Um dem kalten Wetter in Deutschland zu entfliehen, entschieden Jan und ich uns dafür, Anfang Januar noch einmal in die Sonne zu fliegen. Das Ziel war dabei lange Zeit unklar, es stand lediglich fest, dass wir aufgrund des Wetters nach Südostasien wollen. Da Jan erst vor kurzem in Kambodscha war und es für mich in wenigen Wochen bereits wieder nach Indonesien und Singapur geht, entschieden wir uns für Malaysia.

Bei der Anreise entschieden wir uns dafür die neue Business Class bei Saudia im Airbus A330, sowie der Boeing 787-9 zu testen. Auch vor Ort gab es einige spannende Sachen zu entdecken, so standen zahlreiche Luxushotels auf dem Plan. In diesem Tripreport nehmen wir Euch nun mit in ganz besondere Hotels und deutlich weniger schöne Lounges!

Alle Teile des Tripreports im Überblick:

  • Review: Turkish Airlines Economy Class Mittelstrecke (bereits online)
  • Review: DoubleTree Istanbul Piyalepasa
  • Review: Saudia Business Class Airbus A330
  • Review: Saudia Business Class Boeing 787-9 (22. April)
  • Review: Mandarin Oriental Kuala Lumpur (25. April)
  • Review: St. Regis Kuala Lumpur (28. April)
  • Review: Malaysia Airlines Golden Lounge Domestic Kuala Lumpur (1. Mai)
  • Review: Malaysia Airlines Business Class Kurzstrecke (4. Mai)
  • Review: Shangri-La Rasa Sayang Resort Penang (7. Mai)
  • Review: Eastern & Oriental Hotel Penang (10. Mai)
  • Review: Plaza Premium Lounge Penang (13. Mai)
  • Review: Berjaya Resort Langkawi (16. Mai)
  • Review: The Andaman Resort Langkawi (19. Mai)
  • Review: Traders Hotel Kuala Lumpur (22. Mai)

Über Istanbul und Dschidda nach Kuala Lumpur

Nachdem mit Malaysia das Ziel unserer Reise feststand, musste nur noch die Anreise geklärt werden. Wir wollten unbedingt ein neues Business Class Produkt testen, wollten diesen Trip aber ausnahmsweise nicht mit Meilen oder Punkten buchen. Die Auswahl an möglichen Produkten war dadurch also schon relativ schnell eingeschränkt, mit den wiederkehrenden Saudia Sales nach Südostasien fand sich dann allerdings ein passender Deal. Die günstigsten Flüge starteten in diesem Fall allerdings in Istanbul. Da zu diesem Zeitpunkt noch nicht feststand, dass die Eröffnung des neuen Flughafens in Istanbul verschoben wird, gingen wir zudem davon aus, dass wir den neuen Flughafen einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen könnten. Damit die Anreise nicht allzu stressig wird, buchten wir noch eine Nacht in Istanbul, die wir im wirklich guten DoubleTree Istanbul Piyalepasa verbringen konnten.

DoubleTree Istanbul Piyalepasa Suite 1

Leider zeigte sich der alte Istanbul Flughafen dann nicht von seiner besten Seite, so erwarteten uns lange Schlangen, Chaos bei den Kontrollen und eine unfassbar schlechte Lounge. Die Voraussetzungen waren also nicht unbedingt optimal. Die Laune hob sich dann allerdings rasch, als wir feststellten, dass uns im Airbus A330 bei Saudia die neue Business Class mit Sitzen die sich zu einem flachen Bett verstellen lassen erwartet.

Saudia A330 Business Class Kabine 1

Zwar lief auch auf diesem Flug nicht alles optimal, so war beispielsweise das Essen eher durchschnittlich und auch die Privatsphäre ist nicht allzu gut, dafür sind die Sitze jedoch bequem.

Saudia B789 Business Class Kabine 6

Auf der letzten Strecke von Dschidda nach Kuala Lumpur erwartete uns dann ein vergleichsweise attraktives Business Class Produkt. Die Business Class in der Boeing 787-9 von Saudia kann sich wirklich sehen lassen und das Produkt überzeugt mit bequemen Sitzen und einer guten Privatsphäre. Nach weiteren acht Stunden Flug kamen wir dann am frühen Morgen endlich in Kuala Lumpur an.

Mandarin Oriental und St. Regis in Kuala Lumpur

Kuala Lumpur begrüßte uns direkt mit Temperaturen von über 30 Grad und nach der Ankunft ging es direkt ins Mandarin Oriental. Gebucht hatten wir das Hotel über Virtuoso und so gab es für uns inkludiertes Frühstück und einen Afternoon-Tea mit verschiedenen Sandwiches und Süßspeisen. Ansonsten bot das Hotel gute Zimmer und einen guten Poolbereich. Besonders überzeugen konnte das besonders gute Fitnessstudio und die Tennisfelder, denn so etwas gibt es doch eher selten bei einem Stadthotel.

