Wichtige Drehkreuze wie Dubai, Doha und Abu Dhabi sind weiterhin massiv vom Konflikt im Nahen Osten betroffen – zehntausende Reisende sind gestrandet. Wir geben den aktuellen Stand und zeigen, welche Umbuchungs- und Stornierungsoptionen geboten werden.
Die aktuelle Sicherheitslage im Nahen Osten hat massive Auswirkungen auf den globalen Flugverkehr. Luftraumsperrungen und temporäre Flughafenschließungen halten dabei auch weiterhin an. Die großen Airlines in der Region informieren Reisende dabei über die aktuelle Lage, mögliche Umbuchungsmöglichkeiten oder Stornierungen. Einige Airlines haben in den letzten Wochen damit begonnen, in begrenztem Umfang wieder Flüge aus Krisenregionen durchzuführen.
Das Wichtigste in Kürze
- Der reguläre Flugbetrieb in Doha, Abu Dhabi und Dubai bleibt eingeschränkt
- Ausgewählte Flüge finden in temporären Zeitfenstern wieder statt
- Die asiatischen Fluggesellschaften Cathay Pacific und Singapore Airlines reagieren mit Flugstreichungen und eingeschränktem Betrieb
Regulärer Flugbetrieb bleibt weiterhin eingeschränkt
In mehreren Ländern der Golfregion wurden aufgrund der Sicherheitslage die Lufträume vorübergehend gesperrt. Besonders stark betroffen sind die großen internationalen Drehkreuze in Dubai, Abu Dhabi und Doha, die ihren regulären Betrieb Anfang des Monats einstellen mussten. Aber auch Kuwait und Bahrain sowie weitere Flughäfen in der Region sind betroffen. Vor kurzem konnten einzelne Flüge in begrenztem Umfang wieder starten, um gestrandete Passagiere auszufliegen. Dennoch kommt es weiterhin zu großflächigen Einschränkungen.
Die Situation ist besonders schwierig für Umsteigepassagiere, da die Golf-Airlines normalerweise eine zentrale Rolle im globalen Luftverkehr spielen. Entsprechend sind nicht nur Reisende in der Region betroffen, sondern auch Passagiere, die von Europa nach Australien und Asien sowie in der Gegenrichtung zu fliegen geplant hatten. Folgend geben wir Euch einen Überblick über den aktuellen Status bei den wichtigsten Airlines in der Region.
Emirates
Emirates hat den Flugbetrieb aufgrund der regionalen Luftraumsperrungen weiterhin deutlich eingeschränkt. Konkret gilt bis auf Weiteres die folgende Weisung:
- Nach der teilweisen Wiedereröffnung des regionalen Luftraums, betreibt Emirates einen reduzierten Flugplan.
Bei den möglichen Flügen werden Passagiere mit bestehenden Buchungen bevorzugt berücksichtigt. Den eingeschränkten Flugplan können Passagiere unter folgendem Link einsehen:
Betroffene Reisende können ihre Flüge auf alternative Verbindungen bis spätestens 31. Mai umbuchen oder eine Rückerstattung beantragen, sofern die Buchung ursprünglich bis zum 15. April vorgesehen war. Es ist nun auch möglich, die Umbuchung online vorzunehmen, ohne den Kundendienst kontaktieren zu müssen. Dies gilt innerhalb von 72 Stunden vor Abflug für Flüge bis zum 15. April 2026.
Emirates beobachtet die Situation weiterhin genau und empfiehlt Passagieren, vor der Anreise zum Flughafen den aktuellen Flugstatus online zu prüfen. Die Airline betont, dass die Sicherheit von Passagieren und Mitarbeitern oberste Priorität habe.
Qatar Airways
Der Flugbetrieb von Qatar Airways bleibt aufgrund der großteils geschlossenen Lufträume in Katar vorübergehend weitestgehend ausgesetzt. Die Airline hat den Flugbetrieb eingeschränkt wieder aufgenommen. Die Flüge finden innerhalb eines begrenzten Sicherheitskorridors statt, der von der katarischen Zivilluftfahrtbehörde (Qatar Civil Aviation Authority) definiert wurde. Angesichts dessen sind die Flüge, die pro Tag stattfinden können, begrenzt und bedürfen einer sorgfältigen Planung.
Nach der vorübergehenden Genehmigung der katarischen Zivilluftfahrtbehörde, die einen begrenzten Flugkorridor bestätigt, plant Qatar Airways Flüge von und nach Doha bis zum 28. März anzubieten.
Passagiere mit einer bestätigten Buchung und einem Reisedatum zwischen dem 28. Februar und dem 30. April 2026 können ihren Flug auf einen Flug umbuchen, der bis zum 31. Mai 2026 stattfindet, oder eine Erstattung des ungenutzten Ticketwerts erhalten.
Aufgrund eines erhöhten Anfrageaufkommens kann es allgemein beim Kundenservice zu längeren Wartezeiten kommen. Reisende werden gebeten, ihre Buchung möglichst online zu verwalten und ihre Kontaktdaten aktuell zu halten, um über Änderungen informiert zu werden. Auch sollen Reisende sich nur dann am Flughafen einfinden, wenn sie über ein bestätigtes Ticket verfügen.
