Vor kurzem habe ich Euch von meiner besten Reiseerfahrung in Andalusien berichtet. Heute nehme ich Euch mit auf eine Reise zu meinen Lieblingszielen der letzten Jahre: Allesamt Lieblingsorte, an denen ich mich besonders wohlgefühlt habe und an die ich mich gerne zurückerinnere. Und was gibt es Schöneres, als sich wundervolle Orte ins Gedächtnis zu rufen? Wie meine Kollegen Alex, Anna und Tobi auch, lasse ich in diesem Artikel meine fünf Lieblingsreiseziele der letzten Jahre Revue passieren – und hoffe, dass ich Euch damit ein bisschen inspirieren kann.

Die Frage, welches die fünf Lieblingsreiseziele der letzten Jahre waren, finde ich persönlich gar nicht so einfach zu beantworten, da für mich eigentlich jeder Ort eine ganz besondere Bedeutung hat und ein ganz eigenes Gefühl hinterlässt. Ich habe mich trotzdem gerne auf das Gedankenexperiment eingelassen und der kleine gedankliche Ausflug bescherte mir während des Schreibens viele wunderschöne Erinnerungen an die unterschiedlichsten Destinationen der ganzen Welt. Einige sind noch ganz frisch, andere liegen schon etwas länger zurück. Welches meine liebsten Reiseerinnerungen sind, erfahrt Ihr hier.

Matera, Italien

Wie ich bereits in meinem Artikel: Wie ich zum Reisen gekommen bin erzählt habe, bin ich ein großer Italien-Fan und bekomme nie genug davon, neue Orte in meinem Lieblingsland zu entdecken. Eine der schönsten Städte, die ich die letzten Jahre in Italien besucht habe, ist zweifelsohne Matera.

Matera 2

Um zu begreifen, dass Matera eine der ältesten und wohl außergewöhnlichsten Städte der Welt ist, muss man einmal dagewesen sein. Dazu zieht man sich am besten bequeme Sneakers an und begibt sich auf einen Schluchtenspaziergang, um die antike Höhlensiedlungen, die an den Felsenhängen liegen, von einer anderen Perspektive zu betrachten – so wie ich das getan habe, als ich das bezaubernde Städtchen in der italienischen Region Basilikata vorletztes Jahr besuchte.

Matera 1

Die Stadt Matera, die so beeindruckend ist, dass sie als zweites Bethlehem bezeichnet wird, hat im Laufe der Jahrhunderte Schriftsteller, Künstler und Regisseure gleichermaßen verzaubert – wie zum Beispiel Mel Gibson, der Matera als Kulisse für den Film „Die Passion Christi“ wählte. Früher als Schandfleck abgetan, stieg der eindrückliche Ort sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe auf – und im Jahr 2019 wurde zur Matera europäischen Kulturhauptstadt gekürt.

Matera 3

Die gleichförmig sandfarbenen Häuser der Stadt sind eigentlich keine Häuser – sondern Höhlen aus Tuffstein. Über Tausende von Jahren lebten Menschen in ihnen, gruben sich tiefer in den Fels hinein, versahen sie mit Dächern und gemauerten Vorbauten. Zwischendrin: zahllose Höhlenkirchen aus dem Hochmittelalter, von denen ich einige besichtigen durfte. Unglaubliche Geschichte, einzigartige Atmosphäre, idyllische Ruhe und eine einmalige Natur rundherum: Matera ist ein unvergleichlich schöner Ort – an den ich hoffentlich eines Tages wieder zurückkehren werde.

Meteora, Griechenland

Mein Trip nach Griechenland letztes Jahr war definitiv einer der schönsten, an den ich mich zurückerinnern kann. Mein Highlight: Meteora: Die Meteora-Klöster liegen östlich des Pindos-Gebirges nahe der Stadt Kalambaka in der Provinz Thessalien und zählen zum UNESCO-Welterbe. In den Himmel gehoben – so heißt Meteora wörtlich übersetzt. Und der Name ist Programm.

