Das Volksbank Depot wird über die örtlichen Volksbanken und Raiffeisenbanken angeboten und setzt vor allem auf die Fonds von Union Investment, dem Fondshaus der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Doch lohnt sich das Volksbank Depot im Jahr Juni 2026 – oder sind ETF-Depots bei Online-Brokern die bessere Wahl? Wir haben Kosten, Leistungen und Konditionen geprüft.
Das Volksbank Depot (UnionDepot) richtet sich an Kunden, die mit Beratung in Union-Investment-Fonds anlegen möchten. Bequem und persönlich – aber mit Ausgabeaufschlägen und laufenden Fondskosten, die deutlich über einem ETF-Depot liegen. Für wen sich das Depot eignet, klären wir Schritt für Schritt.
Volksbank Depot – das Wichtigste in Kürze
- Wertpapier- und Fondsdepot (UnionDepot) der Volksbanken und Raiffeisenbanken
- Depotgebühr ab 9 Euro/Jahr (nur Union-Fonds), mit Fremdfonds 33,39 Euro/Jahr
- Schwerpunkt auf aktiv gemanagten Union-Investment-Fonds – häufig mit Ausgabeaufschlag
- Persönliche Beratung in der Filiale vor Ort, Konditionen regional unterschiedlich
- Für kostenbewusste ETF-Anleger sind Online-Broker deutlich günstiger
Im Folgenden schauen wir uns an, welche Leistungen und Kosten das Volksbank Depot bietet und für wen es sich lohnt.
Inhaltsverzeichnis
- Für wen eignet sich das Volksbank Depot?
- Welche Leistungen bietet das Volksbank Depot?
- Welche Kosten fallen beim Volksbank Depot an?
- Welche Vorteile bietet das Volksbank Depot?
- Welche Nachteile hat das Volksbank Depot?
- Wie viel kostet das Volksbank Depot im Jahr und wie viel lässt sich sparen?
- Wie sicher ist das Volksbank Depot?
- Wie schlägt sich das Volksbank Depot im Kostenvergleich?
- Welche Erfahrungen gibt es mit dem Volksbank Depot?
- Wie eröffnet man ein Volksbank Depot?
- Welche Alternativen gibt es zum Volksbank Depot?
- Fazit zum Volksbank Depot
Für wen eignet sich das Volksbank Depot?
Damit Ihr schnell einschätzen könnt, ob das Volksbank Depot zu Euch passt, haben wir die wichtigsten Zielgruppen gegenübergestellt:
| Geeignet für | Weniger geeignet für |
|---|---|
| ✔️ Volksbank-Kunden, die in Union-Investment-Fonds anlegen möchten | ✘ Kostenbewusste ETF-Anleger und Selbstentscheider |
| ✔️ Wer persönliche Beratung in der Filiale schätzt | ✘ Aktive Trader mit vielen Einzelorders |
| ✔️ Mitglieder, die der Genossenschaftsidee verbunden sind | ✘ Wer Ausgabeaufschläge und hohe Fondskosten vermeiden will |
| ✔️ Einsteiger, die Fondssparpläne mit Begleitung wünschen | ✘ Wer ein möglichst günstiges Welt-ETF-Portfolio aufbauen will |
Kurz gesagt: Für beratungsorientierte Volksbank-Kunden ist das Depot bequem – kostenbewusste Anleger fahren mit einem ETF-Depot bei einem Online-Broker deutlich günstiger.
Welche Leistungen bietet das Volksbank Depot?
Über das Volksbank Depot investiert Ihr vor allem in die aktiv gemanagten Fonds von Union Investment, etwa die bekannten UniGlobal- oder UniRak-Fonds. Ergänzend sind ausgewählte Fremdfonds sowie der Wertpapierhandel über die jeweilige Volksbank möglich.
Fokus auf Union-Investment-Fonds
Im Mittelpunkt stehen die Fonds von Union Investment – von Aktien- über Misch- bis zu Rentenfonds. Diese werden aktiv gemanagt, was sich in höheren laufenden Kosten und häufig einem Ausgabeaufschlag niederschlägt.
Die Eröffnung und Betreuung läuft über die örtliche Volksbank oder Raiffeisenbank. Da die Banken rechtlich selbstständig sind, können die genauen Konditionen je nach Region abweichen.
Beratung in der Filiale
Der größte Unterschied zu Online-Brokern ist die persönliche Beratung vor Ort. Wer Wert auf einen festen Ansprechpartner legt, findet im Volksbank Depot ein bequemes, beratungsnahes Angebot.
Welche Kosten fallen beim Volksbank Depot an?