Mandarin Oriental Kuala Lumpur Zimmer Bett

Nach einer Nacht ging es dann weiter ins St. Regis Kuala Lumpur. Dank der Buchung über American Express Fine Hotels & Resorts gab es hier nicht nur ein Upgrade auf ein wirklich besonders schönes Zimmer, sondern auch ein 100 US-Dollar Guthaben für Speisen und Getränke.

St Regis Kuala Lumpur Zimmer 4

Insgesamt konnte uns das Hotel sehr überzeugen, denn nicht nur die Zimmer, sondern auch der Poolbereich waren wirklich wunderschön. Auch das Essen schmeckte sehr gut, wenn auch die Preise für malaysische Verhältnisse doch eher hoch waren.

Shangri-La und Eastern & Oriental auf Penang

Nach den Tagen in der malaysischen Hauptstadt zog es uns dann doch in die Natur. Mit dem Shangri-La Rasa Sayang Resort erwartete uns ein typisches Urlaubsresort. Die Zimmer waren durchaus schön, allerdings nicht mehr ganz modern. Sowohl der Poolbereich, wie auch der Strand und die Tennisplätze konnten punkten, allerdings war zumindest am ersten Tag der Service doch sehr langsam. Die Wartezeit im Pool Restaurant war deutlich zu lang, am zweiten Tag besserte sich dies jedoch.

Shangri La Rasa Sayang Resort

Die Nähe zur Natur nutzend verbrachten wir den zweiten Tag überwiegend im Dschungel.

Leo Und Jan Malaysia Wanderung

Wir entschieden uns für eine Wanderung bis zu einer Schildkröten-Aufzucht, bevor es am späten Mittag dann in das erste Hotel ohne größere Kettenzugehörigkeit ging. Normalerweise setzen wir aufgrund verschiedener Aspekte auf Kettenhotels, denn so erwartet einen immer ein gewisser Standard und dank eines Hotelstatus gibt es auch zahlreiche Vorteile vor Ort.

Eastern & Oriental Hotel Penang Zimmer 2

Mit dem Eastern & Oriental Hotel auf Penang entschieden wir uns für ein individuelles Hotel im englischen Kolonialstil. Der Spagat zwischen moderne und klassischem Design gelang hier sehr gut und besonders der Pool und auch die schönen Zimmer konnten uns überzeugen.

Berjaya und The Andaman Resort auf Langkawi

Nach einem fünfzehnminütigen Flug kamen wir dann auf der Urlaubsinsel Langkawi an. Da wir erst am späten Nachmittag landeten, wählten wir aufgrund der Flughafennähe für die erste Nacht das Berjaya Resort Langkawi. Anstelle eines großen Hotels mit einzelnen Zimmern, bietet das Berjaya Resort allerdings unzählige Lodges, in denen jeweils eine kleine Wohnung untergebracht ist. Dabei gibt es sowohl Lodges mitten im Dschungel, wie auch Lodges am Strand.

Berjaya Resort Langkawi Lodge 1

Wir entschieden uns für eines der Chalets im Regenwald. Die Lodges sind leider bereits stark abgewohnt und eine Renovierung wäre hier notwendig, dennoch ist das Hotel keineswegs schlecht. Das Konzept ist gut umgesetzt und man erlebt durchaus ungewöhnliche Sachen. So begrüßten uns am Morgen beispielsweise Affen, die sich kurzerhand dazu entschieden die Dachziegel unserer Lodge auf die Straße zu werfen – langweilig wird einem hier zumindest nicht.

The Andaman Langkawi

Zum Abschluss unserer Reise haben wir uns dann noch einmal etwas gegönnt und sind für einen ausführlichen Test in das The Andaman Resort gefahren. Das Resort gehört zur Luxury Collection von Marriott und dank unserer Buchung über Luxury Privileges gab es neben dem Upgrade und dem Frühstück auch hier wieder ein 100 US-Dollar Guthaben für Speisen und Getränke.

The Andaman Zimmer

Das Hotel stellte zudem definitiv den Höhepunkt der Reise dar, denn nicht nur die Zimmer waren stilvoll und sehr schön gestaltet. Auch der wunderschöne Strand konnte überzeugen und dank der Korallenriffs waren auch die Schnorchel-Einheiten wirklich besonders. Zudem wurde Service in diesem Hotel groß geschrieben, so dass wir uns hier sehr wohl fühlten und gerne wiederkommen.