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Der Ort in Nordgriechenland ist bekannt für seine auf die Felskanten gesetzten Klöster – insgesamt 24 an der Zahl – die tatsächlich zu schweben scheinen. Nur noch sechs der Meteoraklöster sind heute noch bewohnt, die anderen wurden über die Jahre aufgrund von Einsturzgefahr verlassen. Die bewohnten Klöster lassen sich besuchen und so sehen sie aus:

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Die Wanderung in der Sonne zu den Klöstern war schweißtreibend – die Aussicht auf die umgebenden bizarren Sandsteinformationen waren es aber definitiv wert. Denn oben angekommen, wird man von einer Felsenlandschaft empfangen, die wie von einer anderen Welt zu sein scheint.

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Auch die märchenhafte Natur, die man während der Wanderung auf einsamen schmalen Pfaden bestaunen darf, waren jede Mühe wert. So wanderten wir einige Stunden durch die bizarre Felsendlandschaft und besuchten ein Kloster nach dem anderen.

Meteora

Die mittelalterlichen Klöster, die auf den mächtigen Felsnadeln inmitten der mystischen Landschaft thronen und die wunderschöne Wanderung dorthin mit neu gewonnen Freunden auf dem Weg, lassen diesen magischen Ort auf jeden Fall in meine Top 5 der Lieblingsorte der letzten Jahre aufsteigen.

Laugavegur, Island

Ein Land, das mich bis heute nicht loslässt, ist Island. Ein magisches Land voller dramatischer und wilder Schönheit mit seinen mystisch anmutenden Felsformationen, beeindruckenden Gletschern und sprühenden Geysiren.

Island 1

Über 200 Vulkane, beeindruckende Nordlichter, gigantische Wasserfälle – Die Insel aus Feuer und Eis bietet so einiges zum Staunen und Träumen. Meine schönste Erfahrung in Island war allerdings meine unvergessliche Wanderung durch das isländische Hochland. Auf dem Wanderweg vom nördlichen Landmannalaugar bis zum südlich gelegenen Thorsmörk gibt es einiges zu sehen: Wasserfälle wie den 60 Meter hohen Skógafoss, erkaltete Lavafelder, bunte Rhyolith-Berge und smaragdgrüne Mooslandschaften.

Island 2

Qualmende Thermalquellen wechseln sich mit friedlich plätschernden Bächen, schwarzen Sandwüsten und tosenden Eiswasserflüssen ab. Der Mensch wird winzig in Island. Der Kopf leer, die Sinne auf äußerster Empfindsamkeit, um all die Bilder zu tanken, die Eindrücke, die diese gigantische Landschaft auf der Seele hinterlässt – und die auch mein Herz erobert haben.

Laugavegur 3

Island kann man kaum beschreiben – dieses Land muss man in all seiner Schönheit und seinen Facetten selbst erleben. Inmitten der malerischen Berge in der atemberaubenden Natur hat man einfach das Gefühl am schönsten Ende der Welt zu sein. Falls Ihr noch nie die Gelegenheit hattet, die bezaubernde Insel zu bereisen, kann ich Euch das nur wärmstens empfehlen!

Skopelos, Griechenland

Endlos grüne Wälder, Olivenhaine – und dazu das Türkisblau des Meeres: Skopelos ist eine absolute Trauminsel. Die größte Insel der Sporaden dürfte früher vermutlich nur absoluten Griechenland-Liebhabern ein Begriff gewesen sein. Die letzten Jahre avancierte das Eiland im Ägäischen Meer durch die Musikkomödie „Mamma Mia“ allerdings zu einer kleinen Berühmtheit. Und Hand aufs Herz: Auch ich kann mich nicht davon freisprechen, erst durch den Film mit Meryl Streep, Amanda Seyfried und Pierce Brosnan auf diesen wunderschönen Ort aufmerksam geworden zu sein.

Skopelos2

Das azurblaue Meer, die einsamen Buchten und weißen Häuser bilden zugegebenermaßen auch die perfekte Kulisse für jede Romanze. So wirkt der malerische Hauptort Skopelos Stadt mit seinen weiß gekalkten Häusern – die sich rund um einen Hügel schmiegen – wie aus einem Märchen entsprungen. Die kleinen, romantischen Gassen laden zum Bummeln ein und die byzantinischen Kirchen und Häuser mit ihren roten Schieferdächern wirken wie aus der Zeit gefallen.

