Wer Virgin Atlantic Punkte kaufen will, kommt damit günstig in die Upper Class – und über Partner sogar in Spitzenprodukte wie die ANA First Class. Zum vollen Preis lohnt sich der Zukauf aber selten; erst mit einem der wiederkehrenden Bonusangebote wird es richtig attraktiv. Wir zeigen Euch, wie der Kauf funktioniert, was die Punkte wert sind und wann sich der Zukauf wirklich rechnet.
Virgin Atlantic Punkte kaufen
- Programm: Flying Club
- Preis: ab ca. 2,5 US-Cent pro Punkt
- Anbieter: Points.com
Wie funktioniert der Kauf von Virgin Points?
Der Virgin Atlantic Flying Club ist das Vielfliegerprogramm der britischen Airline Virgin Atlantic. Seine Währung sind die sogenannten Virgin Points, die Ihr für Prämienflüge bei Virgin Atlantic selbst sowie bei zahlreichen Partner-Airlines einlösen könnt. Wer nicht genügend Punkte für eine bestimmte Einlösung zusammenhat, kann die fehlende Menge direkt zukaufen – ein in der Meilen-Welt gängiges Vorgehen, um ein Prämienkonto gezielt aufzufüllen.
Der Kauf läuft unkompliziert über den eigenen Flying-Club-Account. Punkte lassen sich in 1.000er-Schritten erwerben, der reguläre Preis liegt bei 25 US-Dollar beziehungsweise 15 Britischen Pfund pro 1.000 Punkte. Hinzu kommt eine einmalige Transaktionsgebühr von rund 22 US-Dollar pro Kaufvorgang, die unabhängig von der gekauften Menge anfällt. Es lohnt sich also, benötigte Punkte in einem einzigen Vorgang statt in mehreren kleinen Käufen zu erwerben.
| Konditionen | Details |
|---|---|
| Preis pro 1.000 Punkte | 25 US-Dollar / 15 GBP |
| Transaktionsgebühr | einmalig rund 22 US-Dollar pro Kauf |
| Kauf-Limit | 200.000 Punkte pro Kalenderjahr |
| Widerrufsrecht | 14 Tage, solange die Punkte nicht eingelöst sind |
Pro Kalenderjahr könnt Ihr maximal 200.000 Virgin Points kaufen. Wichtig zu wissen: Anders als bei einem tatsächlich gebuchten Prämienflug gibt es beim reinen Punktekauf ein Widerrufsrecht. Innerhalb von 14 Tagen könnt Ihr den Kauf stornieren – allerdings nur, solange die Punkte noch nicht eingelöst wurden. Wer die zugekauften Punkte also noch nicht für eine Buchung verwendet hat, bleibt in diesem Zeitfenster flexibel.
Was kosten Virgin Points – und was sind sie wert?
Ob sich der Kauf lohnt, entscheidet sich immer am Verhältnis von Kaufpreis und tatsächlichem Einlösewert. Die wichtigsten Konditionen im Überblick:
| Kondition | Preis / Wert je Punkt |
|---|---|
| Regulärer Kaufpreis (ohne Aktion) | ~ 2,5 US-Cent pro Punkt |
| Effektiver Preis mit maximalem Bonus (bis 70 %) | ~ 1,5 US-Cent pro Punkt |
| Realistischer Punktwert bei Premium-Einlösung | ~ 1,3–1,5 US-Cent pro Punkt |
| Kauf-Limit | 200.000 Punkte pro Kalenderjahr, in 1.000er-Schritten |
Die Rechnung zeigt deutlich: Zum Basispreis von rund 2,5 US-Cent liegt der Kauf klar über dem realistischen Gegenwert eines Virgin Points. Ohne Bonus ist der Zukauf damit praktisch nie sinnvoll. Erst ein kräftiger Kaufbonus dreht das Verhältnis – dann kann der effektive Preis unter den realistischen Einlösewert rutschen, und der gezielte Kauf für eine hochwertige Prämie rechnet sich.
Welche Bonusaktionen gibt es?
Virgin Atlantic führt immer wieder gestaffelte Kaufaktionen durch, bei denen es einen Bonus von bis zu 70 Prozent auf gekaufte Punkte gibt. Je mehr Punkte Ihr in einem Vorgang kauft, desto höher fällt der prozentuale Bonus aus. Der oft beworbene volle Bonus greift dabei erst in der höchsten Staffel – eine typische Bonusstruktur sieht so aus:
| Gekaufte Virgin Points | Typischer Bonus |
|---|---|
| 5.000 – 39.000 | 20 Prozent |
| 40.000 – 79.000 | 40 Prozent |
| 80.000 – 124.000 | 60 Prozent |
| 125.000 – 200.000 | 70 Prozent |
Aktuell läuft allerdings keine bestätigte Kaufaktion – derzeit zahlt Ihr also den vollen Basispreis. Die gute Nachricht: Solche Bonusaktionen kehren erfahrungsgemäß regelmäßig wieder. Wer flexibel ist, wartet mit einem größeren Kauf gezielt auf das nächste Bonusfenster. Und selbst dann gilt: Der Sprung auf 60 oder 70 Prozent lohnt sich nur, wenn Ihr die entsprechend große Punktemenge auch wirklich für eine konkrete, hochwertige Einlösung benötigt. Punkte auf Vorrat zu kaufen, ohne ein Ziel vor Augen zu haben, ist selten eine gute Idee.