Eine letzte Nacht in Kuala Lumpur

Vor unserem knapp 30-stündigen Rückflug legten wir nochmal eine Nacht in Kuala Lumpur ein. Das Traders Hotel, welches zur Shangri-La Kette gehört, stellte sich nach meinen Erfahrungen in Abu Dhabi erneut als sehr gute Wahl dar. So gab es für uns  Zimmer mit perfektem Ausblick auf die Petronas Tower und dank des Shangri-La Jade Status, welchen wir über die Amex Platinum erhalten habe, auch noch kostenfreies Frühstück.

Traders Hotel Kuala Lumpur

Traders Hotel Kuala Lumpur View

Bedenkt man den Preis von unter 100 Euro pro Nacht, so ist das Hotel wirklich eine sehr gute Wahl. Insgesamt konnte das Hotel in unseren Augen fast mit dem Mandarin Oriental mithalten und das bei einem Preisunterschied von mehr als 150 Euro pro Nacht.

Fazit zu unserem Trip durch die Luxushotels von Malaysia

Auch wenn die ständigen Hotelwechsel etwas anstrengend waren, hatten wir eine tolle Zeit in Malaysia. Dank der Hotelwechsel können wir Euch nun mit zahlreichen Reviews versorgen und hoffen Euch so einen guten Eindruck von den Hotels des Landes geben zu können. Besondere Highlights des Trips waren sowohl das The Andaman als besonders schöne und luxuriöse Erfahrung, aber auch die Wanderung durch den Nationalpark von Penang wird mir lange in Erinnerung bleiben. Zudem hat sich bei diesem Trip wieder einmal gezeigt, wie sinnvoll ein Hotelstatus sein kann, aber auch das Buchungen über Portale wie Virtuoso, Hyatt Privé oder Impresario absolut genial sein können und zahlreiche Vorteile mit sich bringen.

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Autor

Leos Begeisterung für Flugzeuge und Reisen geht noch weit über seinen Beruf hinaus. So versucht er bereits seit vielen Jahren die besten Luxusreisen zu guten Preisen zu finden und möchte dies nun auf reisetopia mit euch teilen.

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  • Nun ja..hatte die Diskussion auch schon mit einem youtuber..aber muss man wirklich mit der Airline eines Landes fliegen, das Journalisten in Botschaften zerstückelt und gerade wieder ein Dutzend Frauenrechtlerinnen inhaftiert hat? Ich weiss..auch in Katar oder UAE und anderen Ländern geht es nicht immer zu, wie wir uns das wünschen..aber Saudi ist da doch eine andere Nummer..und ob man wegen eines billigen Fluges so tun sollte als ob uns das alles nichts angeht..ich werde jedenfalls aus diesen Gründen Saudi NICHT fliegen.

    • Hallo Ralf, wir haben diese Diskussion hier natürlich auch häufiger, allerdings gibt es bei reisetopia die klare Linie, dass es sich um eine Reiseseite handelt, in der politische Themen nur dann behandelt werden, wenn sie einen direkten Reisebezug haben (z.B. Boykott der Dorchester Collection). Wenn wir jegliche politischen Perspektiven hineinnehmen würden, wenn wir unabhängig über Airlines berichten, blieben am Ende nicht mehr viele übrig. Natürlich gibt es da schlimmere und weniger schlimme Fälle, aber auch da wird es immer wieder verschiedene Perspektiven geben. Deshalb heißt es für uns: Airline Reviews und generell Reviews sind objektiv und unabhängig von politischen Zusammenhängen – da braucht es eine kritische Distanz, unabhängig von der persönlichen Meinung gegenüber bestimmte Regime und Regierungen.

      • Hallo Moritz, danke für die Anwort..und auch dafür, dass Du die Diskussion zulässt. Erlaube mir bitte zwei Hinweise. Erstens, die Verurteilung eines Landes, das sich grober Menschenrechtsverletzungen schuldig macht, (vgl. auch die Zahl der Hinrichtungen!) ist keine persönliche Meinung. Und zweitens: mit obiger Logik könntet Ihr natürlich auch ohne Gewissensbisse in einem der international geächteten Hotels des KÖNIGS VON BRUNEI übernachten und eine Review schreiben. Zumindest die internationalen Celebrities sehen hier eine notwenige Trennung von Moral/Menschenrechten und wem ich mein Geld gebe. Trotzdem mag ich weiterhin Eure Seite.

    • Das Problem ist, solche Boykott-Bewegungen sind seltenst praezise zielgerichtet, konsequent und effektiv. Viel mehr sind sie meistens Heuchelei und dienen zur ‘Self-Promotion’ des Boykottierenden.

