor der Anreise zum Flughafen den aktuellen Flugstatus zu prüfen und sicherzustellen, dass ihre Kontaktdaten in der Buchung aktuell sind, um über Änderungen informiert zu werden. Die Airline betont, dass der reguläre Flugbetrieb erst wieder aufgenommen wird, wenn alle Sicherheitskriterien erfüllt sind.
Oman Air
Auch Oman Air hat aufgrund der anhaltenden Luftraumsperrungen in der Region zahlreiche Flüge gestrichen. Betroffen sind bis zum 30. April 2026 unter anderem Verbindungen von und nach:
- Doha, Kuwait, Kopenhagen und Bagdad
Die Flüge von und nach Amman und Dammam wurden am 1. April 2026 wieder aufgenommen. Der Muscat International Airport ist weiterhin normal in Betrieb. Ab dem 18. April 2026 fliegt die Airline auch wieder nach Khasab, Dubai und Bahrain.
Betroffenen Passagieren bietet Oman Air flexible Umbuchungs- und Erstattungsoptionen an. Es wurde dazu ein zusätzlicher Serviceschalter für Reisende am Flughafen Maskat an Eingang C des Abflugbereichs installiert.
Weitere Airlines in der Region
Eingeschränkt war und ist der Flugbetrieb auch bei weiteren Fluggesellschaften in der Region, darunter etwa Gulf Air. Diese hatte ihre Flüge für Reisen bis auf Weiteres vom Flughafen in Bahrain nach Dammam verlegt. Seit Anfang April 2026 werden einige der Flüge von Bahrain aus wieder aufgenommen, unter anderem:
- Dubai
- Jeddah
- Riyadh
- London Heathrow
- Nairobi
- Dhaka
- Mumbai
- Kochi
- Delhi
- Hyderabad
- Islamabad
- Lahore
- Thiruvananthapuram
Zusätzlich bleiben die Verbindungen von Dammam aus bis auf Weiteres bestehen.
Die größte Airline Saudi-Arabiens, Saudia, hat seit 11. April 2026 wieder erste Sonderflüge von Jeddah nach Dubai, Abu Dhabi und Amman aufgenommen. El Al plant, ihren regulären Flugbetrieb wiederherzustellen. Ab dem 18. April 2026 werden zunächst 30 Zielorte wieder in voller Kapazität bedient, danach steigt die Anzahl. Bis Ende August 2026 soll es außerdem eine Preisobergrenze geben, um die Preise stabil zu halten.
Auch Royal Jordanian fliegt mit Einschränkungen. Fluggäste, deren Flüge storniert wurden, erhalten für Flüge bis zum 20. Mai eine kostenlose Umbuchung ohne Preisdifferenz, sowie bis zum 15. Dezember eine Umbuchung mit Preisdifferenz.
Auch bei diesen Airlines empfiehlt es sich, bei anstehenden Flügen die entsprechende Verbindung zu prüfen. Teilweise werden auch dann kulante Umbuchungsoptionen angeboten, wenn die entsprechende Verbindung nicht gestrichen wird.
Singapore Airlines
Auch Singapore Airlines setzt ihre Reservierungen für Flüge nach Dubai vorübergehend aus:
- Bis zum 31. Mai 2026 sind keine Buchungen möglich
- Zudem wurde der Flugplan um eine weitere Verbindung nach Frankfurt ergänzt.
Cathay Pacific
Cathay Pacific reagiert auf die aktuelle Situation und streicht vorerst bis einschließlich 30. Juni 2026 alle Verbindungen nach:
- Dubai
- Riad
Ende der Einschränkungen bisher nicht absehbar
Die Einschränkungen im Luftverkehr infolge des Iran-Konflikts dauern weiterhin an. Wie mehrere Medienquellen berichten, bleiben auch die Lufträume mehrerer Golfstaaten weiterhin gesperrt, was den internationalen Flugverkehr zusätzlich belastet.
Wie lange die Einschränkungen im Luftverkehr bestehen bleiben, ist derzeit noch unklar. Behörden und Airlines beobachten die Lage weiterhin genau und passen ihre Flugpläne laufend an. Entsprechend werden wir diesen Artikel laufend aktualisieren, um Euch auf den neuesten Stand zu bringen.
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