Die Kosten des Volksbank Depots liegen klar über denen eines ETF-Depots. Neben der jährlichen Depotgebühr fallen vor allem bei den Fonds Ausgabeaufschläge und laufende Verwaltungskosten an.
| Leistung | Konditionen beim Volksbank Depot |
|---|---|
| Depotgebühr (nur Union-Fonds) | ab 9 Euro/Jahr |
| Depotgebühr (mit Fremdfonds) | 33,39 Euro/Jahr |
| Ausgabeaufschlag Fonds | je nach Fonds, bei Aktienfonds häufig rund 3 bis 4 % |
| Laufende Fondskosten (TER) | je nach Fonds, oft rund 1,4 bis 1,6 % p.a. |
| Ordergebühren Wertpapiere | regional unterschiedlich, meist über Neobroker-Niveau |
Vor allem der Ausgabeaufschlag und die laufenden Fondskosten machen das Volksbank Depot teuer: Bei einem Aktienfonds gehen schon beim Kauf bis zu rund 4 Prozent als Aufschlag verloren, dazu kommen jährliche Fondskosten.
Im Vergleich dazu kostet ein breit gestreuter ETF oft nur rund 0,2 Prozent pro Jahr – ganz ohne Ausgabeaufschlag. Über lange Zeiträume macht dieser Kostenunterschied einen erheblichen Betrag aus.
Welche Vorteile bietet das Volksbank Depot?
Die Stärken des Volksbank Depots liegen in Beratung und Bequemlichkeit, nicht beim Preis:
Das spricht für das Volksbank Depot
- Persönliche Beratung in der Volksbank vor Ort
- Bequemes Gesamtpaket aus Konto, Depot und Betreuung
- Großes Angebot an aktiv gemanagten Union-Investment-Fonds
- Fondssparpläne mit Beratung möglich
- Genossenschaftliche FinanzGruppe mit Mitgliedschaftsoption
- Vertraute Umgebung für bestehende Volksbank-Kunden
Persönliche Beratung
Der größte Pluspunkt ist die Beratung in der Filiale. Für Anleger, die nicht allein entscheiden möchten, ist ein fester Ansprechpartner viel wert.
Bequemes Gesamtpaket
Konto, Depot und Betreuung kommen aus einer Hand. Wer bereits Volksbank-Kunde ist, profitiert von einer vertrauten Umgebung.
Großes Fondsangebot
Mit den Union-Investment-Fonds steht eine breite Auswahl aktiv gemanagter Fonds über verschiedene Anlageklassen zur Verfügung.
Fondssparpläne mit Beratung
Sparpläne auf Union-Fonds lassen sich gemeinsam mit dem Berater einrichten – praktisch für Einsteiger, die Begleitung wünschen.
Genossenschaftliche FinanzGruppe
Als Mitglied einer Volksbank seid Ihr Teilhaber der Bank – ein Aspekt, der vielen Kunden wichtig ist.
Vertraute Umgebung
Bestehende Volksbank-Kunden müssen sich nicht in einen neuen Anbieter oder eine neue App einarbeiten.
Welche Nachteile hat das Volksbank Depot?
Die Schwächen liegen klar bei den Kosten und der eingeschränkten Auswahl:
Das spricht gegen das Volksbank Depot
- Ausgabeaufschläge von bis zu rund 4 % bei Aktienfonds
- Hohe laufende Fondskosten (oft rund 1,4 bis 1,6 % p.a.)
- Schwerpunkt auf hauseigenen Union-Fonds statt günstiger ETFs
- Konditionen regional unterschiedlich und oft intransparent
- Deutlich teurer als ein ETF-Depot bei einem Online-Broker
Hohe Ausgabeaufschläge
Beim Kauf von Aktienfonds kann ein Ausgabeaufschlag von bis zu rund 4 Prozent anfallen – dieser Betrag ist sofort weg und muss erst wieder erwirtschaftet werden.
Teure laufende Fondskosten
Aktiv gemanagte Union-Fonds kosten oft rund 1,4 bis 1,6 Prozent pro Jahr – ein Vielfaches eines breit gestreuten ETFs.
Fokus auf eigene Fonds
Das Angebot ist stark auf hauseigene Union-Investment-Fonds ausgerichtet. Günstige ETFs spielen eine untergeordnete Rolle.
Regionale Unterschiede
Da die Volksbanken rechtlich selbstständig sind, unterscheiden sich Konditionen und Gebühren je nach Region – ein Vergleich ist dadurch erschwert.
Teurer als ETF-Depots
In der Gesamtkostenbetrachtung ist das Volksbank Depot deutlich teurer als ein ETF-Depot bei einem Online-Broker.
Für kostenbewusste Anleger sind diese Nachteile gravierend – für beratungsorientierte Volksbank-Kunden können Komfort und Betreuung sie aufwiegen.
Wie viel kostet das Volksbank Depot im Jahr und wie viel lässt sich sparen?
Wie groß der Kostenunterschied zu einem ETF-Depot ausfällt, zeigt ein vereinfachtes Rechenbeispiel für 25.000 Euro, die in einen Aktienfonds bzw. einen ETF investiert werden (laufende Kosten pro Jahr, ohne Ausgabeaufschlag):
| Anlageform | Laufende Kosten p.a. | Kosten bei 25.000 Euro / Jahr |
|---|---|---|
| Aktiv gemanagter Union-Fonds | ca. 1,50 % | ca. 375 Euro |
| Breit gestreuter ETF (Online-Broker) | ca. 0,20 % | ca. 50 Euro |
Mögliche Ersparnis: rund 325 Euro pro Jahr allein bei den laufenden Kosten – zusätzlich entfällt beim ETF der Ausgabeaufschlag von bis zu 4 %.