Welche Einlösungen bieten den besten Wert?
Der eigentliche Reiz von Virgin Points liegt in den Partner-Einlösungen. Der klassische Sweet-Spot des Programms ist die Einlösung für Flüge in der First und Business Class von ANA, dem japanischen Star-Alliance-Mitglied. Die Punktpreise sind hier im Verhältnis zum gebotenen Produkt sehr günstig. Der Haken: Die Prämienverfügbarkeit bei ANA ist häufig knapp, und die Buchung erfordert Flexibilität und etwas Geduld bei der Suche. Konkret: Ein Flug in der ANA First Class „The Suite” ist schon ab rund 55.000–60.000 Virgin Points pro Strecke buchbar – ein Ticket, das bar oft über 10.000 US-Dollar kostet und damit zu den wertvollsten Einlösungen überhaupt zählt.
Ebenfalls beliebt sind Einlösungen für Delta One, die Business Class des Joint-Venture-Partners Delta Air Lines, auf Strecken in die USA. Auch die eigene Upper Class von Virgin Atlantic ab London ist ein solides Einlöseziel, gerade wenn Ihr ohnehin über die britische Hauptstadt reist. Darüber hinaus lassen sich Virgin Points bei weiteren SkyTeam- und Programmpartnern einsetzen, was die Bandbreite an möglichen Zielen zusätzlich erhöht.
| Einlösung | Ab … Punkten | Warum stark |
|---|---|---|
| ANA First Class „The Suite” (z. B. USA–Tokio) | ~ 55.000–60.000 (oneway) | Barpreis oft über 10.000 US-Dollar |
| ANA Business Class (USA–Japan) | ~ 90.000–120.000 (hin & zurück) | Top-Produkt, gute Verfügbarkeit |
| Delta One Business (Europa–USA) | 50.000 (oneway) | Deutlich günstiger als über Delta selbst |
| Virgin Upper Class ab London | ab ~ 47.500 (oneway, off-peak) | Eigenes Premium-Produkt |
Gerade in Kombination mit einem hohen Kaufbonus wird der Punktekauf für solche Premium-Einlösungen attraktiv. Wenn eine Business- oder First-Class-Einlösung ohnehin ein Vielfaches des effektiven Kaufpreises der Punkte wert ist, kann sich der gezielte Zukauf klar rechnen. Entscheidend ist, dass Ihr vor dem Kauf die tatsächliche Prämienverfügbarkeit für Eure Wunschstrecke prüft – idealerweise, bevor Ihr überhaupt Punkte erwerbt.
Lohnt sich der Kauf von Virgin Points?
Ob sich der Kauf lohnt, hängt fast immer von einer konkreten Einlösung und einem laufenden Bonus ab. Als Rechenbeispiel während einer Aktion mit maximalem Bonus: Kauft Ihr 125.000 Virgin Points, erhaltet Ihr durch den 70-Prozent-Bonus zusätzlich 87.500 Punkte und landet bei insgesamt 212.500 Punkten auf dem Konto. Der Grundpreis liegt bei 125 mal 25 US-Dollar, also 3.125 US-Dollar, zuzüglich der einmaligen Transaktionsgebühr von rund 22 US-Dollar. Für die rund 3.147 US-Dollar erhaltet Ihr somit 212.500 Punkte – das entspricht einem effektiven Preis von etwa 1,48 US-Cent pro Punkt.
Zum Vergleich: Eine hochwertige Business- oder First-Class-Einlösung – etwa bei ANA – erreicht schnell einen Gegenwert, der deutlich über diesem Einkaufspreis liegt. In solchen Fällen ist der Zukauf, gerade mit maximalem Bonus, ein klar rechnender Deal. Für einfache Economy-Prämien oder ohne konkretes Ziel lohnt sich der Kauf dagegen selten.
Unterm Strich ist der Kauf von Virgin Points vor allem für Reisende interessant, die eine bestimmte Premium-Einlösung im Blick haben, die nötige Prämienverfügbarkeit vorab geprüft haben und den Kauf auf eine laufende Bonusaktion legen können. Wer hingegen nur spekulativ Punkte hortet oder den vollen 70-Prozent-Bonus als Selbstzweck betrachtet, fährt in der Regel besser damit, erst dann zu kaufen, wenn ein konkreter Prämienflug wartet – und bis dahin auf das nächste Bonusfenster zu warten.
Virgin Atlantic Punkte kaufen
- Programm: Flying Club
- Preis: ab ca. 2,5 US-Cent pro Punkt
- Anbieter: Points.com