Etihad Airways
Auch Etihad Airways lässt den Flugbetrieb aufgrund der regionalen Luftraumsperrungen weiterhin eingeschränkt. Folgend der aktuelle Stand:
- Seit dem 6. März 2026 hat Etihad Airways den kommerziellen Flugbetrieb in eingeschränktem Umfang wieder aufgenommen. Bereits gebuchte Gäste werden so schnell wie möglich auf diese Flüge umgebucht. Tickets können außerdem direkt bei der Airline erworben werden.
- Aktuell sind Flüge von und nach Abu Dhabi zu ausgewählten Städten geplant.
Eine vollständige Übersicht der Ziele ist auf der Website von Etihad Airways verfügbar. Die Genehmigungen können jedoch je nach den regionalen Luftraumbedingungen angepasst werden.
In Abstimmung mit den zuständigen Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate wird die Lage weiterhin genau überwacht, und Flüge werden nur weiter aufgenommen, sobald alle Sicherheitsanforderungen erfüllt sind.
Passagiere mit Etihad Tickets, die bis zum 28. Februar ausgestellt wurden und ursprünglich bis zum 15. April reisen sollten, können ihre Reise kostenfrei auf Etihad Flüge bis spätestens 15. Mai umbuchen. Alternativ ist eine Rückerstattung des Tickets möglich.
Etihad empfiehlt Reisenden, vor der Anreise zum Flughafen den aktuellen Flugstatus zu prüfen und sicherzustellen, dass ihre Kontaktdaten in der Buchung aktuell sind, um über Änderungen informiert zu werden. Die Airline betont, dass der reguläre Flugbetrieb erst wieder aufgenommen wird, wenn alle Sicherheitskriterien erfüllt sind.
Oman Air
Auch Oman Air hat aufgrund der anhaltenden Luftraumsperrungen in der Region zahlreiche Flüge gestrichen. Betroffen sind bis zum 31. März 2026 unter anderem Verbindungen von und nach:
- Amman, Dubai, Bahrain, Doha, Dammam, Kuwait, Kopenhagen, Bagdad und Khasab
Der Muscat International Airport ist weiterhin normal in Betrieb.
Betroffenen Passagieren bietet Oman Air flexible Umbuchungs- und Erstattungsoptionen an. Reisende mit ursprünglichem Abflugdatum bis 31. März 2026 können ihre Reise kostenfrei auf einen späteren Termin bis spätestens 31. Mai 2026 verschieben oder ihr Ticket auf eine andere Destination im Streckennetz umbuchen. Es wurde ein zusätzlicher Serviceschalter für Reisende am Flughafen Maskat an Eingang C des Abflugbereichs installiert.
Weitere Airlines in der Region
Eingeschränkt ist der Flugbetrieb auch bei weiteren Fluggesellschaften in der Region, darunter etwa Gulf Air. Diese verlegt ihre Flüge für Reisen bis zum 28. März vorübergehend vom Flughafen in Bahrain nach Dammam. Von dort aus werden Verbindungen nach London, Mumbai, Bangkok, Nairobi und Frankfurt angeboten. Neu hinzu kommen zudem Flüge nach Kairo, Casablanca, Chennai sowie Paris und Manila.
Die größte Airline Saudi-Arabiens, Saudia, bietet dagegen weiterhin Flugoptionen über die Drehkreuze in Riad und Dschidda an. El Al schränkt derweil aufgrund behördlicher Vorgaben zur aktuellen Sicherheitslage den Flugverkehr am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv ein. Ab dem Nachmittag des 23. März, kann nur noch ein Flug pro Stunde abheben oder ankommen, außerdem werden die Sitzplätze reduziert.
Auch Royal Jordanian fliegt mit Einschränkungen. Fluggäste, deren Flüge storniert wurden, erhalten für Flüge bis zum 20. Mai eine kostenlose Umbuchung ohne Preisdifferenz, sowie bis zum 15. Dezember eine Umbuchung mit Preisdifferenz.
Auch bei diesen Airlines empfiehlt es sich, bei anstehenden Flügen die entsprechende Verbindung zu prüfen. Teilweise werden auch dann kulante Umbuchungsoptionen angeboten, wenn die entsprechende Verbindung nicht gestrichen wird.
Singapore Airlines
Auch Singapore Airlines setzt ihre Reservierungen für Flüge nach Dubai vorübergehend aus:
- Vom 29. März bis zum 1. Mai 2026 sind keine Buchungen möglich. Im Anschluss soll die Strecke zudem mit einem Airbus A380 bedient werden.
- Zudem wird der Flugplan am 27. März 2026 um eine weitere Verbindung nach Frankfurt ergänzt.
Cathay Pacific
Cathay Pacific reagiert auf die aktuelle Situation und streicht vorerst bis einschließlich 30. April 2026 alle Verbindungen nach:
- Dubai und Riad
Ende der Einschränkungen bisher nicht absehbar
Die Einschränkungen im Luftverkehr infolge des Iran-Konflikts dauern weiterhin an. Wie mehrere Medienquellen berichten, bleiben auch die Lufträume mehrerer Golfstaaten weiterhin gesperrt, was den internationalen Flugverkehr zusätzlich belastet.
Wie lange die Einschränkungen im Luftverkehr bestehen bleiben, ist derzeit noch unklar. Behörden und Airlines beobachten die Lage weiterhin genau und passen ihre Flugpläne laufend an. Entsprechend werden wir diesen Artikel laufend aktualisieren, um Euch auf den neuesten Stand zu bringen.
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