Wichtige Drehkreuze wie Dubai, Doha und Abu Dhabi mussten aufgrund der aktuellen Situation den regulären Betrieb einstellen – zehntausende Reisende sind gestrandet. Wir geben den aktuellen Stand und zeigen, welche Umbuchungs- und Stornierungsoptionen geboten werden.
Die aktuelle Sicherheitslage im Nahen Osten hat massive Auswirkungen auf den globalen Flugverkehr. Luftraumsperrungen und temporäre Flughafenschließungen halten dabei auch weiterhin an. Besonders betroffen sind einige der wichtigsten internationalen Drehkreuze der Welt – darunter Dubai, Doha und Abu Dhabi.
Die großen Airlines in der Region informieren Reisende dabei über die aktuelle Lage, mögliche Umbuchungsmöglichkeiten oder Stornierungen. Einige Airlines haben aktuell damit begonnen, in kleinen Zeitfenstern Passagiere, die in den Krisenregionen gestrandet sind, auszufliegen. Wir geben einen Überblick über den aktuellen Stand und Möglichkeiten für betroffene Passagiere.
Das Wichtigste in Kürze
- Der reguläre Flugbetrieb in Doha, Abu Dhabi und Dubai bleibt eingestellt
- Ausgewählte Sonderflüge finden statt, um gestrandete Passagiere an ihr Ziel zu bringen
- Emirates, Etihad Airways und Qatar Airways bieten flexible Umbuchungs- und Stornierungsmöglichkeiten
Regulärer Flugbetrieb bleibt weiterhin ausgesetzt
In mehreren Ländern der Golfregion wurden aufgrund der Sicherheitslage die Lufträume vorübergehend gesperrt. Besonders stark betroffen sind die großen internationalen Drehkreuze in Dubai, Abu Dhabi und Doha, die ihren regulären Betrieb am Wochenende einstellen mussten. Aber auch Kuwait und Bahrain sowie weitere Flughäfen in der Region sind betroffen. Erst vor ein paar Tagen konnten einzelne Sonderflüge in kleinen Zeitfenstern wieder starten, um gestrandete Passagiere auszufliegen.
Die Situation ist besonders schwierig für Umsteigepassagiere, da die Golf-Airlines normalerweise eine zentrale Rolle im globalen Luftverkehr spielen. Entsprechend sind nicht nur Reisende in der Region betroffen, sondern auch Passagiere, die von Europa nach Australien und Asien sowie in der Gegenrichtung zu fliegen geplant hatten. Folgend geben wir Euch einen Überblick über den aktuellen Status bei den wichtigsten Airlines in der Region.
Emirates
Emirates hat den Flugbetrieb aufgrund der regionalen Luftraumsperrungen weiterhin deutlich eingeschränkt. Konkret gilt bis auf Weiteres die folgende Weisung:
- Alle regulären Flüge von und nach Dubai werden zunächst bis zum 7. März um 23:59 Uhr (Ortszeit der VAE) ausgesetzt.
In dieser Zeit führte die Airline lediglich eine begrenzte Anzahl von Rückführungs- und Frachtflügen durch, wobei Passagiere mit bestehenden Buchungen bevorzugt berücksichtigt werden. Den eingeschränkten Flugplan können Passagiere unter folgendem Link einsehen:
Betroffene Reisende können ihre Flüge auf alternative Verbindungen bis spätestens 27. März umbuchen oder eine Rückerstattung beantragen, sofern die Buchung ursprünglich bis zum 12. März vorgesehen war.
Emirates beobachtet die Situation weiterhin genau und empfiehlt Passagieren, vor der Anreise zum Flughafen den aktuellen Flugstatus online zu prüfen. Die Airline betont, dass die Sicherheit von Passagieren und Mitarbeitern oberste Priorität habe.
Qatar Airways
Der Flugbetrieb von Qatar Airways bleibt aufgrund der weiterhin geschlossenen Lufträume in Katar vorübergehend ausgesetzt. Die Airline plant, den Betrieb erst wieder aufzunehmen, sobald die katarische Zivilluftfahrtbehörde (Qatar Civil Aviation Authority) die sichere Wiedereröffnung des Luftraums bestätigt.
- Ein weiteres Update zum Flugbetrieb soll am 6. März um 09:00 Uhr Ortszeit in Doha veröffentlicht werden.
