Für ein Seminar in Los Angeles war ich auf der Suche nach einer möglichst komfortablen Anreise und einer schönen Unterkunft vor Ort. Für die Flüge konnte ich dabei eine geniale Einlösung von Meilen nutzen, doch vor Ort musste ich zur Abwechslung tatsächlich auf eine AirBnB-Unterkunft zurückgreifen.

Warum ich in diesem Fall kein Hotel buchen wollte und wie ich die Flüge günstig buchen konnte, erfahrt Ihr in diesem Booked-Artikel!

SAS Business Class & Premium Economy

Bei SAS Eurobonus ist die Einlösung von Meilen bei SAS deutlich günstiger als bei Star Alliance Partnern. So kostet der Business Class Hin- und Rückflug in die USA oder nach Asien lediglich 100.000 Meilen, bei der Einlösung bei Star Alliance Partnern werden 135.000 bis 165.000 Meilen fällig. Das Review für die SAS Business Class ist bei uns schon länger fällig, somit habe ich sofort nach verfügbaren Business Class Plätzen gesucht.

SAS Business Class
SAS Business Class (Quelle: SAS)

Leider fliegt SAS an meinem präferierten Tag der Anreise nicht nach Los Angeles, somit musste ich für den Hinflug einen Business Class Flug nach San Francisco buchen. Die Weiterreise nach Los Angeles habe ich einfach für 60 Euro separat mit United dazugebucht, so war zumindest die Anreise schon einmal geplant!

  • Hamburg – Kopenhagen in der SAS Business Class (CRJ 900)
  • Kopenhagen – San Francisco in der SAS Business Class (Airbus A340)
  • San Francisco – Los Angeles in der United Economy Class (Boeing 737)

Doch am gewünschten Rückreisetag gab es leider auf dem Flug von Los Angeles nach Stockholm keine Business Class Verfügbarkeit. Für 20 Prozent weniger Meilen lies sich allerdings stattdessen SAS Plus, die Premium Economy Class von SAS, buchen – immerhin ein recht komfortabler Weg, um die knapp 11 Stunden auf dem Nachtflug zu überstehen.

  • Los Angeles – Stockholm in der SAS Premium Economy Class (Airbus A330)
  • Stockholm – Kopenhagen in der SAS Economy Class (Airbus A320)
  • Kopenhagen – Hamburg in der SAS Economy Class (CRJ 900)

Um etwas früher in Hamburg zu landen habe ich zudem einen Umweg über Kopenhagen in Kauf genommen, da es keinen frühen Flug von Stockholm nach Hamburg gibt. Da die Langstrecke in der Premium Economy Class durchgeführt wird, konnte ich allerdings kostenfrei auf den Kurzstrecken einen Platz in den ersten Reihen reservieren – SAS hat hier keine richtige Business Class, sondern ein leicht verbessertes Produkt mit dem Namen “SAS Plus”.

SAS Plus Premium Economy Class
SAS Plus (Quelle: SAS)

Somit habe ich für 90.000 Meilen einen Hinflug nach San Francisco in der Business Class, sowie den Rückflug ab Los Angeles in der Premium Economy Class buchen können. Mit einer Zuzahlung von 110 Euro war das Ticket schnell gebucht, Lufthansa verlangt auf der Strecke nach Kalifornien knapp 600 Euro an Steuern & Gebühren.

Die 90.000 SAS Meilen habe ich durch einen Mix aus Aktionen zum Meilen sammeln, der Gutschrift von Star Alliance Flügen und Übertragen von American Express Membership Rewards Punkte erreicht. Alleine für die Beantragung der American Express Platinum Card gibt es 30.000 Punkte Bonus, womit schnell die ersten Freiflüge möglich werden!

AirBnB für die ersten Nächte

Ich lande am Tag vor der Veranstaltung am späten Abend in Los Angeles und habe vier Tage vor mir, an denen ich um 8 Uhr starten muss und erst gegen Mitternacht zurück in der Unterkunft sein werde. Alle von mir präferierten Hotelketten im Umkreis des Veranstaltungsortes kosten um die 250 Euro pro Nacht – zu viel Geld, um in einem mittelmäßigen Hilton ein paar Stunden schlafen zu können.

doubletree_losangeles_bett
Für viel Geld ein mittelmäßiges Hotel? Das war für mich keine Option

Somit habe ich in diesem Fall eine AirBnB Unterkunft für knapp 80 Euro die Nacht gebucht, die direkt neben der Veranstaltung liegt. Auch wenn ich AirBnB selten einem Hotel vorziehe – in diesem Fall war es für mich die deutlich bessere Lösung.