Skopelos 3

Die bezaubernde Insel hat aber auch unzählig viele Traumbuchten zum Baden und Sonnen zu bieten: Manche lassen sich nur mit dem Boot erreichen, andere sind mit einer Straße verbunden. Der bekannteste Strand der Insel ist zweifelsohne Paralia Kastani. An diesem wundervollen Strand wurden auch einige Szenen von „Mamma Mia“ gedreht. Dafür wurde dieser allerdings etwas umgebaut: Den Steg aus dem Film gibt es dort nämlich nicht – und auch die Strandbar wurde eigens für die Dreharbeiten errichtet.

Skopelos

Erinnert Ihr Euch noch wie Donna und Sam im Film zu dem Song „The winner takes it all“ die Stufen zur Felskapelle hinaufliefen? Die Felskapelle gibt es wirklich – und zwar ebenfalls auf Skopelos. Der Aufstieg über 105 Treppenstufen auf den 100 Meter hohen Felsen, der wie eine Halbinsel ins Meer ragt, wird mit einem herrlichen Blick über das azurblaue Meer der Ägäis belohnt. Und ist jede Mühe wert. Weiß getünchte, romantische Städtchen, traumhafte Strände, unberührte Natur und ganz viel griechisches Lebensgefühl: Skopelos ist definitiv eine der schönsten Inseln, die ich jemals gesehen habe.

Ella, Sri Lanka

Während meiner Rundreise durch Sri Lanka entwickelte sich Ella ziemlich schnell als Lieblingsort der Insel. Das zauberhafte Bergstädtchen, das mitten im Hochland liegt hat nämlich so einiges zu bieten: Atemberaubende Natur, unvergessliche Wanderungen, Wasserfälle und wunderbar entspannte Restaurants und Cafés.

Ella Berge

Von Ella aus, kann man eine schöne Wanderung auf den etwa 1‘000 Meter hohen Mini Adam’s Peak – die Einheimischen nennen ihn auch Punchi Sri Pada – unternehmen. Da Ella selbst auch schon recht hoch liegt, ist eine kleine Wanderung zum Gipfel nicht übermäßig anstrengend und macht unglaublich viel Spaß! Oben angekommen, wird man mit einer wundervollen Aussicht auf die umliegenden Teeplantagen, die majestätischen Berghänge und die Schlucht von Ella belohnt.

Ella Sri Lanka 1

Das absolute Wahrzeichen von Ella ist allerdings die „Nine Arches Bridge“. Diese wunderschöne Brücke schmiegt sich mit ihren neun Bögen anmutig in den dichten, grünen Dschungel ihrer Umgebung. Ein paarmal täglich fährt ein Zug über die Gleise – die restliche Zeit strahlt diese beeindruckende Brücke einfach nur Ruhe und Frieden aus.

Ella 2

Um zu ihr zu gelangen, kann man entweder vom Bahnhof in Ella aus etwa zwei Kilometer auf den Gleisen bis zur Brücke laufen, ein Tuktuk mieten oder zu einem Aussichtspunkt fahren, an dem man die Brücke von oben sehen kann. Sri Lanka ist eine wunderschöne, vielfältige Insel mit unglaublich freundlichen Menschen und wundervollen Orten. Besonders beeindruckt hat mich allerdings Ella, die Perle in den Bergen. Die malerische Lage, die atemberaubende Natur und der Viadukt, die vielen Cafés und die entspannte Atmosphäre – Ella hat sich definitiv einen ganz besonderen Platz in meinem Reiseherzen gesichert.

Fazit zu meinen Lieblingsreisezielen der letzten Jahre

Die bezaubernde antike Stadt Matera, die Klöster von Meteora, das atemberaubende Lagavegur, die hübsche Insel Skopelos, der magische Ort Ella im Hochland Sri Lankas – das waren sie also: Meine fünf Lieblingsreiseziele der letzten Jahre. Zusammenfassend kann ich sagen, dass sich mein Faible für UNESCO-Weltkulturerbestätten definitiv nicht abstreiten lässt. Ebenso wenig wie meine Vorliebe für karge Landschaften, bizarre Felsformationen, pittoreske Orte, die als Filmkulisse bekannt sind oder faszinierend farbenfrohe Berge. Da in einigen Ländern viele Reiserestriktionen wieder aufgehoben wurden und der Sommer in all seiner Pracht vor der Tür steht, hoffe ich, dass ich bereits dieses Jahr wieder das Glück haben werde, viele neue wunderschöne Orte auf der Welt zu entdecken, die ich auf jeden Fall mit Euch teilen werde. Versprochen!

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