      Oder wuerdest du gleichzeitig auch alle Auslands-Investments von Saudi Arabien, Brunei etc. konsequent boykottieren? Dann koenntest du z.B. mal eben so ziemlich jedes deutsche Dax, M-Dax, TecDax, S-Dax Unternehmen und jeden Mittelstaendler, der eine Anleihe herausgegeben hat, mit boykottieren. Kein Audi, BMW, Mercedes, Volkswagen, … mehr.

      Und wo faengst du ueberhaupt an?
      Saudi-Arabien und Brunei hast du schon genannt, USA mit ihren toedlichen Drohneneinsaetzen im Ausland auch?
      Frankreich und UK die voelkerrechtswidrig Libyen als stabiles Land vom reichsten Staat Afrikas ins Mittelalter zurueckgebombt haben?
      Die Vereinigten Arabischen Emirate (Abu Dhabi, Dubai, …) die sich nach aussen zwar einen modernen Anstrich geben, politisch jedoch Saudi Arabien folgen (https://www.spiegel.de/politik/ausland/abu-dhabi-wie-das-emirat-zur-grossmacht-im-nahen-osten-werden-will-a-1177853.html)?
      Was ist mit der Tuerkei, wo Tausende Unschuldige in Gefaengnissen inhaftiert sind?
      Staaten die im Gegensatz zu Australien Wirtschaftsmigranten aufs Meer locken und sich praktisch nicht drum scheren dass Tausende bei der Reise ertrinken?
      Staaten, in denen Regendwald abgeholzt wird und dort lebende Naturvoelker indirekt durch den Import von Krankheiten zum Aussterben verdammt sind?
      Korrupte, von Narko-Terroristen durchsetzte Staaten in Lateinamerika?
      Staaten die trotz wirtschaftlicher Mittel dazu keine effektive Terror-Praevention betreiben und sich weigern wollen, terroristische Staatsbuerger aus Kriegsgebieten zurueckzunehmen?
      Boykottierst du alle Produkte, die unter menschenverachtenden Bedingungen (Kinderarbeit) hergestellt wurden?
      Alle Produkte die Rohstoffe enthalten, die nur durch enorme Umweltschaeden gefoerdert wurden?

      Liste kann man beliebig fortsetzen. Wenn man wirklich konsequent ist, bleibt einem nur noch uebrig alleine irgendwo ‘off-the-grid’ in einer Hoehle zu leben.

      Deshalb bin ich froh, dass Reisetopia sich auf das Thema Reisen spezialisiert und diese pseudo-moralischen, inkosequenten, ineffektiven und effekt-haschenden Boykotts anderen ueberlaesst.

      • Diesen holzschnittartigen Gleichsetzungen kann ich nur sehr bedingt zustimmen. Im aktuellen PERSONAL FREEDOM INDEX (u.a. Cato Institut und Naumann Stiftung) rangiert SAUDI auf Rang 155 von 159. Und ich kenne kein Land (ausser China Iran Maybe) das pro Jahr 175 Menschen hinrichtet. Auch sehe ich einen Unterschied in unserem “flag carrier” Mercedes zu fahren oder den flag carrier von Saudi zu fliegen. Deiner Einschätzung der Promiboykotte stimme ich allerdings zu – zumal diese zu allen anderen Misständen inkl Saudi seit Jahren geschwiegen haben. Aber so etwas dauert ja nie lange – siehe deutsche Touristen und Türkei..wenns halt billig ist..Und damit klinke ich mich im Interesse des Forums aus dieser Diskussion aus:)

  • hallo leo,
    da wir ueber 1 monat januar /februar in malaysia verbracht haben, muss ich jetzt meinen senf dazu geben.wir haben auch im mandarin oriental genaechtigt und waren ueber den service, afternoon tee sehr entaeuscht.wir waren auch noch im grand hyatt, sehr gut, im four seasons, muss ich nicht nocheinmal haben, im shangri la , gut, im JW marriott, nie wieder,im stripes, ausgezeichnet, und im besten hotel der welt , im majestic, da hat alles gestimmt , wir waren 3 naechte ueber den jahreswechsel , und allein das war die ganze reise wert.
    zu penang kann ich nur sagen, haetten wir uns sparen koennen , waren 8naechte dort, auch rasa sayang , na ja, die insel ist fuer uns nicht besonders attraktiv, teilweise ballermannatmosphaere, und seltsame touristen.langkawi haben wir ausgelassen, dafuer die cameron highlands besucht, dort im cameron highlands resort gewohnt, auch eines der besten hotels auf unserer reise, das personal einfach super.sehr gut und unglaublich preiswert, das doubletree malacca.die stadt selbst sehr touristisch .malaysia ist ein sehr schoenes land und kuala lumpur waere inzwischen meine lieblingsstadt, wenn das klima etwas weniger feucht waere.
    das musste ich jetzt beinfach los werden,

    lieben gruss

    ein grosser fan von euch

    klaus

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