Curio Collection für die letzte Nacht

Am letzten Tag habe ich etwas früher Schluss und bis zum Abflug am Nachmittag des nächsten Tages noch etwas Zeit, um Santa Monica und Venice Beach zu erkunden. Somit habe ich mir hier ein entspanntes Hotel in Nähe zum Strand und Flughafen gesucht.

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Dabei hat sich für mich das H Hotel Los Angeles angeboten, welches Teil der Hilton Curio Collection ist und wenige Minuten vom Flughafen LAX entfernt liegt. Auch Venice Beach ist mit einem Uber in 15 Minuten zu erreichen – somit liegt es vom Standort her perfekt. Zudem war die Rate von knapp 170 Euro pro Nacht noch in Ordnung, zumal ich durch meinen Hilton Honors Diamond Status durch die Hilton Kreditkarte auch ein Zimmer mit Blick auf die Start- und Landebahn bekommen sollte!

H Hotel Los Angeles
H Hotel Los Angeles (Quelle: Hotelmanagement.net)

Gerne hätte ich hier auch eines der Virtuoso Hotels vor Ort getestet, doch bei einem kurzen Aufenthalt im Hotel und Preisen von über 300 Euro pro Nacht war ich vom Preis-Leistungs-Verhältnis nicht ganz so überzeugt. Mit mehr Zeit zum Ende hin würde dies mehr Sinn ergeben.

Fazit zu meinem Trip mit SAS nach Kalifornien

Diese Reise zeigt ganz gut den Mix, den wir versuchen vorzuleben: Es muss nicht immer extremer Luxus sein, doch mit einer schlauen Optimierung der Reise lässt sich für wenig Geld sehr viel erreichen. Fünf Nächte in Los Angeles mit Flügen in der Business Class und einem schönen Hotel am Ende haben mich in diesem Fall knapp 650 Euro gekostet – da zahlen viele schon für einen Hin- und Rückflug in der Economy Class deutlich mehr. Zudem freue ich mich, ein paar spannende neue Reviews schreiben zu können!

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Seit Moritz herausgefunden hat, wie man Wege an eigentlich unerreichbare Ziele finden kann, ist er immer auf der Suche nach neuen, kreativen Methoden zum Erreichen von Reisezielen und Airline-Status. Auf reisetopia lässt er Euch daran teilhaben!

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    • @Janka: Manchmal kommt es mir so vor, als schwingt hier auch eine gehörige Portion Selbstdarstellung mit und man zeigen will, wie toll und cool man doch durch die Gegend fliegen kann…
      Und dann einen Flug so aufblähen, ein Artikel über denBuchungsprozess, dann einen ersten Artikel als Kurzfassung, dann die eigentlichen Reviews. Alles um ihre Klicks zu generieren, da braucht man schon ein wenig heiße Luft.

      • Hey Thomas, das hat nichts mit Selbstdarstellung zu tun 😉 wir zeigen, wie wir es durch Meilen & Punkte und smartes Buchen von Flügen + Hotels schaffen, für wenig Geld sehr luxuriös durch die Welt zu reisen. Interessierte Leser können sich davon inspirieren lassen und ähnliche Reisen buchen – oder es eben lassen, das ist dir freigestellt!

        Zwischen Buchung und der Reise vergehen häufig viele Monate. Zwischen der eigentlichen Reise und dem Review der Reise vergeht ebenfalls viel Zeit, wir haben jetzt erst den vor über 5 Monaten geendeten Bali-Tripreport abgeschlossen. Um unseren aktiven Lesern dabei eine Möglichkeit zu bieten, früher von gebuchten Reisen und angewendeten Tricks zu erfahren, haben wir zusätzlich das Booked-Format aufgenommen und dabei bislang sehr viel positives Feedback erhalten. Wenn dir das nicht gefällt, steht es dir frei den Artikel nicht zu lesen oder mir konstruktives Feedback zukommen zu lassen 😉

    • Hey Janka – gut aufgepasst! In der Tat war ich im August für eine Woche in Portugal und habe durch den Mangel an Hotels insgesamt 5 Nächte in AirBnB-Unterkünften verbracht. Die Formulierung “das erste Mal seit langem” ist dabei vielleicht etwas unglücklich gewählt und habe ich mal verbessert, damit wollte ich nur aussagen, dass bei meinen knapp 85 Hotelnächten in 2018 AirBnB keine Relevanz hat und für mich eine absolute Besonderheit ist.

      Ansonsten versuche ich in Booked-Artikeln zu zeigen, wie ich eine Reise angehe und buche – ansonsten ist das Feedback darauf sehr positiv! Wenn du konkrete Änderungswünsche oder Ideen hast kannst du mir diese gerne nennen, wir sind für konstruktives Feedback immer offen 😉

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