Über viele Jahre summiert sich dieser Unterschied durch den Zinseszinseffekt zu einem erheblichen Betrag. Für den reinen Vermögensaufbau ist ein ETF-Depot daher meist die günstigere Wahl.
Wie sicher ist das Volksbank Depot?
Das Volksbank Depot wird innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe geführt, die der deutschen Finanzaufsicht BaFin unterliegt. Euer Verrechnungskonto ist über die Einlagensicherung geschützt, die im Depot verwahrten Fondsanteile sind Sondervermögen.
Hinter dem Volksbank Depot stehen die genossenschaftliche FinanzGruppe und Union Investment. Wie bei jedem Wertpapierdepot schützt die Einlagensicherung das Verrechnungskonto, nicht jedoch vor Kursschwankungen der Fonds.
Wie schlägt sich das Volksbank Depot im Kostenvergleich?
Im Vergleich mit anderen Anbietern zeigt sich, wo das Volksbank Depot steht – vor allem bei den Kosten:
| Kriterium | Volksbank Depot | DekaBank Depot | Online-Broker (ETF) |
|---|---|---|---|
| Depotführung | ab 9 Euro/Jahr | 12,50–19,50 Euro/Jahr | 0 Euro |
| Schwerpunkt | aktive Union-Fonds | aktive Deka-Fonds | günstige ETFs |
| Ausgabeaufschlag | bis ~4 % | bis ~3,75 % | keiner bei ETFs |
| Beratung/Filiale | ja | ja | nein |
Volksbank- und DekaBank-Depot sind sich sehr ähnlich: beratungsnah, fondslastig und teuer. Für ein reines ETF-Portfolio sind Online-Broker klar im Vorteil – die Filialbank-Depots punkten dagegen mit Beratung und Bequemlichkeit.
Welche Erfahrungen gibt es mit dem Volksbank Depot?
In Erfahrungsberichten wird das Volksbank Depot vor allem für die persönliche Beratung und die regionale Nähe gelobt. Kritisiert werden regelmäßig die hohen Kosten durch Ausgabeaufschläge und Fondsgebühren sowie die regional unterschiedlichen Konditionen.
Für beratungsorientierte Volksbank-Kunden ist das Depot eine bequeme Lösung. Wer den langfristigen Vermögensaufbau möglichst kostengünstig gestalten will, ist mit einem ETF-Depot in der Regel besser bedient.
Wie eröffnet man ein Volksbank Depot?
Die Eröffnung des Volksbank Depots erfolgt über Eure örtliche Volksbank oder Raiffeisenbank – in der Filiale oder über das Online-Banking der Bank. Häufig ist ein Konto bei der jeweiligen Bank Voraussetzung.
Für die Eröffnung benötigt Ihr Euren Personalausweis oder Reisepass, Eure Steuer-Identifikationsnummer sowie ein Konto bei Eurer Volksbank. Die Identität wird in der Filiale oder per Online-Verfahren bestätigt. Nach der Freischaltung könnt Ihr Union-Fonds kaufen oder einen Fondssparplan einrichten.
- Termin bei der örtlichen Volksbank vereinbaren oder das Online-Banking nutzen
- Beratung zu passenden Union-Investment-Fonds in Anspruch nehmen (optional)
- Persönliche Daten und steuerliche Angaben hinterlegen
- Identität bestätigen und das Volksbank Depot (UnionDepot) eröffnen
- Fonds kaufen oder einen Fondssparplan einrichten
Da das Volksbank Depot über eine deutsche Bank geführt wird, wird die Abgeltungssteuer auf Eure Erträge automatisch abgeführt – um die Steuer müsst Ihr Euch nicht selbst kümmern.
Welche Alternativen gibt es zum Volksbank Depot?
Wer den Vermögensaufbau möglichst günstig gestalten möchte, fährt mit einem ETF-Depot bei einem Online-Broker deutlich kostengünstiger. Eine Übersicht empfehlenswerter Depots findet Ihr hier:
Wenn Euch das vorgestellte Depot nicht rundum überzeugt, lohnt sich ein Blick auf unsere Favoriten unter den Online-Brokern. Diese drei Depots schneiden in unserem Vergleich aktuell besonders gut ab:
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- Kostensieger im Depot-Test von Stiftung Warentest (12/2025)
Fazit zum Volksbank Depot
Das Volksbank Depot ist das beratungsnahe Fondsdepot der genossenschaftlichen FinanzGruppe rund um Union Investment. Seine Stärken sind die persönliche Beratung und das bequeme Gesamtpaket für Volksbank-Kunden. Die Schwächen liegen klar bei den Kosten: Ausgabeaufschläge von bis zu rund 4 Prozent und laufende Fondskosten von rund 1,5 Prozent machen es deutlich teurer als ein ETF-Depot. Lohnt sich das Volksbank Depot? Für beratungsorientierte Volksbank-Kunden ja, für kostenbewusste Selbstentscheider eher nicht.