Die hohen Kerosinpreise wirken sich nachhaltig auf die Preispolitik diverser Airlines aus. Auch Austrian Airlines muss nun Anpassungen bei ihren Ticketpreisen vornehmen.
Wie aus einem Bericht des österreichischen Kurier hervorgeht, wird Austrian Airlines ihre Ticketpreise erhöhen. Die neuen Preise sind eine direkte Folge der steigenden Kerosinpreise durch den Nahost-Konflikt. Darüber hinaus sollen Passagiere der österreichischen Airline selbst bei einer Beruhigung der Lage im Nahen Osten mit erhöhten Ticketpreisen für mindestens ein weiteres Jahr rechnen. Eine pauschale Regelung für neue Ticketpreise wird es nach aktuellem Stand wohl nicht geben.
Das Wichtigste in Kürze
- Austrian Airlines plant eine Erhöhung ihrer Ticketpreise
- Grund sind die erhöhten Kerosinpreise
- Die Ticketpreise werden auch nach Beruhigung der Lage im Nahen Osten für eine längere Zeit erhöht bleiben
Ticketpreise von Austrian Airlines steigen wegen Kerosinkosten
Austrian Airlines wird aller Voraussicht nach die Preise für ihre Flugtickets erhöhen müssen. Wie bei vielen anderen Airlines, sorgt auch bei der österreichischen Fluggesellschaft der Nahost-Konflikt und die daraus resultierenden gestiegenen Kerosinpreise für viel Unsicherheit. Das Ausmaß der Erhöhungen für Passagiere sei pauschal nicht festzumachen.
Bei Austrian Airlines steht fest: Die Ticketpreise sollen erhöht werden. Unklar ist allerdings, wie viel Geld AUA-Passagiere künftig mehr für ihre Flüge bezahlen müssen. Annette Mann, CEO von Austrian Airlines, lies die Antwort auf diese Frage gezielt offen. Demnach könnte die Preiserhöhung je nach Flug nur fünf Euro pro Ticket um 200 Euro, in anderen Fällen aber auch gut und gerne 30 Euro oder mehr pro Ticket um 200 Euro betragen. Ein klares Ziel formuliert Mann aber trotzdem:
Ich hätte gerne von dem, was bei uns ankommt, um zehn Prozent mehr. Dann geht es sich für uns bei den Kerosinpreisen wahrscheinlich aus.
Annette Mann, CEO, Austrian Airlines
Gleichzeitig soll die Kerosinversorgung bei Austrian Airlines für den Sommer und auch darüber hinaus gesichert sein. Auch hier herrscht teilweise Unsicherheit bei den Airlines. Die OMV-Raffinerie in Wien sorge hier aber für eine ausreichende Versorgung.
Auch eine Beruhigung des Konfliktes im Nahen Osten wird nicht sofort zu sinkenden Ticketpreisen führen. Passagiere müssen damit rechnen, bis zu einem Jahr erhöhte Preise zu zahlen.
Keine Streichung von Kurzstreckenflügen
Viele Airlines ziehen aus den erhöhten Kerosinpreisen auch Konsequenzen in Form von Flugstreichungen. Auch bei Austrian Airlines wurde diese Option insbesondere mit Blick auf Kurzstreckenflüge offenbar diskutiert, jedoch verworfen.
Diese Entscheidung sei trotz wirtschaftlicher Bedenken getroffen worden. Für Annette Mann gehe es bei solchen Flügen jedoch auch um eine Standortverantwortung, insbesondere für regionale Flughäfen, die man bei Austrian Airlines nicht aufgeben wolle. Der Flughafen in Innsbruck habe beispielsweise bereits die Verbindung nach Frankfurt verloren.
Wenn ich rein wirtschaftlich eine Entscheidung treffen würde, hätte ich den Innsbruck- und auch Klagenfurt- oder Graz-Flug wahrscheinlich schon nicht mehr im Portfolio, aber wir sehen uns hier natürlich auch in der Standortverantwortung.
Annette Mann, CEO, Austrian Airlines
Neue Boeing 787-9 Dreamliner der AUA-Flotte zur Umlackierung bereit
Fast gleichzeitig mit der Ankündigung von möglichen Preisanpassungen wird die Umlackierung der dritten Austrian Airlines Maschine vom Typ Boeing 787-9 Dreamliner vollzogen. Diese hat bereits die Flugzeugabnahme von Lufthansa sowie der österreichische Registrierung und Zulassung durchlaufen. Auch die Adaptierungen der Kabinen auf den Standard von Austrian Airlines wurden absolviert.
Am 10. Mai 2026 wurde der Jet dann von Asien nach Spanien geflogen, wo die Umlackierung in den nächsten Wochen absolviert werden soll. Ab Juni soll das Flugzeug unter dem Kennzeichen OE-LPG in Betrieb genommen werden. Zuvor wurde die Maschine drei Jahre lang von Lufthansa eingesetzt.
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