Passagiere mit bestätigten Buchungen für Reisen zwischen 28. Februar und 10. März 2026 können ihre Flüge kostenfrei auf ein Datum bis zu 14 Tage nach dem ursprünglichen Reisetermin verschieben oder sich den nicht genutzten Ticketwert erstatten lassen.
Aufgrund eines erhöhten Anfrageaufkommens kann es beim Kundenservice zu längeren Wartezeiten kommen. Reisende werden gebeten, ihre Buchung möglichst online zu verwalten und ihre Kontaktdaten aktuell zu halten, um über Änderungen informiert zu werden.
Etihad Airways
Auch Etihad Airways hat den Flugbetrieb aufgrund der regionalen Luftraumsperrungen vorübergehend weiterhin eingeschränkt. Folgend der aktuelle Stand:
- Alle planmäßigen Flüge von und nach Abu Dhabi bleiben zunächst bis zum 6. März um 06:00 Uhr Ortszeit (VAE) ausgesetzt.
In Abstimmung mit den Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate können in dieser Zeit lediglich einzelne Positionierungs-, Fracht- oder Rückführungsflüge stattfinden.
Passagiere mit Etihad-Tickets, die bis zum 28. Februar ausgestellt wurden und ursprünglich bis zum 10. März reisen sollten, können ihre Reise kostenfrei auf Etihad-Flüge bis spätestens 31. März umbuchen. Alternativ ist eine Rückerstattung des Tickets möglich.
Etihad empfiehlt Reisenden, vor der Anreise zum Flughafen den aktuellen Flugstatus zu prüfen und sicherzustellen, dass ihre Kontaktdaten in der Buchung aktuell sind, um über Änderungen informiert zu werden. Die Airline betont, dass der reguläre Flugbetrieb erst wieder aufgenommen wird, wenn alle Sicherheitskriterien erfüllt sind.
Oman Air
Auch Oman Air hat aufgrund der anhaltenden Luftraumsperrungen in der Region zahlreiche Flüge gestrichen. Betroffen sind bis 6. März 2026 unter anderem Verbindungen von und nach
- Amman, Dubai, Bahrain, Doha, Dammam, Kuwait, Kopenhagen, Bagdad und Khasab
Andere Flüge der Airline werden weiterhin durchgeführt, allerdings kann es vereinzelt zu Verspätungen kommen.
Betroffenen Passagieren bietet Oman Air flexible Umbuchungs- und Erstattungsoptionen an. Reisende mit ursprünglichem Abflugdatum bis 15. März 2026 können ihre Reise kostenfrei auf einen späteren Termin bis spätestens 29. März verschieben oder ihr Ticket auf eine andere Destination im Streckennetz umbuchen.
Für Reisen bis einschließlich 8. März ist zudem eine vollständige Rückerstattung des nicht genutzten Ticketwerts möglich. Die Airline betont, die Situation weiterhin genau zu beobachten und Updates über ihre offiziellen Kanäle zu veröffentlichen.
Weitere Airlines in der Region
Eingestellt ist der Flugbetrieb auch bei weiteren Fluggesellschaften in der Region, darunter etwa Gulf Air oder flydubai. Die größte Airline Saudi-Arabiens, Saudia, bietet dagegen weiterhin Flüge über die Drehkreuze in Riad und Jeddah an. Dasselbe gilt für ausgewählte andere Airlines in der Region, die weniger stark vom Konflikt betroffen sind.
Auch bei diesen Airlines bietet es sich bei anstehenden Flügen allerdings an, die entsprechende Verbindung zu prüfen. Teilweise werden auch dann kulante Umbuchungsoptionen angeboten, wenn die entsprechende Verbindung nicht gestrichen wird.
Ende der Einschränkungen bisher nicht absehbar
Die Einschränkungen im Luftverkehr infolge des Iran Konflikts dauern weiterhin an. Wie die Tagesschau berichtet, bleiben auch die Lufträume mehrerer Golfstaaten – darunter Bahrain, Kuwait und Katar – weiterhin gesperrt, was den internationalen Flugverkehr zusätzlich belastet.
Wie lange die Einschränkungen im Luftverkehr bestehen bleiben, ist derzeit noch unklar. Behörden und Airlines beobachten die Lage weiterhin genau und passen ihre Flugpläne laufend an. Entsprechend werden wir diesen Artikel laufend aktualisieren, um Euch auf den neuesten Stand zu bringen.
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